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Lichtautomatik reicht oft nicht aus

Nebelgefahr im Herbst
Lichtautomatik reicht oft nicht aus

Bei Nebel sollte man nicht am vorausfahrenden Fahreug „kleben“, sondern stets den nötigen Sicherheitsabstand einhalten. Foto: © smiltena - stock.adobe.com

Der Herb­st ist da, und damit wieder ver­stärkt die Gefahr der Nebel­bil­dung auf Straßen. Ober­stes Gebot für Aut­o­fahrer ist dann: Abstand hal­ten, Tem­po anpassen, Abblendlicht ein­schal­ten. Auf die Lich­tau­tomatik soll­ten man sich dabei nicht ver­lassen, darauf weist die Prü­for­gan­i­sa­tion Dekra hin.

„Schal­ten Sie bei mod­er­nen Fahrzeu­gen das Abblendlicht bess­er von Hand ein“, sagt der Dekra-Unfall­forsch­er Lui­gi Ancona. „Ste­ht der Lichtschal­ter in der ‚Auto‘-Position, aktiviert das Fahrzeug bei Tages­licht meist nur das Tag­fahrlicht, weil die Licht­sys­teme nur zwis­chen Hell und Dunkel unterscheiden.“

Dies hat zur Folge, dass bei Tag­fahrlicht das Fahrzeugheck dunkel bleibt und auch die Schein­wer­fer schwäch­er leucht­en. Deshalb ist das Fahrzeug bei schlechter Sicht, beispiel­sweise bed­ingt durch Nebel, von hin­ten wie von vorne weniger sichtbar.

Licht an bei schlechter Sicht

Die Straßen­verkehrs-Ord­nung besagt, dass Aut­o­fahrerin­nen und Aut­o­fahrer auch am Tage mit Abblendlicht fahren müssen, wenn die Sicht durch Nebel, Schneefall oder Regen erhe­blich behin­dert ist (Para­graf 17.3 StVO). Unter solchen Umstän­den reicht Tag­fahrlicht nicht aus. Bei dieser Wit­terung ist es erlaubt und sin­nvoll, die Nebelschein­wer­fer einzuschal­ten, eine Pflicht beste­ht aber nicht.

Nebelscheinwerfer leuchten breiter aus

Nebelschein­wer­fer haben den Vorteil, dass sie das Licht bre­it­er abstrahlen als das nor­male Abblendlicht und die Fahrbahn im Nah­bere­ich bess­er ausleucht­en. Wird dabei das Abblendlicht nicht zugeschal­tet, ver­ringert sich auch die Eigen­blendung. Bei Nebelfahrten im Dunkeln kann es sin­nvoll sein, zwis­chen Nebelschein­wer­fern und Abblendlicht hin und her zu wech­seln, um den besten Kom­pro­miss zwis­chen Ausleuch­tung der Fahrbahn und Eigen­blendung zu find­en. Auf Fern­licht sollte man auf jeden Fall verzicht­en, da es stark vom Nebel reflek­tiert wird und die Sicht nur verschlechtert.

Sehen und gesehen werden

Um die Sicht zu verbessern ist es sin­nvoll, den Scheiben­wis­ch­er auf Inter­vall­be­trieb zu schal­ten. So wer­den Nebel­tröpfchen beseit­igt, die sich auf der Wind­schutzscheibe nieder­schla­gen. Zudem emp­fiehlt es sich, regelmäßig die Schein­wer­fer von Schmutz zu befreien, der vor allem auf feuchter und ver­schmutzter Fahrbahn die Sichtweite erhe­blich ver­ringern kann.

Bei Nebel kommt es nicht nur auf gutes Sehen, son­dern mehr denn je auf rechtzeit­iges „Gese­hen wer­den“ an. Die licht­starke Nebelschlus­sleuchte darf aber nur aktiviert wer­den, wenn die Sichtweite bei Nebel unter 50 Meter liegt. Achtung: In diesem Fall darf nicht schneller als 50 km/h gefahren wer­den! Bei der Sichtweite kann man sich an den Leitp­fos­ten am Straßen­rand ori­en­tieren, die meist im Abstand von 50 Metern aufgestellt sind. Lichtet sich der Nebel, muss die Nebelschlus­sleuchte wieder aus­geschal­tet wer­den, damit der nach­fol­gende Verkehr nicht geblendet wird.

Sicherheitsabstand bei Nebel wahren! 

„Generell gilt bei Nebel der Grund­satz ‚Fahren auf Sicht‘“, erin­nert Ancona. Das bedeutet: Es darf nur so schnell gefahren wer­den, dass man das Fahrzeug inner­halb der über­schaubaren Strecke anhal­ten kann. „Lassen Sie sich vor allem nicht dazu ver­leit­en, sich an Voraus­fahrende ‚anzuhän­gen‘“, warnt Ancona. „Wer ohne den nöti­gen Sicher­heitsab­stand fährt, riskiert einen Auf­fahrun­fall. Wichtig ist außer­dem: Verzicht­en Sie bei Nebel aufs Über­holen, fahren Sie beson­ders aufmerk­sam und bleiben Sie bremsbereit.“

www.dekra.de

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