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Lieferkettengesetz

UBA und BMU
Gesetz zu globa­len Liefer­ket­ten

Foto: © kentoh - stock.adobe.com
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Wie können Unter­neh­men in ihren globa­len Liefer­ket­ten den Schutz von Umwelt und Menschen­rech­ten gewähr­leis­ten? Wie kann der Staat sie dabei unter­stüt­zen und welche Vorga­ben sind nötig? Antwor­ten auf diese Fragen bietet eine aktu­elle Studie im Auftrag des Umwelt­bun­des­amts (UBA). Um nach­hal­ti­gere globale Liefer- und Wert­schöp­fungs­ket­ten zu errei­chen, empfiehlt sie einen gesetz­lich veran­ker­ten syste­ma­ti­schen Ansatz zur Risi­ko­früh­erken­nung, Maßnah­men­um­set­zung und Bericht­erstat­tung durch die Unter­neh­men.

UBA-Präsident Prof. Dr. Dirk Mess­ner: „Wir dürfen in Deutsch­land nicht weiter auf Kosten der Umwelt in ande­ren Ländern leben. Daher ist für mich klar: Unter­neh­men müssen ihre Liefer- und Wert­schöp­fungs­ket­ten neu justie­ren und den Schutz von Wasser, Luft und Boden sowie von Klima und Arten­viel­falt in ihre Planun­gen einbe­zie­hen. Umwelt- und Repu­ta­ti­ons­ri­si­ken werden für den lang­fris­ti­gen Erfolg von Unter­neh­men immer rele­van­ter. Gerade auch die Finanz­wirt­schaft berück­sich­tigt zuneh­mend die in den Liefer­ket­ten der Unter­neh­men verbor­ge­nen Risi­ken durch Menschen­rechts­ver­let­zun­gen und Umwelt­zer­stö­run­gen. Inso­fern dürfte es auch im Inter­esse der Unter­neh­men liegen, wenn sie solche Risi­ken früh­zei­tig iden­ti­fi­zie­ren, trans­pa­rent machen und konse­quent verrin­gern – auch wenn es derzeit deut­lich weni­ger als die Hälfte der großen Unter­neh­men tun. Unsere Studie zeigt, dass eine Sorg­falts­pflicht, die auch den Umwelt­schutz in der Liefer­kette umfasst, sowohl prak­tisch als auch recht­lich umsetz­bar ist. Die aktu­elle Umbruchs- und Umstruk­tu­rie­rungs­phase ist eine hervor­ra­gende Chance, die seit langem schwe­len­den Probleme in den Liefer­ket­ten an der Wurzel zu packen.“

Die Studie aus dem Forschungs­vor­ha­ben „Umwelt­be­zo­gene und menschen­recht­li­che Sorg­falts­pflich­ten als Ansatz zur Stär­kung einer nach­hal­ti­gen Unter­neh­mens­füh­rung“ gibt konkrete Empfeh­lun­gen, wie Staat, Verbände, inter­na­tio­nale Orga­ni­sa­tio­nen und die Unter­neh­men selbst die Umset­zung von Sorg­falts­pflich­ten in Liefer- und Wert­schöp­fungs­ket­ten verbes­sern können. Eine der Empfeh­lun­gen ist, im Natio­na­len Akti­ons­plan für Wirt­schaft und Menschen­rechte (NAP) auch den Klima- und Umwelt­schutz zu veran­kern. Auch Branchen- und Multi-Stake­hol­der-Initia­ti­ven soll­ten Menschen­rechts­ver­let­zun­gen und Umwelt­zer­stö­rung gemein­sam ange­hen und tun dies oft auch schon, denn in der Praxis besteht zwischen diesen Themen ein enger Zusam­men­hang. Für Unter­neh­men bedeu­tet dies, dass Menschen­rechte und Umwelt­schutz in der Liefer­kette nicht in getrenn­ten Abtei­lun­gen, sondern vorzugs­weise gemein­sam betrach­tet werden. Wenn zusätz­lich auch bestehende Struk­tu­ren wie ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem für die Umset­zung der Sorg­falts­pflich­ten genutzt werden, lassen sich auch Kosten und Aufwand sparen.

www.uba.de

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