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Auslandsdienstreisen

Auch stun­den­wei­ser Aufent­halt ist schon eine Entsen­dung

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Wer Mitar­bei­ter ins euro­päi­sche Ausland entsen­det, muss dafür eine soge­nannte „A1-Bescheinigung“ bean­tra­gen. Mit dieser Beschei­ni­gung wird bestä­tigt, dass während der Arbeit im Ausland weiter­hin Versi­che­rungs­schutz in der deut­schen Sozi­al­ver­si­che­rung besteht. Dabei ist die Beschei­ni­gung nicht erst erfor­der­lich, wenn Mitar­bei­ter mehrere Wochen oder Monate ins Ausland gehen – selbst wenige Stun­den Meeting hinter der eige­nen Landes­grenze reichen aus, um in die Pflicht einer solchen Beschei­ni­gung zu kommen.

Deut­lich mehr Kontrol­len in Nach­bar­län­dern

Aus Öster­reich und Frank­reich wird von Fällen berich­tet, in denen Geschäfts­rei­sende gezielt ange­spro­chen und um Vorlage der A1-Bescheinigung gebe­ten wurden. Kann sie nicht vorge­zeigt werden, drohen empfind­li­che Stra­fen. Verschie­de­nen Medi­en­be­rich­ten zufolge werden in Öster­reich Bußgel­der zwischen 1000 und 10.000 Euro verhängt, in Frank­reich werden pro fehlen­der Beschei­ni­gung 3269 Euro vom Mitar­bei­ter verlangt.

Bean­tra­gung der Beschei­ni­gung hängt davon ab, wo Mitar­bei­ter versi­chert sind

Die Beschei­ni­gung bean­tragt der Arbeit­ge­ber entwe­der mit einem der gängi­gen Lohn­ab­rech­nungs­pro­gramme oder alter­na­tiv über die elek­tro­ni­sche Ausfüll­hilfe sv.net, die auch zur Meldung der Lohn­summe verwen­det wird. Wohin der Antrag gerich­tet werden muss, hängt davon ab, wo der Mitar­bei­ter versi­chert ist:

  • Für gesetz­lich versi­cherte Mitar­bei­ter bean­tragt der Arbeit­ge­ber die A1-Bescheinigung bei der Kran­ken­kasse des Mitar­bei­ters.
  • Für privat versi­cherte Mitar­bei­ter, die kein Mitglied in einem Versor­gungs­werk sind, bean­tra­gen Arbeit­ge­ber die Beschei­ni­gung bei der Deut­schen Renten­ver­si­che­rung.
  • Für Mitar­bei­ter, die nicht gesetz­lich versi­chert sind und aufgrund ihrer Mitglied­schaft bei einer berufs­stän­di­schen Einrich­tung von der Renten­ver­si­che­rung befreit sind, wenden sich Arbeit­ge­ber an die Arbeits­ge­mein­schaft berufs­stän­di­scher Versor­gungs­ein­rich­tun­gen

Laut Gesetz müssen Kassen und Renten­ver­si­che­rung die Beschei­ni­gung inner­halb von drei Tagen ausstel­len und elek­tro­nisch an das Unter­neh­men über­mit­teln. Daher gilt: Dienst­rei­sen soll­ten mit genug Vorlauf geplant werden. Liegt keine Beschei­ni­gung vor empfiehlt es sich, den Mitar­bei­tern eine Kopie des Antra­ges mitzu­ge­ben.

Ergän­zende Infor­ma­tio­nen bietet die Inter­net­seite der Deut­schen Verbin­dungs­stelle Kran­ken­ver­si­che­rung Ausland

www.dvka.de/de/arbeitgeber_arbeitnehmer/transportwesen.html

 

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