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Leitlinie für die Asbesterkundung zur Vorbereitung von Arbeiten in und an älteren Gebäuden

Baumaßnahmen durchführen
Leit­li­nien zur Asbesterkun­dung

Foto: ©auremar - stock.adobe.com
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Obwohl Asbest seit 1993 in Deutsch­land verbo­ten ist, können Haus­be­sit­zer, Hand­wer­ker und private Heim­wer­ker in älte­ren Gebäu­den immer noch auf asbest­hal­tige Produkte stoßen. Die Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) hat zusam­men mit dem Umwelt­bun­des­amt (UBA) und dem Bundes­in­sti­tut für Bau‑, Stadt- und Raum­for­schung (BBSR) die „Leit­li­nie für die Asbesterkun­dung zur Vorbe­rei­tung von Arbei­ten in und an älte­ren Gebäu­den“ veröf­fent­licht. Diese Leit­li­nie hilft dabei, Baumaß­nah­men in Gebäu­den, die mit Asbest belas­tet sein könn­ten, zu planen bezie­hungs­weise durch­zu­füh­ren.

Vielen Heim­wer­kern, Mietern oder priva­ten Auftrag­ge­bern ist heute zwar bekannt, dass Asbest in Dach- und Fassa­den­plat­ten oder Brand­schutz­iso­lie­run­gen verwen­det wurde. Weni­ger bekannt ist dage­gen, dass Asbest ebenso in Boden­be­lä­gen und den darun­ter befind­li­chen Klebern sowie in Putzen, Spach­tel­mas­sen, Flie­sen­kle­bern und bauche­mi­schen Produk­ten verbaut wurde. Die Leit­li­nie gibt allge­mein­ver­ständ­lich Empfeh­lun­gen für den Fall, dass Asbest in Gebäu­den vermu­tet wird, bezie­hungs­weise dass Bauteile bear­bei­tet oder entfernt werden, die Asbest enthal­ten könn­ten.

Die Leit­li­nie zur Asbesterkun­dung gibt einen Über­blick über den Stoff Asbest sowie über typi­sche Anwen­dungs­ge­biete und Einbau­orte von Mate­ria­lien mit star­ker und schwa­cher Asbest­bin­dung. Ein wesent­li­cher Bestand­teil der Leit­li­nie ist der Vorschlag, bei der Asbesterkun­dung schritt­weise vorzu­ge­hen. Dies veran­schau­li­chen Fluss­dia­gramme. Dabei weist die Leit­li­nie auf alle notwen­di­gen Maßnah­men von der Planung bis zur Abfall­ent­sor­gung hin. Zudem stellt sie alle rele­van­ten Rechts­be­rei­che im Zusam­men­hang dar.

In einem weite­ren Abschnitt zeigt die Leit­li­nie, wie alle am Bau Betei­lig­ten zusam­men­wir­ken, wenn sie anlass­be­zo­gen Asbest erkun­den und ermit­teln, wenn sie eine Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung durch­füh­ren und abschlie­ßend Asbest entsor­gen. Die Leit­li­nie veran­schau­licht, wie verschie­dene Frage­stel­lun­gen und unter­schied­li­che Rechts­be­rei­che inein­an­der­grei­fen. Ziel ist es, den Umgang mit Asbest im Baube­stand bis zur Entsor­gung des Abfalls sicher zu gestal­ten.

Die Leit­li­nie ist ein Ergeb­nis des Asbest­dia­lo­ges, der vom Bundes­mi­nis­te­rium für Arbeit und Sozia­les (BMAS) initi­iert und zusam­men mit dem Bundes­mi­nis­te­rium für Umwelt, Natur­schutz und nukleare Sicher­heit (BMU) und dem Bundes­mi­nis­te­rium des Inne­ren, für Bau und Heimat (BMI) durch­ge­führt wurde.

Die „Leit­li­nie für die Asbesterkun­dung zur Vorbe­rei­tung von Arbei­ten in und an älte­ren Gebäu­den“ gibt es als PDF unter www.baua.de/dok/8836860.

Weitere Infor­ma­tio­nen zum Thema Asbest finden Sie unter www.baua.de/asbest. sowie www.sifa-sibe.de/asbest.

 

 

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