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Warung vor gefälschten Atemschutzprodukten

Warnhinweise
Gefälschte Atem­schutz­pro­dukte

Foto: BGHW
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Im Zuge der Knapp­heit von Atem­schutz­pro­duk­ten versu­chen einige Händ­ler und Impor­teure falsch gekenn­zeich­nete Produkte oder Produkte mit unzu­rei­chen­der Schutz­wir­kung und irre­füh­ren­den Zerti­fi­ka­ten zu verkau­fen.

Es geht hier­bei im Kern um Atem­schutz­mas­ken als persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung, sprich parti­kel­fil­trie­rende Halb­mas­ken FFP1, FFP2 oder FFP3, die nach dem euro­päi­schen Stan­dard bzw. der Norm EN 149 produ­ziert werden und mit dem CE-Kennzeichen verse­hen sind. Vor der Hinter­grund der Mangel­si­tua­tion wurde für den Gesund­heits­be­reich eine Ausnah­me­re­ge­lung erlas­sen, die es erlaubt hat auch Atem­schutz­mas­ken zu verwen­den, die nach außer­eu­ro­päi­schen Stan­dards produ­ziert und geprüft werden. Dazu zähl­ten auch Masken, die nach dem chine­si­schen Stan­dard KN95 produ­ziert und geprüft werden. Diese Masken sind derzeit über­all erhält­lich, zu oft erstaun­lich nied­ri­gen Prei­sen.

Die Prüf­stan­dards für diese Masken sind nicht mit den euro­päi­schen Stan­dards vergleich­bar. Beispiels­weise wird nur der Durch­lass des Masken­ma­te­ri­als nicht aber der Dicht­sitz geprüft. Meist handelt es sich um Atem­schutz­mas­ken, die einen rela­tiv star­ren Masken­kör­per haben, der sich aller­dings den indi­vi­du­ell unter­schied­li­chen Gesichts­kon­tu­ren nur schwie­rig anpas­sen lässt. Bei Atem­schutz­mas­ken, die nicht dicht anlie­gen gelangt die belas­tete Luft dann über die Undich­tig­kei­ten in die Atem­wege.

Seien Sie daher skep­tisch beim Kauf entspre­chen­der Produkte, achten Sie auf eine korrekte Kenn­zeich­nung der Masken und auf eine Konfor­mi­täts­er­klä­rung nebst Prüf­zer­ti­fi­kat einer noti­fi­zier­ten Stelle.

Beson­de­res Augen­merk sollte auf die momen­tan in großer Masse ange­bo­te­nen Produkte mit Zerti­fi­ka­ten der Prüf­stel­len ECM (CE 1282) und ICR (CE 2703) gelegt werden. Die Prüf­zif­fern sind auf den Produk­ten hinter der CE-Kennzeichnung ange­bracht. Diese Prüf­stel­len verfü­gen nicht über die Zulas­sung zur Prüfung von persön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung. Die Zerti­fi­kate haben daher keiner­lei Aussa­ge­kraft.

Bei Nutzung gefälsch­ter Schutz­aus­rüs­tung kann nicht von einer hinrei­chen­den Schutz­wir­kung ausge­gan­gen werden. Beim Einsatz sind daher Gesund­heits­schä­den möglich.

Der Dicht­sitz kann selbst mittels Unter- oder Über­druck über­prüft werden:

  • Bei der Über­druck­prü­fung hält der Nutzer, norma­ler­weise mit den Händen, die Filter­flä­che und ggf. das Ausatem­ven­til der Atem­schutz­maske zu und versucht auszu­at­men. Wenn sich ein gewis­ser Druck aufbaut, tritt keine Luft an den Rändern der Atem­schutz­maske aus.
  • Bei der Unter­druck­prü­fung hält der Nutzer (mit den Händen) die Filter­flä­che und ggf. der Atem­schutz­maske zu und versucht einzu­at­men. Wenn keine Luft an den Rändern eintritt, ist die Maske dicht.

Weitere Infor­ma­tio­nen zu Produkt­war­nun­gen und Infor­ma­tio­nen zu geprüf­tem Atem­schutz erhal­ten Sie unter:

Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin

Euro­päi­sches Warn­sys­tem 

Geprüf­ter Atem­schutz in der DGUV-Zertifikatsdatenbank

Viele weitere Infor­ma­tio­nen und Beispiele für nicht gültige Zerti­fi­kate erhal­ten Sie auf der Seite der Euro­pean Safety Fede­ra­tion.

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