Startseite » Aktuelles » Meldungen » Belas­tun­gen für Feuer­weh­ren im Sommer redu­zie­ren

Tipps der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord

Belas­tun­gen für Feuer­weh­ren im Sommer redu­zie­ren

Wald- oder Flächenbrände verlangen Angehörigen der Feurwehr im Sommer einiges ab. Foto: © Aleksandr Lesik - stock.adobe.com
Anzeige

Die Sommer­mo­nate brin­gen viel Arbeit für die Feuer­weh­ren mit sich, Stich­wort Wald‐ oder Flächen­brände; die Zahl der Alar­mie­run­gen steigt und für die Feuer­wehr­frauen und -männer herrscht Hoch­kon­junk­tur durch eine Viel­zahl an Einsät­zen. Spezi­ell für die warme Jahres­zeit hat die Hansea­ti­sche Feuerwehr‐Unfallkasse Nord (HFUK Nord) auf Ihrem online Auftritt Inhalte über­sicht­lich aufbe­rei­tet.

Ange­hö­rige der Feuer­wehr stoßen im Sommer schnell an Leis­tungs­grenze

Sommer­ty­pi­sche Szena­rien wie Wald‐ oder Flächen­brände verlan­gen den Feuer­wehr­an­ge­hö­ri­gen viel ab. Eine Brand­be­kämp­fung durch­zu­füh­ren wird schnell zu einer schweiß­trei­ben­den Ange­le­gen­heit und zu einem Risiko für Herz und Kreis­lauf. Erschwe­rend hinzu kommt die hohe Luft­feuch­tig­keit an schwü­len Tagen. Und oft wird bei einem Einsatz bereits nach kurzer Zeit die körper­li­chen Leis­tungs­gren­zen erreicht – erst recht, wenn schwere körper­li­che Arbeit, wie zum Beispiel beim Löschen eines Feuers, verrich­tet wird.

Hier steigt die Körper­kern­tem­pe­ra­tur rasant an und erreicht in Einzel­fäl­len Werte, die mit hohem Fieber vergleich­bar sind. In diesem Zusam­men­hang kommt es auch zu extre­men Flüs­sig­keits­ver­lus­ten. Des Weite­ren kann die aggres­sive Sonnen­strah­lung auf der Haut schnell einen schmerz­haf­ten Sonnen­brand verur­sa­chen, je nach UV‐Strahlung mit weite­ren gesund­heits­schäd­li­chen Spät­fol­gen.

Orga­ni­sa­to­ri­sche und perso­nelle Maßnah­men

Grund­sätz­lich ist bei hohen Außen­tem­pe­ra­tu­ren auf beson­dere orga­ni­sa­to­ri­sche und perso­nelle Maßnah­men zu achten:

  • Bei Alar­mie­run­gen die Einsatz­zei­ten der Feuer­wehr­an­ge­hö­ri­gen auf das abso­lut notwen­dige Maß beschrän­ken und ausrei­chend Erho­lungs­pau­sen (an schat­ti­gen Plät­zen) einpla­nen (in den Pausen zudem schwere Ausrüs­tung und Klei­dung able­gen)
  • Verstär­kung und Ablö­sung der einge­setz­ten Kräfte recht­zei­tig einpla­nen
  • Ausrei­chend Getränke bereit­stel­len, um den Flüs­sig­keits­ver­lust und daraus resul­tie­ren­den Leis­tungs­ein­bu­ßen effek­tiv entge­gen­zu­wir­ken (bei Einsät­zen unter Atem­schutz erhöht sich der Flüs­sig­keits­be­darf zusätz­lich)
  • Zwecks Kräf­ti­gung leicht verdau­li­ches Essen unter hygie­ni­schen Bedin­gun­gen bereit­stel­len
  • An Schutz vor UV‐Strahlung durch Sonnen­creme und Kopf­be­de­ckung (beispiels­weise Sonnen­hüte mit Nacken­schutz) denken
  • Kein langes Antre­ten, insbe­son­dere nicht unge­schützt in der Sonne

Maßnah­men bei Ausflü­gen, Lagern und Fahr­ten mit Jugend­feu­er­weh­ren

Auch bei den Jugend­feu­er­weh­ren herrscht zu dieser Jahres­zeit reges Trei­ben und dementspre­chend müssen auch hier Vorkeh­run­gen getrof­fen werden, um mögli­che Gesund­heits­ge­fah­ren zu verhin­dern. Insbe­son­dere bei Ausflü­gen, Lagern und Fahr­ten sind folgende Maßnah­men ratsam:

  • Ausrei­chend Pausen einpla­nen und während der Erho­lung Schat­ten­plätze aufsu­chen
  • Zum Schutz vor Sonnen­brand sollen sich alle Jugend­feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen ausrei­chend eincre­men
  • Erhöh­ten Flüs­sig­keits­be­darf berück­sich­ti­gen und ausrei­chend Getränke bereit­stel­len
  • Körper­lich anstren­gende Akti­vi­tä­ten (Sport, Spiele oder Märsche) nicht in die Mittags‐ und Nach­mit­tags­stun­den legen
  • Kein langes Antre­ten, insbe­son­dere nicht unge­schützt in der Sonne

Kennt­nisse der Ersten‐Hilfe im Umgang mit Hitze­s­chä­den regel­mä­ßig auffri­schen

Unab­hän­gig, ob Einsatz­ab­tei­lung oder Jugend­feu­er­wehr, kann es an heißen Tagen zu Hitze­s­chä­den wie Sonnen­stich, schwe­rem Sonnen­brand oder Hitze­er­schöp­fung kommen, die zu einer ernst­haf­ten Gesund­heits­ge­fahr oder sogar lebens­be­droh­li­chen Situa­tion werden können. Durch die unmit­tel­bare Gefähr­dung des Herz‐Kreislauf‐Systems dürfen sie keines­falls unter­schätzt werden und machen unter Umstän­den den Einsatz des Rettungs­diens­tes erfor­der­lich. Vor dem Hinter­grund der Gesund­heits­ge­fah­ren in der Sommer­zeit soll­ten die Erste‐Hilfe‐Kenntnisse der Feuer­wehr­an­ge­hö­ri­gen im Umgang mit Hitze­s­chä­den regel­mä­ßig aufge­frischt werden.

Inter­es­sierte finden auf www.hfuknord.de in der Rubrik „Das aktu­elle Thema“ weiter­füh­rende Infor­ma­tio­nen und Doku­mente zum Down­load.

Anzeige

News­let­ter

Jetzt unse­ren News­let­ter abon­nie­ren

Meistgelesen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Titelbild Sicherheitsbeauftragter 6
Ausgabe
6.2019
ABO

Sicher­heits­in­ge­nieur

Titelbild Sicherheitsingenieur 6
Ausgabe
6.2019
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de