Startseite » Aktuelles » Meldungen » Am Puls der Zeit

„2. Tag der PSA“

Am Puls der Zeit

Anzeige
Eine 360-Grad-Sicht auf das Thema Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen erhiel­ten die 110 Teil­neh­mer beim „2. Tag der PSA“ im Dekra Congress­ho­tel Wart: Sie erfuh­ren Wissens­wer­tes zur PSA-Verordnung 2016/424, unter­nah­men einen Ausflug in die Psycho­lo­gie des Menschen und mach­ten nicht zuletzt Bekannt­schaft mit einem Exoske­lett.

Petra Jauch

Das abwechs­lungs­rei­che Programm star­tete mit einem hoch­ak­tu­el­len Thema: Am 21. April 2018 – zwei Tage nach dem Kongress – wurde die Anwen­dung der EU-Verordnung 2016/425 über Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen (PSA) verbind­lich. Prof. Karl-Heinz Noetel sieht darin einen wich­ti­gen Schritt für mehr Gerech­tig­keit und Trans­pa­renz auf dem PSA-Markt. „Die neue PSA-Verordnung macht vieles besser“, befand der Leiter des Fach­be­reichs PSA der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. 90 Prozent der 121 Prüf- und Zerti­fi­zie­rungs­stel­len für PSA in der EU hätten die notwen­dige Re-Notifizierung bis zum Stich­tag voll­zo­gen, die rest­li­chen folg­ten in Kürze. Ab sofort müss­ten diese Stel­len an den Normie­rungs­tä­tig­kei­ten mitwir­ken. „Das ist keine Empfeh­lung mehr, sondern Pflicht.“

Höchs­tes Gebot: Verständ­lich­keit

Mit der Verord­nung sind auch neue Pflich­ten für Herstel­ler und Händ­ler von PSA verbun­den: Zu jeder bereit­ge­stell­ten PSA gehört eine EU-Konformitätserklärung – sie wird entwe­der dem Produkt beigelegt oder über eine Internet-Adresse zugäng­lich gemacht. Die Konfor­mi­täts­er­klä­run­gen müssen in der jewei­li­gen Landes­spra­che der Anwen­der vorlie­gen. Das gilt auch für die obli­ga­to­ri­sche Post­an­schrift des Herstel­lers auf der PSA. „Sie darf hier­zu­lande nicht etwa in kyril­li­schen Buch­sta­ben geschrie­ben sein.“ Lesbar­keit ist auch in der Bedie­nungs­an­lei­tung Pflicht: „Alle drei – Herstel­ler, Impor­teure und Händ­ler – müssen darauf achten, dass die Anlei­tun­gen in leicht verständ­li­cher Spra­che verfasst sind“, unter­strich Noetel – und verwies damit auch auf die neue Mitver­ant­wor­tung der Handels­trei­ben­den. Hinzu kommt die Verpflich­tung zur Zusam­men­ar­beit mit der Markt­über­wa­chung: Alle Wirt­schafts­ak­teure müssen ab sofort fest­ge­stellte Risi­ken den Behör­den melden.

Mehr prak­ti­sche Übun­gen

Eine weitere Neue­rung betrifft die Baumus­ter­prüf­be­schei­ni­gun­gen: Ihre Gültig­keit ist jetzt auf fünf Jahre begrenzt. „Am 21. April 2023 verlie­ren alle Baumus­ter­prüf­be­schei­ni­gun­gen ihre Wirkung – auch die ursprüng­lich unbe­fris­te­ten“, verdeut­lichte Noetel. Direkte Auswir­kun­gen auf die Anwen­der hat die Neu-Definition der PSA-Kategorien: Nach dem Motto „Alles, was nicht eins oder drei ist, ist zwei“, falle diese zum einen einfa­cher aus. Zum ande­ren wurde die Kate­go­rie drei um die Risi­ko­fak­to­ren Ertrin­ken, Schnitt­ver­let­zun­gen durch hand­ge­führte Ketten­sä­gen, Hoch­druck­strahl, Verlet­zun­gen durch Projek­tile oder Messer­sti­che und schäd­li­chen Lärm erwei­tert. „Die Unter­wei­sung in diesen Kate­go­rien muss jetzt mit prak­ti­schen Übun­gen erfol­gen“, verwies Noetel auf eine wich­tige Konse­quenz für die Betriebe.

Digi­tale Bestell­sys­teme

Grund­sätz­lich falle auch der Internet-Handel unter die allge­mein­gül­tige PSA-Verordnung. Hier sei aller­dings noch viel zu machen, erklärte Noetel. In jedem Fall gewinnt der Online-Handel weiter an Bedeu­tung – und zwar insbe­son­dere der Handel über Mobil­ge­räte. „Hier ist unglaub­lich viel Bewe­gung drin“, erklärte Dennis Hausen, Chief Opera­ting Offi­cer der igefa E‑Business GmbH & Co.KG. Inzwi­schen gehe die Entwick­lung von „Mobile first“, also der ersten Infor­ma­ti­ons­samm­lung zu Herstel­lern und Produk­ten via Handy, hin zu „Mobile Only“ – dem komplet­ten digi­ta­len Beschaf­fungs­weg per Smart­phone oder Tablet. Digi­tale Bestell­sys­teme gingen noch einen Schritt weiter. Hausen demons­trierte dies am Beispiel einer App für Gebäu­de­rei­ni­ger, die von den „crazy nerds“ in seiner Firma entwi­ckelt wurde: Wird ein Reini­gungs­pro­dukt knapp, meldet der Beschäf­tigte den Bedarf über die App und setzt damit einen auto­ma­ti­sier­ten Bestell­vor­gang in Gang.

Daten­schutz – (k)ein Thema?

In diesem Zusam­men­hang wie auch an ande­ren Stel­len im Programm wurde die Frage nach dem Daten­schutz laut: Droht den Beschäf­tig­ten die digi­tale Über­wa­chung? Sieht mein Arbeit­ge­ber, dass ich gerade eine Ziga­ret­ten­pause einlege? Schon bei der Vorstel­lung smar­ter, mit Senso­rik ausge­stat­te­ter PSA brachte Mode­ra­to­rin Julia Kropf das Problem auf den Punkt: „Wo ist die Grenze zwischen Unter­stüt­zung und Kontrolle?“ „Das ist ein sehr schwie­ri­ges Thema“, räumte Dr. Markus Burg­hart, Head of Digi­tal Busi­ness und Inno­va­tion von der Uvex Safety Group ein. Aus diesem Grund sei bei den neuen Entwick­lun­gen in seinem Unter­neh­men auch immer der Betriebs­rat mit im Boot.

Senso­rik und „Xter Sinn“

Zur A+A 2017 habe Uvex einen Vorstoß unter­nom­men und „alles aus seinen Labo­ren hervor­ge­holt“. Zum Vorschein kam digi­tal vernetzte PSA, die zur Verbes­se­rung von Ergo­no­mie und Sicher­heit im Arbeits­um­feld dienen soll. „Wir wollen Zahlen dahin­ter legen – Stich­wort Tennis­arm“, erklärte Burg­hart. Möglich wird dies durch inte­grierte Senso­rik, die Daten für typi­sche Bewe­gungs­ab­läufe liefert. „66 Prozent der Arbeits­un­fälle sind auf Kontroll­ver­lust und falsche Bewe­gun­gen zurück­zu­füh­ren.“ Noch mehr Warn­schil­der oder Trai­nings führ­ten hier zu nichts, unter­strich der Refe­rent den Sinn dieses Ansat­zes: „Hier geht es um den Faktor Mensch.“

Senso­ren für die Messun­gen finden quasi über­all Platz – beispiels­weise auf dem Nasen­steg einer Schutz­brille oder
im Sicher­heits­schuh, wo sie noch mehr leis­ten können: Die „slip detec­tion“ regis­triert, wenn der Schuh­trä­ger ausrutscht. Wieder­holt sich dies, spricht das für v    Glatt­eis – und ruft den Streu­dienst auf den Plan.

Ninja Turtle“ am Redner­pult

Noch mehr Warn­schil­der geht nicht!“, meint auch Dr. Urs Schnei­der, der für einen beson­de­ren Auftritt beim „Tag der PSA“ sorgte: Der Refe­rent vom Fraunhofer-Institut für Produk­ti­ons­tech­nik und Auto­ma­ti­sie­rung (IPA) bestieg in einem Exoske­lett das Podium. „Sie erin­nern mich an eine Ninja Turtle“, umschrieb Mode­ra­to­rin Julia Kropf gekonnt humor­voll ihren ersten Eindruck von dem Redner. Mit immer­hin 15 Kilo­gramm Gewicht am Ober­kör­per – neuere Modelle wiegen inzwi­schen nur noch 11 Kilo­gramm, Tendenz fallend – sprach der Leiter der Abtei­lung Biome­cha­tro­ni­sche Systeme über passive und aktive tech­ni­sche Lösun­gen sowie Heraus­for­de­run­gen in der Mensch-Technik-Interaktion. Für die meis­ten Zuhö­rer Zukunfts­mu­sik, aber Haupt­dis­kus­si­ons­thema in den Pausen.

Ein Beispiel für eine neue passive Lösung des Insti­tuts ist der Tennisarm-Schutzhandschuh: Der ergo­no­mi­sche Hand­schuh für die Produk­tion verhin­dert eine extreme Beugung und Stre­ckung des Hand­ge­lenks – die Haupt­ur­sa­che für den soge­nann­ten Tennisel­len­bo­gen. „Wir haben mit einem Stück Stoff Verhal­ten geän­dert.“ Ein weite­rer Hand­schuh wurde zur Verhin­de­rung von Daumen­ar­throse entwi­ckelt. „Wir gehen nun in Gesprä­che mit Herstel­lern. Ich bin opti­mis­tisch, dass man hier noch mehr tun kann in Rich­tung Komfort“, gab sich Schnei­der zuver­sicht­lich, dass solche Errun­gen­schaf­ten bald auf den Markt kommen könn­ten.

Viele Ansätze stecken jedoch noch in den Kinder­schu­hen: „Rela­tiv zu allen ande­ren Fakto­ren erschließt sich der Mensch nur schwer“, erklärte Schnei­der. Auch das vorge­führte Exoske­lett, das den Nutzer beim Heben von Lasten oder bei Über-Kopf-Arbeiten unter­stützt, werde noch weiter­ent­wi­ckelt. Kine­ma­ti­sche und kine­ti­sche Mess­da­ten zur Exoskelett-Mensch-Simulation seien nicht einfach zu erhe­ben: In Labor­ver­su­chen agier­ten die Proban­den dazu nahezu unbe­klei­det, was unter Real­be­din­gun­gen in den Betrie­ben natür­lich unmög­lich sei.

Neue Handschuh-Materialien

Inno­va­tive Lösun­gen, die bereits Markt­reife erlangt haben, stellte Johanna Hühn, Tech­ni­cal Support Mana­ger von AMPri, im Bereich Schutz­hand­schuhe vor. Allein in den vergan­ge­nen sechs Mona­ten habe ihre Firma dank eige­ner Forschungs- und Entwick­lungs­ab­tei­lung drei neue Produkte entwi­ckelt, darun­ter einen Schutz­hand­schuh aus Nitril Schaum, der ohne Chemie und ohne Salze in reinem Luft­ver­fah­ren herge­stellt wird. Der Vorteil: Nicht konta­mi­niert
ist dieses Produkt biolo­gisch abbau­bar. „Der Hand­schuh hat eine Zerset­zungs­zeit wie eine Kartof­fel.“

Gewach­sene Ansprü­che an Klei­dung

Die Entwick­lung neuer Produkte orien­tiere sich heute stark an den Kunden: „Ihre Anfor­de­run­gen werden zum Entwick­lungs­trei­ber“, erklärte Hühn. Perma­nent im Gespräch mit Kunden und Endver­brau­chern ist auch Carla Cacitti von Bier­baum Proenen. „Das Wich­tigste in der Textil­kette ist der Arbei­ter mit seinen Ansprü­chen“, betonte die Leite­rin Produkt­ma­nage­ment in ihrem Beitrag zur Outdoor­klei­dung: Früher habe ein „Frie­senn­erz“ ausge­reicht als Wetter­schutz, heute hätten Betriebe und Anwen­der deut­lich geho­bene Ansprü­che: Die Klei­dung solle wasser­dicht, wind­dicht, atmungs­ak­tiv, schnell­trock­nend und komfor­ta­bel sein. Zudem seien Frauen nicht mehr mit Männer­schnit­ten zufrie­den­zu­stel­len. „Kompro­misse sind hier nicht mehr zeit­ge­mäß.“

Schutz für Problem­füße

Einen Sicher­heits­schuh für beson­dere Ansprü­che hat Elten entwi­ckelt. Ziel­gruppe sind vor allem Diabe­ti­ker, aber auch Beschäf­tigte mit Fehl­stel­lun­gen wie Hallux Valgus, Krallen- oder Hammer­zeh, Reiter­ze­hen oder mit sehr volu­mi­nö­sen Füßen. Das große Kappen­vo­lu­men und die varia­ble Pols­te­rung bewah­ren vor Druck­stel­len, eine beson­dere Profi­lie­rung erleich­tert das Abrol­len. „Diabe­tes ist eine Volks­krank­heit. Es gibt aber keine Zahlen dazu, wie viele Diabe­ti­ker Sicher­heits­schuhe tragen müssen“, bedau­erte Stefan Tintrup, Ortho­pä­die­schuh­ma­cher und Indus­trie­meis­ter bei Elten. Der Herstel­ler habe sich folg­lich auf eine Groß­in­ves­ti­tion mit zwei­jäh­ri­ger Entwick­lung einge­las­sen, ohne die Absatz­mög­lich­kei­ten für dieses Spezi­al­pro­dukt einschät­zen zu können. Hoff­nung gebe die Tendenz, dass die Betriebe heute mehr auf indi­vi­du­ell zuge­schnit­tene Produkte statt auf Ware von der Stange setz­ten. „Der Fach­kräf­te­man­gel öffnet hier Türen.“

Psycho­lo­gie im Spiel

Bei all diesem Fort­schritt hinsicht­lich Funk­tio­na­li­tät und Optik tun sich immer noch sehr viele Anwen­der schwer mit dem vorschrifts­mä­ßi­gen Gebrauch ihrer PSA. Als Sicher­heits­in­ge­nieur habe er sich oft gefragt, woran dies liege, erklärte Volker Fahrens­tu­eck. „PSA ist heute sehr wohl schick, prak­tisch, schön anzu­se­hen, also annehm­bar!“ Hinter der Ableh­nung stecke folg­lich etwas ande­res. Um dies zu verste­hen, habe er zusätz­lich eine Ausbil­dung für Psycho­the­ra­pie absol­viert.

Der Mensch ist von Natur aus ein beque­mes Tier. Er scheut den Aufwand beim Anle­gen der PSA“, benannte Fahrens­tu­eck ein Motiv für die Ableh­nung der PSA. Mangeln­der Trage­kom­fort, höhere Gewichts­be­las­tung, vermeint­li­che Behin­de­rung bei der Durch­füh­rung von Tätig­kei­ten und ein mangeln­des Risi­ko­be­wusst­sein seien weitere. Das Tragen von PSA erfor­dere Akzep­tanz, also die Annahme einer Situa­tion, obwohl sie nicht den eige­nen Vorstel­lun­gen entspricht. Diese Akzep­tanz werde oft als Schwä­che empfun­den.

Reiter-Pferd-Modell

Wie kann diese natür­li­che Abwehr­hal­tung über­wun­den werden? Wich­tig dafür sei sowohl die innere (intrinsi­sche) als auch die durch äußere Anreize genährte extrinsi­sche Moti­va­tion, so Fahrens­tu­eck. Im „Reiter-Pferd-Modell“ würden beide adres­siert: Der Reiter steht für das Bewusst­sein, kann voraus­schauen, planen und handelt über­legt. Dazu benö­tigt er Infor­ma­tio­nen und klare Anwei­sun­gen. Das Pferd symbo­li­siert das Unter­be­wusst­sein. Es wird von Trie­ben bestimmt, ist ohne Plan und lässt sich leicht ablen­ken. Um sich in eine bestimmte Rich­tung zu bewe­gen, braucht es einen Anreiz, der seinen Bedürf­nis­sen entspricht. Durch die Gestal­tung des Weges sollte es ihm zudem möglichst leicht gemacht werden, in die gewünschte Rich­tung zu laufen, während die andere versperrt wird.

Fahrens­tu­eck verdeut­lichte das Modell durch prak­ti­sche Tipps: Zur Moti­va­tion des „Pfer­des“ empfehle es sich, bei der Auswahl von PSA neben Funk­tio­na­li­tät auch auf Trage­kom­fort, Gewicht und modi­sches Design zu achten. Vorge­setzte soll­ten zudem ein Vorbild abge­ben und eben­falls die gefor­derte PSA nutzen. Ein Ansporn für den „Reiter“ sei, wenn er an der Erpro­bung der PSA betei­ligt werde. Bei ihm sollte ein Bewusst­sein dafür geschaf­fen werden, dass seine Gesund­heit wich­tig ist und er sie von sich aus schüt­zen will. Psycho­lo­gisch nutz­bar sei auch die natür­li­che Neugier der Menschen. Nicht zuletzt führe ein altbe­kann­tes Modell, was wir alle verlernt hätten, zum Erfolg: „Moti­va­tion hat auch viel mit Lob und Tadel zu tun. Vermit­teln Sie den Beschäf­tig­ten Aner­ken­nung fürs Mitma­chen“, empfahl Fahrens­tu­eck. „Viel­leicht habe ich Ihnen gehol­fen, das Thema PSA von einer ande­ren Seite zu sehen.“

Zentrale Steue­rung

Das Thema Arbeits­schutz auf eine andere Ebene zu stel­len, legte auch Lars Schmitt, Senior Sales Mana­ger bei EcoIn­tense, seinen Zuhö­rern nahe. Sein Abschluss­vor­trag drehte sich um die Möglich­keit, mit inte­grier­ten Manage­ment­sys­te­men den Arbeits­schutz im Unter­neh­men nach­hal­tig und zukunfts­si­cher zu gestal­ten. Der Vorteil eines solchen Systems: Statt Gefahr­stoff­lis­ten in verschie­de­nen Abtei­lun­gen zu führen oder Betriebs­an­wei­sun­gen immer wieder neu zu formu­lie­ren seien alle rele­van­ten Daten zentral verfüg­bar und stets aktu­ell. „Sobald ein neues Gesetz den Bundes­rat passiert hat, werden von uns umge­hend die Neue­run­gen einge­pflegt.“

21 Ausstel­ler vor Ort

Das i‑Tüpfelchen zum viel­sei­ti­gen Programm bildete die gut besuchte Begleit­aus­stel­lung der Tagung (siehe unten). In den Vortrags­pau­sen nutz­ten die Teil­neh­mer die Gele­gen­heit zu einem Rund­gang bei den 21 PSA-Anbietern, die den State oft the Art in verschie­de­nen Einsatz­be­rei­chen präsen­tier­ten. Wie die Entwick­lung weiter­geht, wird sich beim 3. Tag der PSA zeigen: Die Fort­set­zung des erfolg­rei­chen Formats ist im Früh­jahr 2020 vorge­se­hen.


Besu­cher­stim­men

 

Ich bin zum ersten Mal beim ‚Tag der PSA‘ – aus Inter­esse an den aktu­el­len Weiter­ent­wick­lun­gen und weil es uns ein Anlie­gen ist, unse­ren Mitar­bei­ter den best­mög­li­chen Schutz in Sachen Ausrüs­tung zu bieten. Natür­lich habe ich auch selbst mit PSA zu tun: Als verant­wort­li­cher Einkäu­fer bei der Hafen Nürnberg-Roth GmbH, Betrei­ber­ge­sell­schaft des Logis­tik­stand­or­tes bayern­ha­fen Nürn­berg, steuere ich unter ande­rem die Anschaf­fung von persön­li­cher Schutz­aus­rüs­tung.

Die Veran­stal­tung ist in jedem Fall sehr inter­es­sant. Beson­ders infor­ma­tiv waren die Ausfüh­run­gen zur neuen PSA-Verordnung. Regel­recht begeis­tert hat mich der Vortrag von Dr. Urs Schnei­der vom Fraunhofer-Institut: Wir sind zwar kein Produk­ti­ons­be­trieb, aber gerade bei der Instand­hal­tung unse­rer 337 Hektar großen Infra­struk­tur sind unsere Mitar­bei­ter körper­lich stark gefor­dert und könn­ten im Umgang mit den enor­men Gewich­ten Unter­stüt­zung gebrau­chen. Den Einsatz von Exoske­let­ten könnte ich mir gut vorstel­len – wobei es wohl noch einige Jahre dauern wird, bis diese regu­lär verfüg­bar sind. Neben dem Vortrags­pro­gramm war natür­lich auch die Begleit­aus­stel­lung beson­ders infor­ma­tiv für mich. Mir hat auch der Veran­stal­tungs­ort sehr gut gefal­len.“

Michael März, Dispo­si­tion Kran­be­trieb, Einkauf / Mate­ri­al­la­ger, Hafen Nürnberg-Roth GmbH

 

Der Vortrag zur PSA-Verordnung war gut und enthielt inter­es­sante Neuig­kei­ten. Wir gehen ja in die Betriebe, um diese zu bera­ten. Von daher ist es für uns wich­tig, neue Produkte und Entwick­lun­gen am Markt zu kennen. Auch der Zukunfts­aus­blick war span­nend – hier sollte man die Entwick­lung jedoch kritisch im Auge behal­ten. Bislang haben wir immer darauf hinge­ar­bei­tet, Belas­tun­gen zu verrin­gern. Die Entwick­lung von Exoske­let­ten könnte jetzt dazu führen, wieder mehr Leis­tung zu erwar­ten. Dabei darf man nicht verges­sen, dass in diesen Konstruk­tio­nen immer Menschen stecken. Außer­dem war zu hören und zu sehen, dass diese Geräte Bewe­gun­gen verlang­sa­men. Was ist, wenn jemand damit hinfällt? Bei diesem Thema sind aus meiner Sicht noch viele Fragen offen. Der Vortrag hat in jedem Fall zum Nach­den­ken ange­regt. Neben dem Programm war auch die Begleit­aus­stel­lung für uns inter­es­sant. Unter den Teil­neh­mern befin­den sich zwar viele bekannte Gesich­ter, aber die Begeg­nung hier ist ideal für einen wech­sel­sei­ti­gen Austausch.“

Thors­ten Fietz, Aufsichts­per­son Region Mitte/Süd, Arbeits­schutz und Präven­tion, Unfall­ver­si­che­rung Bund und Bahn

 

Die Veran­stal­tung war sehr infor­ma­tiv. Was mich haupt­säch­lich inter­es­siert hat, waren die Sicher­heits­schuhe für Diabe­ti­ker. Bei uns in der Firma haben wir auch ein paar Fälle, das heißt, es gibt dies­be­züg­li­chen Bedarf. Die intel­li­gente PSA von morgen ist hinge­gen Zukunfts­mu­sik und momen­tan noch kein Thema für uns. Es war aber aufschluss­reich, eine Vorstel­lung von diesen Entwick­lun­gen zu bekom­men. In der Begleit­aus­stel­lung haben wir uns eben­falls umge­se­hen und unse­ren Liefe­ran­ten für Hand­schuhe getrof­fen – eine ange­nehme Über­ra­schung!

Wir waren zum ersten Mal bei dieser Veran­stal­tung. Da wir aus Nagold kommen, handelte es sich sozu­sa­gen um ein Heim­spiel. Gut möglich, dass wir beim drit­ten ‚Tag der PSA‘ wieder dabei sind. Unser heuti­ger Besuch hat sich in jedem Fall gelohnt – auch die Verpfle­gung war gut.“

Brigitte Widmann, Einkauf PSA, Häfele GmbH & Co.KG


Bewegte Impres­sio­nen vom 2. Tag der PSA vermit­telt dieses Video.


In der Begleit­aus­stel­lung waren folgende Firmen vertre­ten: 3m, Mewa, Uvex, DEP Stoko, HB Protec­tive. Martor, Ampri, Peter Greven Physi­o­derm, Honey­well Safety, Flokk GmbH, (Busi­ness Seating), Assmann GmbH, Elten GmbH, Ecoin­tense, IGEFA, Prei­sing, Kee Safety, Kansas, Steitz Secura, Univer­sum Verlag, Heiko Müller Arbeits­schutz, Dronik Arbeits­schutz.

Anzeige

News­let­ter

Jetzt unse­ren News­let­ter abon­nie­ren

Meistgelesen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Titelbild Sicherheitsbeauftragter 8
Ausgabe
8.2019
ABO

Sicher­heits­in­ge­nieur

Titelbild Sicherheitsingenieur 8
Ausgabe
8.2019
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de