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Hydraulik-Schlauchleitungen leiden unter den Klimaextremen

Hydraulik-Schlauchleitungen
Auch Arbeitsmittel leiden unter den Klimaextremen

Der Technische Handel rät zu außerordentlichen Überprüfungen von Hydraulik-Schlauchleitungen z. B. nach starken Beanspruchungen, nach Unfällen, nach längeren Zeiträumen der Nichtbenutzung sowie starker UV-Strahlung und besonderen Naturereignissen. Foto: VTH / Kollaxo

Hydraulik-Schlauch­leitun­gen sind im Betrieb vie­len Ein­flüssen aus­ge­set­zt, die zu ein­er Rei­he von Gefährdun­gen führen kön­nen. Zu diesen gehören das Ver­spritzen von Hydraulik­flüs­sigkeit unter hohem Druck infolge von Undichtheit, Beschädi­gung oder Abriss der Leitung bzw. auf­grund ein­er Demon­tage von Kom­po­nen­ten unter Druck sowie peitschende und schla­gende Leitun­gen bei Druckim­pulsen, Gefahrstof­fwirkun­gen der Hydraulik­flüs­sigkeit­en und Brandge­fahr bei deren Aus­tritt. Deshalb schreibt der Geset­zge­ber gemäß Arbeitss­chutzge­setz vor, sie vor der erst­ma­li­gen Nutzung und danach in fest­gelegten Zeitab­stän­den wiederkehrend zu prüfen (detail­liert geregelt gemäß § 14 Betrieb­ssicher­heitsverord­nung, kurz: BetrSichV).

Fünf Anlässe für außerordentliche Überprüfungen

Eine Prü­fung sollte in beson­deren Sit­u­a­tio­nen auch außer­halb der Prüf­fris­ten erfol­gen. Darauf macht der VTH Ver­band Tech­nis­ch­er Han­del e.V. aufmerk­sam. Ver­an­las­sung zu außeror­dentlichen Über­prü­fun­gen von Hydraulik-Schlauch­leitun­gen beste­ht beispielsweise:

  • nach Unfällen
  • nach Verän­derung des Ortes der Aufstellung
  • nach län­geren Zeiträu­men der Nichtbenutzung
  • nach starken Beanspruchun­gen wie zum Beispiel Kol­li­sio­nen, Natur­ereignis­sen, Über­hitzun­gen, erhöht­en Druckstößen
  • auf­grund äußer­er Ein­flüsse wie Schwingung, Feuchtigkeit, Ver­schmutzung durch Öl oder UV-Strahlung

Klimaextreme können Schlauchleitungen stark zusetzen

„Trock­en- und Hitzephasen mit stark­er Sonnenein­wirkung und ander­er­seits Starkre­gen oder Über­flu­tun­gen, wie wir sie heute erleben müssen, drän­gen alle Anwen­der zu beson­der­er Vor­sicht und sind Grund genug, die reg­ulären Prüf­fris­ten zu verkürzen“, rät Hart­mut Schmitz, Vor­sitzen­der der VTH-Fach­gruppe „Schlauch- und Arma­turentech­nik” (SAT).

Vor­gaben für den sicheren Betrieb von Hydraulik-Schlauch­leitun­gen enthält die DGUV-Regel 113–020 (ehe­mals BGR 237).

Pflicht: Gefährdungsbeurteilung und befähigte Personen

Art und Umfang der Prü­fung von Hydraulik-Schlauch­leitun­gen legt der Anwen­der selb­st auf Grund der von ihm verpflich­t­end durchzuführen­den Gefährdungs­beurteilung fest. Die Beurteilung ist laut Arb­SchG §§ 5+6 sowie Betr­SichV § 3 und auch nach der DGUV Vorschrift 1 (ehe­mals BGV-A1) § 3 vorgeschrieben. Vor­be­haltlich konkreter Her­steller­vor­gaben sind Inter­valle von zwölf Monat­en (nor­male Anforderung) oder sechs Monat­en (erhöhte Anforderung) üblich.

Die Prü­fun­gen müssen von „zur Prü­fung befähigten Per­so­n­en“ gemäß TRBS 1203 durchge­führt wer­den, und die Ergeb­nisse sind in ein­er Prüf­bescheini­gung gemäß TRBS 1201 zu doku­men­tieren. Über solche geeigneten Prüfer ver­fü­gen die spezial­isierten SAT-Betriebe im Tech­nis­chen Han­del, die von der Beruf­sgenossen­schaft Rohstoffe und chemis­che Indus­trie (BG RCI) seit nun­mehr 18 Jahren in den rechtlichen Grund­la­gen aus­ge­bildet wer­den. Seit 2011 wer­den die spez­i­fis­chen Fragestel­lun­gen und Muster­vor­la­gen für diesen Pro­duk­t­bere­ich im Arbeit­skreis „Hydraulik-Schlauch­leitun­gen“ besprochen und bear­beit­et. Eine Fach­händler-Daten­bank ermöglicht eine unkom­plizierte Kontaktaufnahme:
www.vth-verband.de/mitgliederverzeichnis.

Weit­ere Tipps zum Betrieb von Schlauch­leitun­gen find­en sich auf  www.sichere-schlauchleitung.de.

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