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Gemeinsamer Aufruf zur Grippeschutzimpfung: Jetzt Angebote nutzen

BMG, BZgA, RKI und PEI rufen zur Grippeschutzimpfung auf
Jetzt der Grippe zuvorkommen

Im Herbst und Winter 2021 besonders empfohlen: die Grippeschutzimpfung Foto: Mellimage - stock.adobe.com

Im Herb­st 2021 ist die Grippeschutz­imp­fung vor dem Hin­ter­grund der Coro­na-Pan­demie beson­ders wichtig. Das Bun­desmin­is­teri­um für Gesund­heit (BMG), die Bun­deszen­trale für gesund­heitliche Aufk­lärung (BZgA), das Robert Koch-Insti­tut (RKI) und das Paul-Ehrlich-Insti­tut (PEI) rufen daher ins­beson­dere Men­schen mit einem erhöht­en Risiko für einen schw­eren Grippev­er­lauf auf, sich jet­zt impfen zu lassen.

„Fast genau­so wichtig wie die Coro­na-Imp­fung ist für diesen Herb­st und Win­ter eine zweite Imp­fung – die Grippeschutz­imp­fung“, erk­lärt Bun­des­ge­sund­heitsmin­is­ter Jens Spahn. Eine zu große Grippewelle in diesem Win­ter berge das Risiko, die Fol­gen und Belas­tun­gen der vierten Coro­na-Welle noch zu ver­stärken. „Eine zusät­zliche Belas­tung der Inten­sivs­ta­tio­nen soll­ten wir auf jeden Fall ver­mei­den. Deshalb appel­liere ich beson­ders an alle Älteren, Schwan­gere, Vor­erkrank­te und auch an das medi­zinis­che Per­son­al: Lassen Sie sich gegen Grippe impfen! Damit schützt man sich und andere. Und man schützt unser Gesund­heitssys­tem vor Überlastung.“

Immunsystem derzeit womöglich geschwächt

Grippe wird durch Influen­za­viren her­vorgerufen. Die Grippewelle 2020/21 ist weltweit aus­ge­fall­en – die Coro­n­avirus-Schutz­maß­nah­men haben auch die Influen­za­viren erfol­gre­ich eingedämmt. Dadurch kön­nte unser Immun­sys­tem in diesem Win­ter jedoch weniger gut auf die dann zirkulieren­den Influen­za­viren vor­bere­it­et sein. Daher soll­ten sich Men­schen mit erhöhtem Gesund­heit­srisiko, darunter Men­schen ab 60 Jahren, Schwan­gere und chro­nisch Kranke aller Alters­grup­pen, im Okto­ber, Novem­ber oder in der ersten Dezem­ber­hälfte gegen Grippe impfen lassen. Dies gilt zudem für medi­zinis­ches und pflegerisches Per­son­al, das ein beru­flich­es Ansteck­ungsrisiko hat.

Die echte Grippe ist eine ern­ste Erkrankung, die nicht mit ein­er Erkäl­tung zu ver­wech­seln ist: Nach der Ansteck­ung mit dem Grippe­virus erkranken unge­fähr zwei Drit­tel der Betrof­fe­nen und entwick­eln teils heftige Krankheitssymp­tome wie plöt­zlich­es hohes Fieber über 38,5 Grad Cel­sius, trock­e­nen Reizhus­ten, Kopf‑, Hals- und Muskelschmerzen, Abgeschla­gen­heit oder Schweißaus­brüche. Beson­ders ältere Men­schen entwick­eln jedoch häu­fig keine typ­is­chen Krankheit­sze­ichen, weshalb sie und andere Risikopa­tien­ten im Zweifels­fall immer auf Influen­za getestet wer­den soll­ten – auch wenn sie geimpft sind.

Hochdosis-Grippeimpfstoff für ältere Menschen

Die Wirk­samkeit ein­er Grippeschutz­imp­fung kann bei älteren Men­schen geringer aus­fall­en. Um dieser Per­so­n­en­gruppe einen besseren Schutz vor ein­er Grippe-Infek­tion und möglichen Kom­p­lika­tio­nen zu bieten, wurde für sie ein Hochdo­sis-Grippeimpf­stoff entwick­elt. Die Ständi­ge Impfkom­mis­sion (STIKO) emp­fiehlt diesen Impf­stoff allen Men­schen ab 60 Jahren. Zudem ist eine zeit­gle­iche Imp­fung gegen Grippe und zum Schutz vor COVID-19 möglich. Für gefährdete Grup­pen ste­hen zudem eine antivi­rale Ther­a­pie und eine Pos­t­ex­po­si­tion­spro­phy­laxe zur Ver­fü­gung. Auch Per­so­n­en, die keine Krankheit­sze­ichen entwick­eln, kön­nen andere Per­so­n­en mit ein­er Grippe anstecken.

Kampagne mit Plakaten und Anzeigen 

Prof. Dr. Mar­tin Diet­rich, Kom­mis­sarisch­er Direk­tor der BZgA, betont: „Um möglichst viele Men­schen dazu zu bewe­gen, sich jet­zt gegen Grippe impfen zu lassen, motivieren wir mit Plakat­en, Anzeigen und Wartez­im­mer­postern und informieren auf www.impfen-info.de/grippeimpfung sowie in den sozialen Net­zw­erken. Wir rufen zur Grippeschutz­imp­fung auf, damit sich ins­beson­dere Men­schen ab 60 Jahren, Schwan­gere und Men­schen mit chro­nis­chen Erkrankun­gen schützen. Denn auch in diesem Jahr gilt: Kom­men Sie der Grippe zuvor – mit ein­er Impfung.“

Prof. Dr. Lothar H. Wiel­er, Präsi­dent des RKI, erläutert: „Die Grippeschutz­imp­fung ist der beste Schutz, auch wenn die Wirk­samkeit von Sai­son zu Sai­son unter­schiedlich aus­fall­en kann. Aber auch die Basis­maß­nah­men gegen COVID-19 – Abstand, Hygiene, All­t­ag mit Maske und Lüften – ver­ringern das Risiko, sich mit Influen­za­viren anzusteck­en. In Kliniken und Pflege­heimen ist der Grippeschutz beson­ders wichtig – für Beschäftigte und für Betreute. Alle über 60 soll­ten nicht nur gegen Influen­za und COVID-19, son­dern auch gegen Pneumokokken geimpft sein.“

Gut gerüstet für die bevorstehende Grippesaison

Prof. Dr. Klaus Cichutek, Präsi­dent des PEI, ergänzt: „Mit den für die Sai­son 2021/2022 ins­ge­samt über 26 Mil­lio­nen geplanten Impf­stoff­dosen wer­den wir – wie in den Vor­jahren auch – zuver­läs­sig für die bevorste­hende Grippe­sai­son mit qual­i­ta­tiv hochw­er­ti­gen, sicheren und wirk­samen Impf­stof­fen in Deutsch­land gerüstet sein. Bis zum 04.10.2021 hat das Paul-Ehrlich-Insti­tut bere­its 22,8 Mil­lio­nen Impf­stoff­dosen nach erfol­gre­ich­er Char­gen­prü­fung freigegeben. Wir veröf­fentlichen den Ver­lauf der Char­gen­freiga­be kon­tinuier­lich unter www.pei.de/grippeimpfstoff-chargenfreigabe. Alle, die sich gegen Grippe impfen lassen wollen, kön­nen und soll­ten auch in der kom­menden Sai­son die Grippeschutz­imp­fung in Anspruch nehmen.“

Die BZgA-Infor­ma­tion­s­ma­te­ri­alien, die gemein­sam mit dem Robert Koch-Insti­tut entwick­elt wur­den, kön­nen online abgerufen oder kosten­frei bei der BZgA bestellt wer­den – teil­weise auch in Fremd­sprachen wie Türkisch, Rus­sisch, Englisch und Arabisch.

Direk­tlink zu den Materialien

www.bzga.de

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zum The­ma Grippeschutz:

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