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Jeder Zehnte schläft schlechter während der Corona-Pandemie

Corona-Pande­mie
Jeder Zehnte schläft schlech­ter

Foto: © iuricazac - stock.adobe.com
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In Zeiten von Corona schläft jeder Zehnte in Deutsch­land schlech­ter. Das zeigt eine aktu­elle Forsa-Umfrage im Auftrag der Tech­ni­ker Kran­ken­kasse (TK), für die im Mai bevöl­ke­rungs­re­prä­sen­ta­tiv 1.000 Menschen befragt wurden. Eine große Mehr­heit (90 Prozent) verzeich­net keine Verschlech­te­rung. Wer in der aktu­el­len Pande­mie­si­tua­tion jedoch häufig unter Stress steht, ist deut­lich stär­ker betrof­fen: In dieser Gruppe der Befrag­ten raubte Corona – im Vergleich zur Zeit vor der Pande­mie – jedem Vier­ten den Schlaf (25 Prozent).

Die Daten zeigen, dass die Pande­mie­zeit – gerade wenn sie mit einem hohen Stress­le­vel für die Menschen einher­geht – auch den Schlaf nega­tiv beein­flus­sen kann. Dabei ist ausrei­chen­der und erhol­sa­mer Schlaf ein wich­ti­ger Baustein psychi­scher und physi­scher Gesund­heit. Der Körper rege­ne­riert beim Schla­fen und ist am nächs­ten Tag wieder leis­tungs­fä­hig“, erklärt Dr. Jens Baas, Vorstands­vor­sit­zen­der der TK. „Was sich zunächst einfach anhört, ist jedoch ein sehr komple­xer neuro­phy­sio­lo­gi­scher Vorgang, bei dem wich­tige Prozesse unter ande­rem für die Rege­ne­ra­tion oder die Gedächt­nis­bil­dung ablau­fen“, so Baas. Dauer­haft schlech­ter Schlaf stört diese Prozesse und kann lang­fris­tig die Gesund­heit beein­träch­ti­gen. So können Schlaf­stö­run­gen mit einem erhöh­ten Risiko für Depres­sio­nen und Angst­stö­run­gen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabe­tes melli­tus Typ 2 und Adipo­si­tas einher­ge­hen.

Fast zwei Drit­tel der Erwach­se­nen schla­fen gut

Insge­samt sind jedoch viele Frauen und Männer mit ihrem Schlaf zufrie­den. Das belegt eine weitere Forsa-Umfrage im Auftrag der TK, die im Dezem­ber 2019 – also noch vor dem Ausbruch der Pande­mie – durch­ge­führt wurde. So sagten sechs von zehn Befrag­ten, dass sie insge­samt gut oder sogar sehr gut schla­fen (61 Prozent). Probleme zeigen sich beim Durch­schla­fen (45 Prozent geben dies an) und beim Einschla­fen (28 Prozent). 23 Prozent geben an, dass sie häufig zu früh aufwa­chen und wach­lie­gen, bis der Wecker klin­gelt.

Jeder Sechste schläft höchs­tens fünf Stun­den

An gewöhn­li­chen Arbeits­ta­gen ist die Nacht­ruhe für jeden Sechs­ten (17 Prozent) mit höchs­tens fünf Stun­den äußerst knapp bemes­sen und bleibt deut­lich unter dem von Gesund­heits­ex­per­ten empfoh­le­nen tägli­chen Mini­mum von sechs Stun­den. Bei Berufs­tä­ti­gen im Schicht­dienst oder mit unre­gel­mä­ßi­gen Arbeits­zei­ten, den soge­nann­ten Flex-Beschäftigten, schläft sogar jeder Fünfte (21 Prozent) maxi­mal fünf Stun­den.

Online-Schlaftraining unter­stützt Schlecht­schlä­fer pass­ge­nau

Für Menschen mit Schlaf­pro­ble­men hält die TK ein spezi­el­les Ange­bot vor: das Online-Schlaftraining Memen­tor. Das Trai­ning hilft bei Schlaf­pro­ble­men unkom­pli­ziert und pass­ge­nau. Der Nutzer doku­men­tiert seine indi­vi­du­el­len Schlaf­da­ten und bekommt dann, genau darauf zuge­schnit­ten, Übun­gen und Verhalt­ens­emp­feh­lun­gen vorge­schla­gen, die nach­weis­lich zu einer Verbes­se­rung des Schlafs führen. Dazu gehö­ren zum Beispiel regel­mä­ßige Schla­fens­zei­ten und der Verzicht auf schwere Mahl­zei­ten, koffe­in­hal­tige Getränke und Alko­hol vor dem Zubett­ge­hen. Aktu­el­les Schlaf­wis­sen zur Bedeu­tung der verschie­de­nen Schlaf­pha­sen und der Schlaf­um­ge­bung, ein digi­ta­les Schlaf­ta­ge­buch und prak­ti­sche Übun­gen wie die Progres­sive Muskel­ent­span­nung ergän­zen das Online-Training.

Wer am Arbeits­platz über­mü­det ist, riskiert Unfälle und Fehler

Auch im Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ment spielt das Thema Schlaf eine zuneh­mende Rolle. Denn bei Über­mü­dung sinkt das Wohl­be­fin­den der Beschäf­tig­ten, und das Risiko für Unfälle und Fehler im Job steigt. Firmen­kun­den fragen verstärkt entspre­chende Ange­bote nach“, sagt TK-Vorstandsvorsitzender Dr. Jens Baas. Daher plant die TK, das Online-Schlaftraining auch in ihre Ange­bote zum Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ment zu inte­grie­ren.

Schicht­ar­beit gesund­heits­ge­recht gestal­ten

Vor allem Schicht­ar­bei­ter können von diesem Ange­bot profi­tie­ren. Fast sechs Millio­nen Erwerbs­tä­tige arbei­ten derzeit regel­mä­ßig in Schich­ten – Tendenz stei­gend. Immer mehr Betriebe werden deshalb vor die Aufgabe gestellt, Schicht­ar­beit gesund zu gestal­ten. Bereits jetzt bietet die TK spezi­ell für Führungs­kräfte und betrof­fene Beschäf­tigte zwei Broschü­ren an, die praxis­nah zeigen, wie sie Schicht­ar­beit gesund­heits­ge­recht gestal­ten können.

 

Broschüre „Schicht für Schicht gesund“: Diese Broschüre zeigt Ihnen über­schau­bar und praxis­nah, wie Sie als Unter­neh­men Ihrer Verant­wor­tung gerecht werden und für gesund­heits­ge­rechte Arbeits­be­din­gun­gen auch in der Schicht­ar­beit sorgen können.

Broschüre „Wann ist Schicht?“: Gesund­heit in die eigene Hand nehmen – Wer sich gut um sich selbst kümmert, kann die Belas­tun­gen durch Schicht­ar­beit besser bewäl­ti­gen. Mehr dazu in dieser Broschüre.

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