Online-Tool nennt konkrete Maßnahmen. Gefährdungsbeurteilung Mobilität -
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Gefährdungsbeurteilung Mobilität

Online-Tool nennt konkrete Maßnah­men

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Allein im Jahr 2015 ereig­ne­ten sich rund 178.000 Wege­un­fälle im Bereich der gewerb­li­chen Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und der Unfall­kas­sen. Der Deut­sche Verkehrs­si­cher­heits­rat (DVR) möchte Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen, aber auch Einzel­per­so­nen mit einem neuen Online-Tool bei der Unfall­prä­ven­tion auf Arbeits- und Dienst­we­gen unter­stüt­zen.

Im Rahmen des DVR-Programms „Deine Wege – Sichere Mobi­li­tät im betrieb­li­chen und öffent­li­chen Bereich“ wird ein Instru­ment zur Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung kosten­los ange­bo­ten. GUROM (Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und Risi­ko­be­wer­tung orga­ni­sa­tio­na­ler Mobi­li­tät) ist eine Maßnahme im Rahmen einer Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung, die das Thema berufs­be­dingte Mobi­li­tät in den Fokus stellt. Dieses Instru­ment schlägt konkrete Maßnah­men für Unter­neh­men, Abtei­lun­gen und sogar einzelne Beschäf­tigte vor. Diese Maßnah­men werden auf Basis eines Online-Fragebogens ermit­telt, der die spezi­fi­schen Gefähr­dun­gen erfasst. GUROM entstand in Koope­ra­tion mit der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Aufgrund des großen Erfol­ges in Deutsch­land wird GUROM mitt­ler­weile auch in Öster­reich einge­setzt.

45 Minu­ten für Ihre Sicher­heit

Für die Teil­nahme eines Unter­neh­mens muss sich zunächst eine für den Arbeits­schutz verant­wort­li­che Person auf der Seite www.gurom.de regis­trie­ren. Anschlie­ßend können die Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter zur Teil­nahme einge­la­den werden. Die Beschäf­tig­ten, aber auch inter­es­sierte Einzel­per­so­nen können teil­neh­men. Über einen ersten Screening-Fragebogen (etwa 10 Minu­ten) werden Gefähr­dun­gen aufge­deckt, die bei der jewei­li­gen berufs­be­ding­ten Verkehrs­teil­nahme auftre­ten können. Bereits hier gibt GUROM erste Hinweise zur Erhö­hung der Sicher­heit. Für eine anschlie­ßende Detail­ana­lyse können gezielt Gefähr­dungs­fak­to­ren ausge­wählt werden. Je nach indi­vi­du­el­ler Situa­tion beträgt die Dauer der Gefähr­dungs­er­mitt­lung durch­schnitt­lich 35 Minu­ten.

Inhalt­lich sind verschie­dene Module wähl­bar. Zum Beispiel:

  • Inner­be­trieb­li­cher Verkehr,
  • Kurier-, Express- und Paket-/Postdienste,
  • Psychi­sche Belas­tung, Bean­spru­chung, Stress,
  • Fahren mit Sonder­rech­ten,
  • Sichere Schul­wege.

Mit GUROM können alle Gefähr­dun­gen erfasst werden, die direkt oder indi­rekt die Verkehrs­si­cher­heit beein­flus­sen. Dazu zählen Witte­rungs­ein­flüsse, Fahr­ten bei Nacht oder widrige Stra­ßen­ver­hält­nisse ebenso wie indi­vi­du­elle Arbeits­be­din­gun­gen, etwa lange Arbeits­zei­ten, Stress oder Schicht­ar­beit. Auch die persön­li­che Situa­tion wie zum Beispiel privat-berufliche Doppel­be­las­tung kann die Verkehrs­si­cher­heit gefähr­den.

All diese Infor­ma­tio­nen flie­ßen in ein Gefähr­dungs­pro­fil ein, welches für jeden Teil­neh­men­den erstellt wird und nur ihm zugäng­lich ist. Aus den zusam­men­ge­fass­ten, anony­mi­sier­ten Anga­ben der Beschäf­tig­ten wird ein Unter­neh­mens­pro­fil erstellt. In den Profi­len werden für jeden kriti­schen Gefähr­dungs­fak­tor pass­ge­naue Maßnah­men vorge­schla­gen.

Daten­bank mit vielen Empfeh­lun­gen

Die verhältnis- und verhal­tens­ori­en­tier­ten Inter­ven­ti­ons­maß­nah­men, die GUROM vorschlägt, stam­men aus einer stän­dig wach­sen­den Daten­bank mit derzeit über 1.100 Einträ­gen. Die Maßnah­men reichen vom Sicher­heits­trai­ning über spezi­elle Schu­lun­gen bis hin zu Empfeh­lun­gen zur Opti­mie­rung der Arbeits­or­ga­ni­sa­tion und der Sicher­heits­kul­tur im Unter­neh­men.

Sofern Maßnah­men nicht direkt in Abspra­che mit den jewei­li­gen Anbie­tern durch­ge­führt werden, bera­ten Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter des DVR und der Univer­si­tät Jena bei Fragen der Umset­zung. Der DVR unter­stützt auch bei der Imple­men­tie­rung von Maßnah­men. Eine erneute Teil­nahme an GUROM zu einem späte­ren Zeit­punkt ist sinn­voll, um die Wirk­sam­keit der einge­lei­te­ten Maßnah­men zu prüfen. So lassen sich Verschie­bun­gen der Gefah­ren auf andere Berei­che erken­nen, mögli­che neue Gefähr­dun­gen aufde­cken und bei Bedarf kann gezielt nach­ge­steu­ert werden.

Weitere Infor­ma­tio­nen gibt es unter

www.gurom.de

www.deinewege.info

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