Startseite » Aktuelles »

Homeoffice: Rechte und Pflichten

Aus den BMAS-FAQ
Homeoffice: Rechte und Pflichten

Foto: © goodluz - stock.adobe.com
Anzeige

Home­of­fice für alle, die ihre Auf­gaben auch zuhause erfüllen kön­nen, ist hier ein wichtiges Instru­ment, denn wer im Home­of­fice arbeit­et, schützt damit auch die Kol­legin­nen und Kol­le­gen im Betrieb und muss nicht Bus oder Bahn nutzen. Doch was gilt im Home­of­fice und was kann man tun, wenn es Prob­leme gibt? Hier eine Auswahl der FAQs des BMAS zum Thema.

1. Ist der Arbeit­ge­ber verpflichtet, seine Beschäftigten Home­of­fice anzu­bi­eten? Wer entschei­det die Frage, ob Home­of­fice möglich ist?

Der Arbeit­ge­ber ist verpflichtet, den Beschäftigten anzu­bi­eten, im Fall von Büroar­beit oder ver­gle­ich­baren Tätigkeit­en, die sich dafür eignen, in ihrer Woh­nung (Home­of­fice) auszuführen, sofern zwin­gende betrieb­s­be­d­ingte Gründe dem nicht ent­ge­gen­ste­hen. Die Entschei­dung über die Eig­nung bzw. evtl. ent­ge­gen­ste­hende Gründe trifft der Arbeitgeber.

2. Kön­nen Beschäftigte verpflichtet wer­den, im Home­of­fice zu arbeiten?

Arbeit­en von zu Hause ist auch weit­er­hin an die Zus­tim­mung der Beschäftigten geknüpft. Eine abwe­ichende Fes­tle­gung des ver­traglichen Arbeit­sortes bedarf in jedem Fall ein­er entsprechen­den arbeitsver­traglichen Regelung zwis­chen Arbeit­ge­ber und Beschäftigten oder ein­er Betrieb­svere­in­barung /betriebliche Vere­in­barung. Pri­vater Wohn­raum der Beschäftigten liegt außer­halb der Ein­flusssphäre des Arbeit­ge­bers. (Grun­drecht der Unver­let­zlichkeit der Woh­nung Artikel 13 GG). Home­of­fice ist kein “aus­ge­lagertes Büro”. Auch die häus­lichen Ver­hält­nisse der Beschäftigten (z.B. kein geeigneter Bild­schir­mar­beit­splatz, räum­liche Enge) kön­nen ein­er Arbeit im Home­of­fice entgegenstehen.

3. Welche Möglichkeit­en haben Beschäftigte, wenn Home­of­fice möglich ist, aber der Arbeit­ge­ber dies anders sieht. An wen kön­nen sich Beschäftigte wenden?

Wenn der Arbeit­ge­ber Home­of­fice ver­weigert, obwohl Arbeit­en von zu Hause aus möglich wären, soll­ten die Beschäftigten zunächst mit dem Arbeit­ge­ber darüber sprechen. Sie kön­nen sich auch an ihre betriebliche Inter­essen­vertre­tung (Betriebs- oder Per­son­al­rat) wen­den (sofern vorhan­den) oder Kon­takt mit den Arbeitss­chutzbe­hör­den [PDF, 436KB] aufnehmen (§ 17 Arb­SchG). Auf Ver­lan­gen der Arbeitss­chutzbe­hörde muss der Arbeit­ge­ber die Gründe dar­legen, weshalb Home­of­fice nicht möglich ist.

Weit­ere FAQs zum The­ma find­en Sie hier.

Anzeige
Gewinnspiel

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 3
Ausgabe
3.2021
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 2
Ausgabe
2.2021
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de