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Unbrauchbare Zertifikate für Atemschutzmasken

Persönliche Schutzausrüstung
Achtung: Unbrauch­bare Zerti­fi­kate für Atem­schutz­mas­ken

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Die abge­bil­de­ten acht „Zerti­fi­kate“ (viel­fach solche und ähnli­che der italie­ni­schen Prüf­stelle ECM Ente Certi­fi­ca­zione Macchine (EU-Nummer 1282)) „über­schwem­men“ zurzeit den euro­päi­schen Markt. Mithilfe dieser vermeint­li­chen „Beschei­ni­gun­gen“ versu­chen momen­tan diverse Anbie­ter, ihre nicht mit den EU-Vorschriften konfor­men Atem­mas­ken in Europa verkehrsfä­hig zu machen.


Zum Thema falsche, gefälschte sowie nicht gültige Zerti­fi­kate: Lesen Sie auch den umfang­rei­chen Beitrag „Verdäch­tige Zerti­fi­kate für Atem­schutz­mas­ken und weitere PSA“ der ESF – Euro­pean Safety Fede­ra­tion

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Die Crux ist, dass ECM keine Zulas­sung zur Prüfung von Persön­li­chen Schutz­aus­rüs­tun­gen (PSA) besitzt, sondern (unter ande­rem) nur Medi­zin­pro­dukte testen darf. Die Zerti­fi­kate täuschen aller­dings vor, dass die benann­ten Produkte nach der Norm EN 149 für filtrie­rende Halb­mas­ken in Über­ein­stim­mung mit der euro­päi­schen PSA-Verordnung (EU) 2016/425 getes­tet und für konform erklärt werden. Doch das kann defi­ni­tiv nicht sein!

Wir warnen alle Händ­ler und Vertrei­ber von PSA ausdrück­lich davor, diesen Zerti­fi­ka­ten Glau­ben zu schen­ken. Es sind Falsi­fi­kate. Wer die betref­fen­den Produkte wider besse­res Wissen als PSA an seine Kunden verkauft, macht sich zum einen straf­bar und zum ande­ren auch scha­den­er­satz­pflich­tig.

Auch die Euro­pean Safety Fede­ra­tion (ESF) warnt in glei­cher Weise vor den gefähr­li­chen „Zert­fi­ka­ten“. Sie erhielt von dem italie­ni­schen Verband Asso­sis­tema die Infor­ma­tion, dass die von der italie­ni­schen Regie­rung benannte natio­nale italie­ni­sche Akkre­di­tie­rungs­stelle ACCREDIA im Einver­neh­men mit dem italie­ni­schen Indus­trie­mi­nis­te­rium einen Brief an alle zuge­las­se­nen Zerti­fi­zie­rungs­stel­len in Italien geschickt hat. In dem Schrei­ben wird erklärt, dass die Art von Zerti­fi­ka­ten, wie sie derzeit häufig anzu­tref­fen sind, nicht gestat­tet und irre­füh­rend ist und dass die betei­lig­ten Zerti­fi­zie­rungs­stel­len wie ECM, Celab und ISET im Falle einer Wieder­ho­lung dieser Praxis mit dem Entzug ihrer Akkre­di­tie­rung rech­nen müssen. Dies ist sicher­lich ein guter Schritt vorwärts, aber noch immer erhal­ten die euro­päi­schen Fach­ver­bände jeden Tag neue Beispiele von verschie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen, die angeb­li­che „CE-Zertifikate“ ausstel­len.

 

Autor: Thomas Vier­haus
Haupt­ge­schäfts­füh­rer, VTH Verband Tech­ni­scher Handel e.V.

www.vth-verband.de

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