Demografischer Wandel: Mehr als jeder zweite Arbeiter hört vor der Rente auf. Auswertung der Techniker Krankenkasse -
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Auswertung der Techniker Krankenkasse

Demo­gra­fi­scher Wandel: Mehr als jeder zweite Arbei­ter hört vor der Rente auf

Arbeiter, die vorwiegend schwere körperliche Tätigkeiten verrichten, nehmen oft die Frührente in Anspruch. Foto: © Photographee.eu - stock.adobe.com
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Die wach­sende Zahl älte­rer Menschen in Deutsch­land führt dazu, dass Arbei­ter renten­be­dingt künf­tig immer länger tätig sein werden. Diese Rech­nung geht aber nur auf, wenn sie dies auch schaf­fen. Dass es hier noch großen Hand­lungs­be­darf gibt, belegt ein aktu­el­ler Report der Tech­ni­ker Kran­ken­kasse (TK): Die Auswer­tung der haus­ei­ge­nen Gesund­heits­re­ports erga­ben, dass mehr als 50 Prozent der Erwerbs­tä­ti­gen vor dem offi­zi­el­len Renten­ein­tritts­al­ter aus dem Arbeits­le­ben ausschei­den – und jeder Siebte (13,5 Prozent) von ihnen wegen Berufs­un­fä­hig­keit, Erwerbs­un­fä­hig­keit oder Schwer­be­hin­de­rung.

Ein weite­res Drit­tel der Berufs­tä­ti­gen, die früher aus dem Erwerbs­le­ben ausschei­den, hat zwar genug Berufs­jahre zusam­men, nimmt aber deut­li­che finan­zi­elle Einbu­ßen in Kauf, um früher in Rente zu gehen“, so Dr. Thomas Grobe vom Insti­tut für ange­wandte Quali­täts­för­de­rung und Forschung im Gesund­heits­we­sen (aQua), das die TK-Daten ausge­wer­tet hat.

Gerade Arbei­ter mit körper­lich belas­ten­den Beru­fen gehen früh in Rente

Beson­ders häufig sind von einer Früh­ver­ren­tung Beschäf­tigte mit körper­lich belas­ten­den Beru­fen betrof­fen.“ So ist das Risiko berufs- oder erwerbs­un­fä­hig zu werden im Bau- und Holz­ge­werbe 1,8-mal höher als in der Vergleichs­gruppe. Das gilt auch für Verkehrs- und Lager­ar­bei­ter (1,6-mal höhe­res Risiko) sowie für die Beschäf­tig­ten aus der Metall­bran­che (fast 1,6-mal höhe­res Risiko).

Ältere Arbeit­neh­mer brau­chen deut­lich mehr Arznei­mit­tel

Ältere Beschäf­tigte brau­chen außer­dem die meis­ten Arznei­mit­tel. Sie erhiel­ten mit 665 Tages­do­sen fast drei Mal so viel Arznei­mit­tel wie der Durch­schnitt der Erwerbs­tä­ti­gen (245 Tages­do­sen). Dabei mach­ten Herz-Kreislaufmedikamente den größ­ten Anteil aus – im Schnitt beka­men die 60- bis 64-Jährigen 2017 davon pro Kopf Präpa­rate für 344 Tage.

Das ist rund vier­mal so viel wie der Durch­schnitt der Berufs­tä­ti­gen (90 Tages­do­sen pro Kopf). Auch bei den Medi­ka­men­ten für das Nerven­sys­tem – über­wie­gend Anti­de­pres­siva – zeigen sich deut­li­che Unter­schiede. So erhiel­ten die Berufs­tä­ti­gen zwischen 60 und 64 Jahren im Schnitt 34 Tages­do­sen im Jahr, bei den Berufs­tä­ti­gen insge­samt waren es durch­schnitt­lich nur knapp 22 Tages­do­sen.

www.tk.de

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