Mäuse- und Rattengift sicher anwenden. Nagetierbekämpfung birgt Risiken für Mensch und Umwelt -
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Nagetierbekämpfung birgt Risiken für Mensch und Umwelt

Mäuse‐ und Ratten­gift sicher anwen­den

Ein Verstoß gegen die Anwendungsbestimmungen von Rattengift kann mit einem Bußgeld geahndet werden. (Foto: © Erni – stock.adobe.com)
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Die Bekämp­fung von Ratten und Mäusen mit gifti­gen Ködern kann zu unab­sicht­li­chen Vergif­tun­gen von Haus‐ und Wild­tie­ren führen. Zudem verblei­ben die meis­ten Nage­tier­be­kämp­fungs­mit­tel lange in der Umwelt und reichern sich in Tieren an. Um dies möglichst zu verhin­dern, müssen zahl­rei­che Maßnah­men zur Risi­ko­min­de­rung einge­hal­ten werden. Das Umwelt­bun­des­amt (UBA) hat diese Maßnah­men in praxis­na­hen Hand­bü­chern für Profis und Laien zusam­men­ge­stellt.

Nage­tier­be­kämp­fungs­mit­tel (Roden­ti­zide) enthal­ten in der Regel blut­ge­rin­nungs­hem­mende Wirk­stoffe, soge­nannte Anti­ko­agu­lan­zien. Sie werden häufig als Fraß­kö­der in und um Gebäu­den, in der Kana­li­sa­tion oder in Ratten­bauen in der Erde einge­setzt. Dabei kann es zu unab­sicht­li­chen Vergif­tun­gen von Haus‐ und Wild­tie­ren kommen. Zudem verblei­ben die meis­ten Anti­ko­agu­lan­zien lange in der Umwelt und reichern sich in Lebe­we­sen und damit in der Nahrungs­kette an. Rück­stände dieser Chemi­ka­lien wurden unter ande­rem in Füch­sen, Wieseln, Eulen, Greif‐ und Sing­vö­geln sowie in Fischen gefun­den.

Wenn diese Mittel einge­setzt werden, müssen Profis wie Laien zahl­rei­che Anwen­dungs­be­stim­mun­gen zum Schutz der Umwelt und der Gesund­heit von Mensch und Tier befol­gen. Diese wurden im Rahmen der Biozid­pro­dukt­zu­las­sung verbind­lich fest­ge­legt und stehen in der Gebrauchs­an­wei­sung der Produkte. Ein Verstoß stellt eine Ordnungs­wid­rig­keit dar, die mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahn­det werden kann.

Für verschie­dene Anwen­der­grup­pen gelten unter­schied­li­che Bestim­mun­gen. Entspre­chend hat das UBA für die breite Öffent­lich­keit, für berufs­mä­ßige Verwen­der (ohne Sach­kunde) sowie für geschulte berufs­mä­ßige Verwen­der jeweils eine eigene „Gute fach­li­che Anwen­dung“ (kurz: GfA) zusam­men­ge­stellt und veröf­fent­licht. Die darin enthal­te­nen Bestim­mun­gen stel­len praxis­taug­lich und über­sicht­lich dar, wie Mäuse‐ und Ratten­gifte rechts­kon­form, sicher und wirk­sam ange­wen­det werden.

Zudem hat das UBA eine Samm­lung häufig gestell­ter Fragen (FAQ) zur Nage­tier­be­kämp­fung mit Anti­ko­agu­lan­zien aktua­li­siert. Darin sind zahl­rei­che Hinter­grund­in­for­ma­tio­nen zu der Zulas­sung von Roden­ti­zi­den, zu bestehen­den Umwelt­ri­si­ken und Risi­ko­min­de­rungs­maß­nah­men sowie zu nicht‐chemischen Maßnah­men der Nage­tier­be­kämp­fung zusam­men­ge­fasst. Die aktua­li­sierte 4. Auflage der FAQ enthält erst­mals auch Infor­ma­tio­nen zum Nach­weis von Rodentizid‐Rückständen in Fischen und widmet der Ratten­be­kämp­fung in der Kana­li­sa­tion ein eige­nes Kapi­tel.

 

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