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Corona-Infektionen beim Neubau am Frankfurter Flughafen

Terminal 3 am Frankfurter Flughafen
Corona-Infektionen beim Neubau

Foto: © alex.pin - stock.adobe.com
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Unbe­dingt „Corona-safe“ bauen: Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat eindring­lich davor gewarnt, Abstands- und Hygie­ne­re­geln auf Baustel­len zu igno­rie­ren. Die Gewerk­schaft berich­te­tete vor Kurzem in diesem Zusam­men­hang von Corona-Infektionen auf Deutsch­lands größ­ter Baustelle am Frank­fur­ter Flug­ha­fen. Dort sind beim Neubau vom Termi­nal 3 in der ersten August­wo­che nach IG BAU-Informationen bislang 15 Bauar­bei­ter posi­tiv auf das Covid-19-Virus getes­tet worden.

Es handele sich hier­bei um Baube­schäf­tigte zweier Subun­ter­neh­men, die Schalungs- und Eisen­flecht­ar­bei­ten gemacht hätten, so die Bau-Gewerkschaft.

IG BAU-Chef Feiger hatte schon vorher eine „sinkende Corona-Disziplin auf dem Bau“ kriti­siert: „Viele Bauun­ter­neh­men igno­rie­ren die Corona-Gefahr, indem sie zum alten Trott zurück­keh­ren.“ Der Zentral­ver­band des Deut­schen Bauge­wer­bes (ZDB) hatte darauf­hin die Situa­tion herun­ter­ge­spielt und verlau­ten lassen, man trage „Sorge dafür, dass im Arbeits­all­tag die gebo­te­nen Abstands- und Hygie­ne­vor­schrif­ten einge­hal­ten werden können“. Genau dies stehe aller­dings im Wider­spruch zu dem, was die IG BAU Tag für Tag auf den Baustel­len fest­stelle, sagt der Arbeitsschutz-Experte der Gewerk­schaft, Gerhard Citrich.

Gefähr­lich sind insbe­son­dere Pausen, bei denen Bauar­bei­ter dicht an dicht im Bauwa­gen sitzen. Ebenso Sammel­trans­porte zu Baustel­len mit dem Bulli. Die sind bei vielen Firmen schon wieder oder immer noch gang und gäbe“, berich­tet Citrich.

Auch die Hygiene sei auf vielen Baustel­len ein enor­mes Problem: „Oft haben Bauar­bei­ter nicht einmal die Möglich­keit, sich am Wasch­be­cken mit flie­ßen­dem Wasser und Seife die Hände zu waschen. Von Desin­fek­ti­ons­mit­tel­spen­dern ganz zu schwei­gen“, berich­tet der IG BAU-Arbeitsschutz-Experte.

Zudem sei die Unter­brin­gung von Bauar­bei­tern – insbe­son­dere bei Werk­ver­trags­be­schäf­tig­ten – ein „dunk­les Kapi­tel“. Gerade auch hier lauere „ein enor­mes Risiko einer Corona-Infektion“.

Die IG BAU kündigte an, diese Defi­zite mit den Arbeit­ge­bern inten­siv bespre­chen zu wollen. Voraus­sicht­lich Ende August tref­fen sich IG BAU sowie die Arbeit­ge­ber­ver­bände von Bauhand­werk (ZDB) sowie Bauin­dus­trie (HDB) zur Schlich­tung in der fest­ge­fah­re­nen Tarif­runde für das Bauhaupt­ge­werbe. Dabei soll es neben der Lohn­for­de­rung der IG BAU von 6,8 Prozent auch um die Fahr­ten zur Baustelle gehen: Die Wege­zeit werde hier insbe­son­dere auch vor dem Hinter­grund der in der Corona-Pandemie gemach­ten Erfah­run­gen zur Spra­che kommen.

https://igbau.de

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