Menschen besonders bei Umbruchsituationen anfällig für Depression. Max-Planck-Institut für Psychiatrie -
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Max-Planck-Institut für Psychiatrie

Menschen beson­ders bei Umbruch­si­tua­tio­nen anfäl­lig für Depres­sion

Menschen sind bei gravierenden Veränderungen im Leben besonders anfällig für Depressionen. Foto: © Focus Pocus LTD - stock.adobe.com
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Jedes Jahr erkran­ken 5,3 Millio­nen Menschen in Deutsch­land an einer Depres­sion. Die Auslö­ser für die welt­weit häufigste psychi­sche Erkran­kung sind viel­fäl­tig. Die Gene spie­len genauso eine Rolle wie die Umwelt und Lebens­er­fah­run­gen. Beson­ders gefähr­lich können Umbruch­si­tua­tio­nen sein, teilt das Max-Planck-Institut für Psych­ia­trie mit.

Wenn sich der Alltag ändert, wenn das Leben einen ande­ren Lauf nimmt, dann muss sich auch unser Gehirn umstel­len. Während solcher Phasen sind manche Menschen anfäl­li­ger, eine Depres­sion zu entwi­ckeln.

Risiko auch für gesunde Menschen

Auch für gesunde Menschen brin­gen Umbruch­si­tua­tio­nen ein erhöh­tes Risiko mit sich: der Berufs­ein­stieg, ein Stel­len­wech­sel, Heirat, Schei­dung oder Beren­tung können zu einer Depres­sion führen, insbe­son­dere dann, wenn der Stres­spe­gel ohne­hin schon hoch ist. Betrof­fene können im Vorfeld dafür sorgen, dass die neue Situa­tion möglichst nicht über­for­dernd wird.

Vertraut machen mit neuer Leben­phase

Am besten ist, sich vorher Gedan­ken über die neue Lebens­phase zu machen. Was erwar­tet mich, was ist mir wich­tig und wie kann ich meinen Alltag neu gestal­ten, damit ich gut damit zurecht­komme – diese Fragen sollte man sich vorher stel­len“, rät der Chef­arzt und Direk­tor der Klinik am Max-Planck-Institut für Psych­ia­trie Martin Keck.

Tritt eine neue Situa­tion, womög­lich auch über­ra­schend zum Beispiel nach einer Kündi­gung oder einem Unfall, ein, muss das Gehirn lernen, damit umzu­ge­hen. Nerven­zel­len müssen sich verbin­den und neue Netz­werke etablie­ren. Das Gehirn lernt, sich auf die neue Situa­tion einzu­stel­len, es lernt neues Verhal­ten. Diesen Prozess kann jeder durch die aktive Ausein­an­der­set­zung mit der Situa­tion unter­stüt­zen.

Bei abseh­ba­ren Verän­de­run­gen mit Arzt und Thera­peu­ten spre­chen

Über 70 Prozent der Depressions-Patienten, erle­ben mehrere Episo­den der Erkran­kung. Gerade für sie ist es wich­tig, Vorsorge zu tref­fen, um Rück­fäl­len entge­gen­zu­wir­ken. „Ob es sich um eine medi­ka­men­töse Thera­pie oder um psycho­the­ra­peu­ti­sche Sitzun­gen handelt, bei abseh­ba­ren gravie­ren­den Verän­de­run­gen sollte man vorher mit seinem Arzt und Thera­peu­ten darüber spre­chen“, rät Keck.

Außer­dem empfiehlt er verstärkt auf Früh­warn­zei­chen wie verän­derte Stim­mung, verstärkte Grübel­nei­gung und körper­li­che Symptome wie Schlaf­stö­run­gen zu achten.

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