Burn-out - Warnsignale erkennen und Betroffenen helfen. Ratgeber der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege -
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Ratgeber der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Burn-out – Warn­si­gnale erken­nen und Betrof­fe­nen helfen

Burn-out
Führungskräften sollten Warnsignale in Sachen Burn-out bei Beschäftigten frühzeitig erkennen. Foto: © Jörg Lantelme - stock.adobe.com
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Eine neue Broschüre der Berufs­ge­nos­sen­schaft für Gesund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pflege (BGW) befasst sich mit dem Thema Burn-out: Welche Warn­si­gnale sollte man ernst nehmen und wie geht man mit psychisch bean­spruch­ten Beschäf­tig­ten profes­sio­nell um. Die Antwor­ten des Ratge­bers dazu rich­ten sich spezi­ell an Führungs­kräfte.

Eine allge­mein­gül­tige Defi­ni­tion für Burn-out gibt es nicht“, erklärt Dr. Sabine Greger­sen, Psycho­lo­gin bei der Berufs­ge­nos­sen­schaft für Gesund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pflege (BGW). „Ausge­brannt sein ist eher ein Ober­be­griff für meist beruf­lich bedingte Erschöp­fung.“ Heraus­for­de­run­gen werden zur Über­las­tung, dauer­haf­ter Stress und Anspan­nung können nicht mehr bewäl­tigt werden.

Burn-out-Syndrom ist kein Zustand, sondern ein schlei­chen­der Prozess

Das soge­nannte Burn-out-Syndrom ist somit kein Zustand, sondern ein schlei­chen­der Prozess, wie die Exper­tin erläu­tert: „Die Veraus­ga­bung hält über eine längere Zeit an – und irgend­wann ist die so ausge­prägt, dass der ‚Akku’ leer ist und nicht mehr aufge­la­den werden kann.“

Symptome, die auf ein Burn-out-Syndrom hinwei­sen, können auf verschie­de­nen Ebenen auftre­ten:

  • körper­lich: chro­ni­sche Müdig­keit, Mangel an Ener­gie, Schlaf­stö­run­gen, …
  • emotio­nal: Über­druss, Nieder­ge­schla­gen­heit, Gefühl von inne­rer Leere, …
  • geistig-mental: Konzen­tra­ti­ons­schwä­che, Vergess­lich­keit, Verlust an Krea­ti­vi­tät, Gedan­ken der Sinn­lo­sig­keit, …
  • sozial: sozia­ler Rück­zug, Verständ­nis­lo­sig­keit für andere, Unfä­hig­keit zuzu­hö­ren, …

Wann soll­ten Vorge­setzte handeln?

Zu den Aufga­ben von Führungs­kräf­ten gehört es unter ande­rem, profes­sio­nell mit psychisch bean­spruch­ten Beschäf­tig­ten umzu­ge­hen. Aber nicht immer gelingt es, psychi­sche Über­las­tung früh­zei­tig zu erken­nen. Es gibt Menschen, die seeli­sche Not und psychi­sche Erschöp­fung sehr lange verber­gen. „Zudem bewegt man sich häufig in einer Grau­zone“, fügt Greger­sen hinzu. „Oft ist schwer zu sagen, ob gewisse Anzei­chen auf Ausnah­me­si­tua­tio­nen zurück­zu­füh­ren sind oder ob sie eine andau­ernde Verän­de­rung der betref­fen­den Person zum Ausdruck brin­gen.“

Führungs­kräfte soll­ten in folgen­den Fällen handeln:

  • Wenn sie Verhal­tens­än­de­run­gen bei ihren Beschäf­tig­ten bemer­ken, die unty­pisch, irri­tie­rend oder nicht nach­voll­zieh­bar sind.
  • Wenn Verhal­tens­än­de­run­gen dauer­haft sind und/oder ein einzel­ner Aspekt stark ausge­prägt ist.
  • Wenn sich das Verhal­ten der betrof­fe­nen Person nega­tiv auf das soziale Mitein­an­der, die Arbeits­mo­ti­va­tion und die kolle­gia­le­Zu­sam­men­ar­beit auswirkt.
  • Wenn das Verhal­ten gegen­über Drit­ten, etwa der Kund­schaft oder Klien­tin­nen und Klien­ten, kritisch wird.

Was können Vorge­setzte tun?

Zeigen sich Warn­si­gnale, soll­ten Führungs­kräfte früh­zei­tig das Gespräch suchen“, rät Dr. Sabine Greger­sen. „Sie stel­len aber keine Diagnose und leis­ten auch keine psycho­lo­gi­sche Bera­tung. Viel­mehr geht es in dem Gespräch darum, die eigene Wahr­neh­mung von Auffäl­lig­kei­ten zu beschrei­ben, ohne diese zu bewer­ten.“ Ziel sollte sein, heraus­zu­fin­den, was bei Bedarf für die betrof­fene Person getan werden kann und wie sich die Situa­tion gemein­sam verbes­sern lässt. Bei Bedarf empfiehlt es sich, profes­sio­nelle Hilfe zu vermit­teln.

Check­lis­ten und weitere Arbeits­hil­fen sowie vertie­fende Infor­ma­tio­nen zum Thema bietet der neue BGW-Ratgeber für Führungs­kräfte und Unter­neh­mens­lei­tun­gen „Erschöp­fung erken­nen – sicher handeln“, der hier herun­ter­ge­le­den werden kann.

Mitglieds­be­triebe der BGW können die Broschüre auch kosten­los als gedruck­tes Heft bestel­len.

www.bgw-online.de

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