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Deutsche Bewegungsmuffel - Immer weniger körperliche Aktivitäten

DKV-Report 2018
Deutsche bleiben Bewegungsmuffel

Mehr Bewegung im Sinne der Gesundheit sollte schon sein. Foto: © FotoAndalucia - stock.adobe.com
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Bewe­gungs­man­gel wird zu einem immer größeren Prob­lem in Deutsch­land. Waren es laut DKV-Report 2010 noch 60 Prozent, die den Richtwert für kör­per­liche Aktiv­ität erre­icht­en, kön­nen sich mit aktuell 43 Prozent nicht ein­mal mehr die Hälfte aller Deutschen für aus­re­ichend Bewe­gung begeistern. 

Damit ebnen Bewe­gungsmuf­fel den Weg für viele zivil­i­sa­tions­be­d­ingte Erkrankun­gen wie Rück­en­schmerzen, Übergewicht, Bluthochdruck, ver­schiedene Kreb­sarten und Dia­betes Typ II.

Man­gel­nde kör­per­liche Aktiv­ität wirkt sich aber nicht nur neg­a­tiv auf die kör­per­liche Gesund­heit aus, son­dern auch auf das sub­jek­tive Wohlbefind­en und den Stressabbau.

Gruppenaktivitäten im Trend

So zeigt etwa der „World­wide Sur­vey of Fit­ness Trends for 2018“, die jährlich erscheinende, weltweite Umfrage durch US-Sporthochschulen und ‑ver­bände zum The­ma Fit­ness-Trends , motivierende Alter­na­tiv­en auf. Während klas­sis­che Train­ings­for­men wie Joggen, Rad­fahren oder Schwim­men, denen für gewöhn­lich allein nachge­gan­gen wird, im aktuellen Jahr weniger Rel­e­vanz haben, erleben Grup­pe­nak­tiv­itäten 2018 einen neuen Pop­u­lar­itätss­chub. Die konkrete sportliche Diszi­plin ist dabei nicht definiert, es kann – je nach Gus­to und Alters­gruppe – von Spin­ning über Aer­o­bic bis hin zum Tanzkurs alles sein.

Lange Sitzzeit­en: Fernse­her und Arbeit als Treiber für Sitzenbleiber 

Die Deutschen sitzen wieder länger: Nach ein­er leicht­en Verbesserung 2016 legt die Sitz­dauer um täglich 30 Minuten auf 7,5 Stun­den wieder zu. „Forschungsergeb­nisse deuten darauf hin, dass lange und wenig unter­broch­ene Sitzzeit­en das Risiko für die Entste­hung von zahlre­ichen Zivil­i­sa­tion­serkrankun­gen erhöhen kön­nen,“ so Ingo Froböse, Pro­fes­sor an der Deutschen Sporthochschule in Köln und wis­senschaftlich­er Leit­er des DKV-Reports. „Diese neg­a­tiv­en gesund­heitlichen Effek­te sind nur durch ein sehr hohes Maß an kör­per­lich­er Aktiv­ität wieder auszugleichen.“

Die Kom­bi­na­tion der Viel­sitzer (mehr als acht Stun­den pro Tag) mit den kör­per­lich inak­tiv­en Per­so­n­en der Befra­gung macht deut­lich, dass hier fast jed­er Dritte die neg­a­tiv­en Effek­te im Hin­blick auf eine gesunde Lebens­führung noch ver­stärkt. Ins­ge­samt 28 Prozent der Befragten out­en sich sowohl als Viel­sitzer als auch Bewegungsmuffel.

Fast jed­er Dritte sitzt während der Arbeit zwis­chen vier bis sechs und mehr Stun­den täglich. Dies bet­rifft vor allem jün­gere Men­schen. „Ein gesun­des Ver­hält­nis zu Bewe­gung fängt bere­its im Kinde­salter an. Ger­ade in Kindergärten und Schulen müssen wir das Aktiv­itätsver­hal­ten prä­gen“, sagt Clemens Muth, Vor­standsvor­sitzen­der der DKV. „Das große Ein­maleins der kör­per­lichen Aktiv­ität ste­ht daher dem Wis­sen über die Geset­zmäßigkeit­en der Schw­erkraft in nichts nach.“

 

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