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Eichenprozessionsspinner

Erken­nen und bekämp­fen

Foto: © Nicole Lienemann - stock.adobe.com
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Der Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner hat sich inzwi­schen deutsch­land­weit auf dem Land, im Wald und in der Stadt verbrei­tet.  Seine bevor­zug­ten Lagen sind warme, trockene und lichte Stel­len an Eichen am Wald­rand. Er befällt auch Einzel­bäume in Sied­lungs­ge­bie­ten. Der Kontakt mit den Raupen oder Gespins­ten sollte auf jeden Fall vermie­den werden, denn er kann schwere aller­gie­ähn­li­che Reak­tio­nen auslö­sen.

Die ab dem drit­ten Larven­sta­dium gebil­de­ten Haare (Brenn­haare) der Raupen können bei Kontakt an Haut- und Schleim­haut irri­ta­tive (reizende) Wirkun­gen (Juck­reiz, Ausschlag, Quad­deln, Bläs­chen der Haut bzw. Entzün­dun­gen an Binde­haut und Rachen­schleim­haut) sowie Atem­not hervor­ru­fen. Auch von den in Raupen­nes­tern vorhan­de­nen Brenn­haa­ren geht eine Gefähr­dung für den Menschen aus. Sie können noch Jahre nach ihrer Bildung, also bei längst verlas­se­nen Nestern, Reizun­gen beim Menschen auslö­sen. Durch Thau­me­to­po­ein werden bei Haut­kon­takt (Raupen­der­ma­ti­tis) toxisch/allergische Reak­tio­nen hervor­ge­ru­fen. In schwe­ren Fällen kann die Reak­tion in einen lebens­be­dro­hen­den anaphy­lak­ti­schen Schock münden.

Je nach Wetter­lage entwi­ckelt die farb­lich gut getarnte Raupe bereits ab April eine Unzahl an gefähr­li­chen, mit Wider­ha­ken verse­he­nen Brenn­haa­ren. Die alten Larven­häute blei­ben nach jeder Häutung in den Nestern am Baum oder am Boden. Von den dort verblie­be­nen Härchen kann noch jahre­lang eine Gefähr­dung ausge­hen. Die Raupen bilden bis zu einen Meter lange Nester, leben gesel­lig und ziehen in langen Reihen zu ihrer Nahrungs­quelle, den Eichen­blät­tern. Meist bleibt danach nur noch die Mittel­rippe der Blät­ter übrig. Tags­über und zur Häutung ziehen sich die Raupen in Nester am Stamm, in Astga­be­lun­gen und an heißen Sonnen­ta­gen auch am Boden im Baum­schat­ten zurück.

Und das ist im Ernst­fall zu tun

  • Verzich­ten Sie auf Holzernte- oder Pfle­ge­maß­nah­men, wenn Raupen­nes­ter erkenn­bar sind.
  • Vermei­den Sie die Nähe von befal­le­nen Bäumen groß­flä­chig.
  • Infor­mie­ren Sie in Sied­lungs­ge­bie­ten und an Wald­we­gen die Baum­ei­gen­tü­mer und die Gemein­de­ver­wal­tung.
  • Raupen und Gespinste nicht berüh­ren.
  • Bei Kontakt sofort duschen, gründ­lich die Haare waschen und Klei­dung wech­seln.
  • Suchen Sie einen Arzt auf, wenn starke oder andau­ernde Krank­heits­sym­ptome auftre­ten.
  • Rufen Sie einen Rettungs­dienst, wenn schwere Reak­tio­nen wie Atem­not oder Schock­zu­stände auftre­ten.
  • Über­las­sen Sie die Bekämp­fung den Fach­kräf­ten.

 

Mehr zum Thema fasst ein Beitrag der SVLFG zusam­men.

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