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Erfahrene Mitarbeiter verunglücken häufiger

Absturzunfälle im Handel
Erfahrene Mitarbeiter verunglücken häufiger

Das Arbeiten auf Leitern ist besonders unfallträchtig. (Foto: © mokeeB1 – stock.adobe.com)

Arbeit­en auf Däch­ern und mit Leit­ern sind riskant und wer­den oft unter­schätzt. Zwis­chen 2012 und 2017 verunglück­ten im Han­del 22 Per­so­n­en durch einen Absturz tödlich. Die Beruf­sgenossen­schaft Han­del und Waren­l­o­gis­tik (BGHW) hat tödliche Absturzun­fälle im Han­del aus­gew­ertet. Das Faz­it: Fast jed­er dieser Unfälle wäre mit den richti­gen Sicher­heits­maß­nah­men ver­mei­d­bar gewesen.

Die meis­ten Absturzun­fälle ereigneten sich jedoch nicht bei klas­sis­chen Bauar­beit­en, wie man meinen kön­nte. Unfall­trächtig sind ins­beson­dere Reparatur- und Wartungsar­beit­en auf Däch­ern und das Arbeit­en auf Leit­ern. Betrof­fen sind alle Han­dels­branchen – der Buch­han­del genau­so wie ein Hafen­be­triebe oder Baustoffunternehmen.

Bei den tödlich Verunglück­ten han­delt es sich häu­fig um erfahrene Mitar­beit­er, die schon lange im Betrieb arbeit­en. 73 Prozent sind über 50 Jahre alt, sie arbeit­en meist in Kle­in­stun­ternehmen mit weniger als zehn Mitar­beit­ern (60 Prozent). Meis­tens sind es Per­so­n­en, die mehrere Auf­gaben haben, also Mäd­chen für alles im Betrieb sind. Diese Alters­gruppe unter­schätzt die Gefahren, die mit Arbeit­en in der Höhe ver­bun­den sind. Es fehlt am Wis­sen über die Bege­hbarkeit von Dachflächen. Ins­beson­dere die Tragfähigkeit von Licht­bän­dern und ‑kup­peln wird von Laien häu­fig falsch eingeschätzt.

Arbeit­en auf Leit­ern sind eben­falls Unfallschw­er­punk­te. Häu­fig sind die Nutzer unkonzen­tri­ert, es muss schnell gehen – und schon ist der Stand nicht mehr sta­bil, der Sturz nur eine Frage der Zeit. Schon bei ein­er Höhe von weniger als zwei Metern kön­nen Abstürze von Leit­ern tödlich sein. Dies bet­rifft rund ein Drit­tel der unter­sucht­en Fälle. Die schein­bar geringe Höhe ver­führt zu leichtsin­nigem Han­deln. Bestes Beispiel: Die ver­bre­it­ete Untu­gend, umge­drehte Getränkek­isten als Ersatz für Tritte zu nutzen. Auch ein Sturz aus dieser gerin­gen Höhe kann tödlich enden, und was viele nicht wis­sen: Man kann durch den nur schein­bar sta­bilen Boden durch­brechen und sich schw­er­ste Schnittver­let­zun­gen an Bein und Fuß zuziehen.

Mehr zum The­ma tödliche Absturzun­fälle im Han­del und Empfehlun­gen für das sichere Arbeit­en auf Däch­ern und Leit­ern ste­hen in der neuen Aus­gabe der „BGHW aktuell“ auf bghw.de

 

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