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Die Ausstellung zeigt die Arbeit derjenigen, die mit dem Tod zu tun haben.

Ausstellung
Eine bewegende Geschichte vom Ende und Anfang

Die Ausstellung gewährt Einblicke in den Alltag derer, für die der Tod alltäglich ist. (© Illustration: Romina Birzer / Fotos: Fabian Heinz (boxfish Film))
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Die DASA Arbeitswelt Ausstel­lung in Dort­mund ist mit ein­er ungewöhn­lichen Präsen­ta­tion in den Herb­st ges­tartet. In „Pia sagt Leb­wohl“ geht es in Dort­mund seit dem 31. Okto­ber um die dun­klen Stun­den des Lebens, aber auch um Erhel­len­des zu Berufen rund um den Tod und Erbaulich­es in Sachen Stärke und Stütze für alle Beteiligten.

Warum ein solch­es Pro­jekt? Der Tod ist für alle Men­schen ein oft ver­drängtes Phänomen und sel­ten in unseren All­t­ag inte­gri­ert. Im Unter­schied dazu set­zen sich zahlre­iche Beschäftigte ständig mit Tod und Ster­ben auseinan­der. Sie sind tagtäglich mit der exis­ten­ziellen Endgültigkeit kon­fron­tiert und müssen sich mit Trauer-Arbeit arrang­ieren. Die DASA beschäftigt sich zwar häu­fig mit Arbeits­be­din­gun­gen, auch unter extremen Bedin­gun­gen, aber dieses The­ma tauchte bis­lang noch nicht auf. Erst­ma­lig ermöglicht die DASA damit einen Zugang zu einem Bere­ich der All­t­ags- und Arbeitswelt, der sich mit der End­phase des Lebens auseinan­der­set­zt.

Eine bege­hbare Geschichte

Das DASA-Ausstel­lung­steam wählte für diese her­aus­fordernde Auf­gabe eine ganz beson­dere Ver­mit­tlungsmeth­ode: Die Besucherin­nen und Besuch­er tauchen in eine erzählte Hand­lung ein, die sie mit fik­tiv­en Ele­menten kon­fron­tiert, dicht ver­woben in ein Netz aus realen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen.

Konkret sieht das so aus: In der Ausstel­lung begleit­en wir Pia, eine 17-jährige Schü­lerin, die mit dem Tod ihrer geliebten Oma Ruth fer­tig wer­den muss. Am Anfang ste­hen die trau­rige Nachricht und der Schock. Doch für eine Bestat­tung müssen viele Dinge geregelt wer­den. Im Ver­lauf der Geschichte trifft der Besuchende gemein­sam mit Pia auf Men­schen, die in ihrem Beruf beina­he täglich mit dem Ster­ben kon­fron­tiert sind. Sie arbeit­en als Pfleger, als Ärztin, im Bestat­tungswe­sen oder in der Trauer­be­gleitung. Wie find­en sie eine Bal­ance zwis­chen emo­tionaler Betrof­fen­heit und pro­fes­sioneller Dis­tanz?

Ein­blicke in Berufe
Die Ausstel­lung gewährt hier ungewöhn­liche Ein­blicke in den All­t­ag der­er, für die der Tod alltäglich ist. Die Besuch­er begleit­en die Job-Profis bei ihrer Arbeit rund um den Tod und ler­nen Strate­gien der Bewäl­ti­gung ken­nen. Dabei geht es um das stetige Span­nungs­feld zwis­chen beru­flichen Vorschriften und moralis­chen Vorstel­lun­gen, zwis­chen Gefühl und Ver­stand. Hier blickt die Ausstel­lung auch auf Errun­gen­schaften des Arbeitss­chutzes und zeigt gesund erhal­tende Maß­nah­men für die Arbeit­nehmerin­nen und Arbeit­nehmer auf.

Eine Abfolge von durchgestal­teten und inter­ak­tiv­en Erleb­nis­räu­men bietet den passenden Rah­men für die szenografis­che Umset­zung. Wir stöbern in Pias Zim­mer eben­so wie wir am Kranken­bett von Oma Ruth ste­hen. Wir machen Aus­flüge in Bestat­tungskul­turen und Rit­uale, in die kün­st­lerische und medi­ale Ver­ar­beitung von Tod und Trauer. Alle Ausstel­lungscharak­tere tre­f­fen beim „Leichen­schmaus“ aufeinan­der. Woran erin­nert man sich – und: Was passiert mit dem Erbe? Am Schluss tre­f­fen wir auf eine gereifte Pia, die ver­standen hat, dass der Tod zum Leben gehört.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zur Ausstel­lung lesen Sie hier.

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