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60 Millio­nen Masken höchs­ter Quali­tät

Made in Germany
60 Millio­nen Masken höchs­ter Quali­tät

Foto: Maschinensucher.de
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Mit deut­scher Inge­nieurs­kunst aus der Krise. Aufgrund der Masken­not in Europa entwi­ckelt ein deut­scher Maschi­nen­bauer eine Maschine zur Masken­pro­duk­tion. 60 Millio­nen Masken höchs­ter Quali­tät produ­ziert die Maschine pro Jahr. Es braucht nur 200 dieser Maschi­nen, um den deut­schen Masken-Bedarf zu decken.



Seit letz­ter Woche gilt die bundes­weite Masken­pflicht. Schät­zun­gen des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zu Folge braucht Deutsch­land kurz­fris­tig 12 Milli­ar­den Masken, um das Arbei­ten, Einkau­fen und Busfah­ren mit Mund­schutz zu ermög­li­chen. Herge­stellt werden sollen die Masken vor allem in der Bundes­re­pu­blik. Viele Textil­be­triebe haben deshalb bereits umge­stellt und produ­zie­ren OP-Masken und wieder­ver­wend­ba­ren Mund­schutz.
 
Die Firma MBL Maschi­nen­bau GmbH aus Leip­zig hat jetzt eine Maschine entwi­ckelt, mit der 60 Millio­nen Masken pro Jahr herge­stellt werden können. Der Preis liegt zwischen 180.000 Euro für die einfa­che „Mund-Nasen-Maschine“ mit einer nur teil­au­to­ma­ti­sier­ten Verpa­ckungs­ein­heit, bis zu 450.000 Euro für die FFP3-Maskenproduktionslinie mit einer voll­au­to­ma­ti­sier­ten Verpa­ckungs­ein­heit. FFP1 und FFP2-Maskenproduktionslinien werden natür­lich auch ange­bo­ten.
 
„Alleine in den letz­ten vier Wochen haben wir über 1.000 Kaufan­fra­gen für Maschi­nen zur Masken­pro­duk­tion vermit­telt“, sagt Thors­ten Musch­ler, Grün­der und Geschäfts­füh­rer von Maschinensucher.de, Euro­pas größ­tem Markt­platz für Indus­trie­ma­schi­nen. „Die MBL Maschi­nen­bau GmbH hat bereits zwei Anla­gen ins Ausland verkauft und hat über 20 Bestel­lun­gen vorlie­gen.“
 
Das Leip­zi­ger Unter­neh­men entwi­ckelt mit einem Part­ner zudem einen neuen Masken-Stoff. „Wir arbei­ten mit einem zerti­fi­zier­ten Vlies­her­stel­ler zusam­men, der eine fair bepreiste Alter­na­tive zum Stan­dard Meltblown Vlies entwi­ckelt hat,“ erläu­tert Marc Martin, Geschäfts­füh­rer der MBL Maschi­nen­bau. Zudem fördert der Staat den Ausbau von vorhan­de­nen Produk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten. So soll noch dieses Jahr Vlies für mehr als vier Milli­ar­den OP-Masken produ­ziert werden. 
 
Masken werden nicht mehr als 49 Cent kosten
 
Auf dem Online-Marktplatz des Esse­ner Unter­neh­mens Maschinensucher.de bieten neben der MBL Maschi­nen­bau weitere Händ­ler und Herstel­ler Maschi­nen zur Masken­pro­duk­tion an. Die Firma TP2Point0 GmbH aus Fron­ten­hau­sen kauft Maschi­nen in China und berei­tet diese für den euro­päi­schen Markt auf. „Solche Maschi­nen kosten – abhän­gig von der Liefer­zeit – zwischen 250.000 und 350.000 Euro,“ erläu­tert Maschinensucher.de-Gründer Musch­ler, einer der führen­den Exper­ten für Indus­trie­ma­schi­nen in Europa.
 
Gege­ben den Aufbau signi­fi­kan­ter Kapa­zi­tä­ten erwar­tet Thors­ten Musch­ler, dass der Preis pro FFP2-Maske wieder unter 50 Cent fallen wird. „Vor der Krise war der Preis unge­fähr 45 Cent pro Stück. Zum Höhe­punkt wurden FFP2-Masken für 10 bis 15 Euro verkauft. Aber Inno­va­tio­nen in der Produk­tion, Skalen­ef­fekte und der zu erwar­tende Wett­be­werb werden den Preis fast so schnell fallen lassen, wie er gestie­gen ist,“ erklärt Musch­ler. „Eine Maschine kostet ca. 300.000 Euro. Mit dieser kann man in fünf Jahren bis zu 300 Millio­nen Masken produ­zie­ren. Die Maschi­nen­kos­ten pro 1.000 Masken betra­gen also nur 1 Euro, pro Maske nur 0,1 Cent“, rech­net Thors­ten Musch­ler vor und fügt hinzu, dass auch „die Vlies-Preise wieder fallen werden.“

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