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BG BAU: Jede Qualifizierung stärkt den Arbeitsschutz

Arbeitsschutz-Meister fallen nicht vom Himmel

Arbeitsschutz ist eine Führungsaufgabe. (Foto: © Ivanko80 – stock.adobe.com)
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Beruf­li­che Quali­fi­zie­rung bietet Chan­cen für mehr Sicher­heit und Gesund­heit am Arbeits­platz. Denn nur wer die Gefah­ren und Risi­ken bei der Arbeit kennt, kann ihnen begeg­nen. Daher kann auch die Meis­ter­prü­fung sinn­voll sein, so die Berufs­ge­nos­sen­schaft der Bauwirt­schaft (BG BAU) anläss­lich der Diskus­sion um eine Wieder­ein­füh­rung der Meis­ter­pflicht.

Im Jahr 2004 wurde die Meis­ter­pflicht in bestimm­ten Bauhand­wer­ken abge­schafft, um den Zugang zu Hand­werks­be­ru­fen zu erleich­tern. Dies ist zwar gelun­gen, hat aber auch zu Verän­de­run­gen in den Unter­neh­mens­struk­tu­ren geführt. Solo-Selbstständige und klei­nere Betriebe nahmen erheb­lich zu, bei so manchen ist aller­dings der Arbeits­schutz auf der Stre­cke geblie­ben. „Gerade bei Gewer­ken mit beson­de­ren Gefähr­dun­gen müssen die Beschäf­tig­ten über siche­res und gesun­des Arbei­ten Bescheid wissen,“ so Klaus-Richard Berg­mann, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der BG BAU. „Arbeits­schutz ist damit eine wich­tige Führungs­auf­gabe! Die Meis­ter­aus­bil­dung kann helfen, fehlen­des Wissen an die Beschäf­tig­ten zu vermit­teln, sodass diese mit Risi­ken und Gefähr­dun­gen am Arbeits­platz umge­hen können.“

Denn die Arbeitsunfall- und die Berufs­krank­hei­ten­zah­len sind in der Baubran­che nach wie vor hoch. „Allein im Jahr 2018 star­ben 446 Versi­cherte der BG BAU an den Folgen einer Berufs­krank­heit“, so Berg­mann weiter. „Viele Erkran­kun­gen lassen sich auf den unsach­ge­mä­ßen Umgang mit Gebäu­de­schad­stof­fen zurück­füh­ren. So lauern unsicht­bare Gefah­ren wie Asbest in alten Putzen, Spach­tel­mas­sen oder Flie­sen­kle­bern, quarz­hal­tige Stäube können zu Staub­lun­gen­er­kran­kun­gen führen. Fliesen‑, Estrich- und Parkett­le­ger sowie Werk­stein­her­stel­ler sind diesen Gefah­ren bei der Arbeit ausge­setzt. Sie müssen über notwen­dige Präven­ti­ons­maß­nah­men Bescheid wissen.

Jede Quali­fi­zie­rung in diesen Gewer­ken trägt daher zu einer siche­re­ren Arbeits­um­ge­bung bei und schützt zudem Bewoh­ner und Anwoh­ner. Der fach­ge­rechte Umgang mit gewer­ke­spe­zi­fi­schen Risi­ken und Gefahr­stof­fen ist bereits heute wich­ti­ger Bestand­teil in Meis­ter­prü­fungs­ord­nun­gen. Berg­mann: „In einer mögli­chen Wieder­ein­füh­rung der Meis­ter­plicht bei bestimm­ten Gewer­ken wie beispiels­weise Werk­stein­her­stel­ler, Fliesen‑, Estrich- und Parkett­le­ger sehen wir zugleich die Chance, den Arbeits­schutz in den Meis­ter­prü­fungs­ord­nun­gen noch stär­ker zu veran­kern.“

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