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Studie des Fraunhofer IAO zu Corona-bedingten Homeoffice-Erfahrung

Studie des Fraunhofer IAO
Corona-bedingte Homeoffice-Erfahrung

Foto: © - stock.adobe.com
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Welche Erken­nt­nisse für unser zukün­ftiges Arbeit­en haben sich aus der Son­der­si­t­u­a­tion des Lock­downs ergeben? Die web­basierte Befra­gung »Home­of­fice Expe­ri­ence« des Fraun­hofer IAO, die im Rah­men des Ver­bund­forschung­spro­jek­ts OFFICE 21 durchge­führt wurde, zeigt die Ergeb­nisse der Arbeitssi­t­u­a­tion im Home­of­fice auf und prog­nos­tiziert zukün­ftige Verän­derun­gen der Arbeitswelt.

Schon vor der Coro­na-Pan­demie war das Arbeit­en von zu Hause aus in der Organ­i­sa­tion­skul­tur einiger Unternehmen fest ver­ankert. Für andere Unternehmen stellte es jedoch ein Novum dar. Ob in der dig­i­tal­en Trans­for­ma­tion schon vor­angeschrit­ten oder nicht – für alle Unternehmen stellte der Lock­down und der damit ver­bun­dene flächen­deck­ende Ein­satz des Home­of­fice eine große Her­aus­forderung dar. Aus dieser Aus­nahme­si­t­u­a­tion haben die Wissenschaftler*innen des Fraun­hofer-Insti­tuts für Arbeitswirtschaft und Organ­i­sa­tion IAO in der neuen Studie »Home­of­fice Expe­ri­ence – Eine empirische Unter­suchung aus Nutzer­sicht während der Coro­na-Pan­demie« wichtige Schlüsse für die Gestal­tung der zukün­fti­gen Arbeitswelt ziehen kön­nen. Der Ver­gle­ich zwis­chen den zwei Arbeitsmod­ellen Home­of­fice und Arbeit­en im Büro wird in Zukun­ft unser ständi­ger Begleit­er sein und somit maßge­blich zu ein­er Entschei­dung der Mitar­bei­t­en­den für einen bes­timmten Arbeit­sort beitra­gen. Daher ist es wichtig, die zwei Arbeitsmod­elle möglichst erfol­gver­sprechend zu vere­inen und dadurch die Vorteile bei­der Seit­en zu nutzen. Die Ergeb­nisse der Studie geben Auf­schluss darüber, welche möglichen Ansatzpunk­te zur Durch­führung dieses Wan­dels herange­zo­gen wer­den können.

Das Homeoffice ist kein Selbstläufer, Erfolgskennzahlen verändern sich im Zeitverlauf

Durch das Home­of­fice bieten sich nicht nur den Unternehmen, son­dern auch den Mitarbeiter*innen neue Möglichkeit­en der räum­lichen und zeitlichen Flex­i­bil­ität. Vor allem die räum­liche Unab­hängigkeit fördert dabei die Kreativ­ität und Pro­duk­tiv­ität. Schaut man sich diese Erfol­gs­fak­toren jedoch im Zeitver­lauf an, zeigt sich Fol­gen­des: In den ersten vier Wochen im Home­of­fice scheint es einen Man­gel an aus­re­ichen­den Infor­ma­tio­nen und eine gerin­gere Arbeit­sleis­tung gegeben zu haben. Im weit­eren Ver­lauf der Pan­demie steigen bei­de Fak­toren zunächst an und nehmen dann wieder kon­stant ab. Die langfristige Aufrechter­hal­tung der bei­den Erfol­gs­fak­toren im Home­of­fice weist also noch Verbesserungspoten­zial auf.

Mangel an Konzentrationsmöglichkeiten im Büro

Die Arbeitnehmer*innen kön­nen nach eigen­er Ein­schätzung im Home­of­fice und im Büro ähn­lich pro­duk­tiv arbeit­en. Trotz­dem ist nicht jed­er Arbeit­sort für jede Tätigkeit gle­ich gut geeignet. »Vor allem die konzen­tri­erte Einze­lar­beit kann im Home­of­fice deut­lich bess­er durchge­führt wer­den, was auf einen Man­gel an Möglichkeit­en zur Konzen­tra­tion im Büro hin­weist. Hier gibt es also einen konkreten Hand­lungs­be­darf«, sagt Mile­na Bock­stahler, Wis­senschaft­lerin am Fraun­hofer IAO.

Für eine gute Konzen­tra­tion sind jedoch noch weit­ere Fak­toren im Home­of­fice rel­e­vant. So zeigt sich vor allem ein Unter­schied in der Arbeit­sleis­tung zwis­chen Per­so­n­en, die Fam­i­lien­ange­hörige betreuen und denen, die keine Betreu­ungsauf­gabe haben. Die Per­so­n­en mit zusät­zlich­er Belas­tung sind dabei nicht nur weniger pro­duk­tiv, son­dern arbeit­en auch deut­lich häu­figer außer­halb der geregel­ten Arbeitszeit.

Was wird zum New Normal?

Die Rolle des Büros – die bere­its vor der Pan­demie in einem Wan­del war — hat sich durch den flächen­deck­enden Ein­satz des Home­of­fice noch stärk­er verän­dert. Bere­its existierende Anforderun­gen an das Büro wer­den somit noch ein­mal durch vol­lkom­men neu ent­standene Bedürfnisse ergänzt. Gle­ichzeit­ig wur­den auch neue Bedürfnisse im Zuge der schla­gar­ti­gen Verän­derung der Arbeitswelt iden­ti­fiziert, die die Anforderung an das Büro noch vielschichtiger wer­den lässt. Nur wenn diese Anforderun­gen erfüllt wer­den, dann stellt das Büro eine geeignete Alter­na­tive zum Home­of­fice dar. Es müssen also sowohl in den eige­nen vier Wän­den als auch im Büro die besten Voraus­set­zun­gen für unter­schiedliche Tätigkeit­en geschaf­fen und die jew­eili­gen Vorteile der Arbeitsmod­elle stärk­er her­aus­gear­beit­et werden.

Die kom­plette Studie find­en Sie zum kosten­losen Down­load hier.

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