Die neuen Ökodesign-Vorschriften für Leuchtmittel. Aus für Halogenlampen -
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Aus für Halogenlampen

Die neuen Ökodesign‐Vorschriften für Leucht­mit­tel

Seit 1. September 2018 dürfen dürfen Halogenlampen der Klasse „D“ oder schlechter weder hergestellt noch auf den Markt gebracht werden. Foto: © vvoe - stock.adobe.com
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Seit dem 1. Septem­ber 2018 dürfen Halo­gen­lam­pen der Klasse „D“ oder schlech­ter nicht mehr herge­stellt und auf den Markt gebracht werden. Das Verbot ist Teil der EU‐Vorschriften zum Ökode­sign und zur Ener­gie­ef­fi­zi­enz­kenn­zeich­nung für Haushalts‐ und Büro­ge­räte.

Bereits 2009 hatten die EU‐Staaten und das Euro­päi­sche Parla­ment ein Produk­ti­ons­ver­bot für die inef­fi­zi­en­ten, meist birnen‐ oder kerzen­för­mi­gen, Halo­gen­lam­pen mit unge­bün­del­tem Licht der Klasse „D“ oder schlech­ter beschlos­sen, nun läuft die Über­gangs­frist aus. Altbe­stände dürfen noch abver­kauft werden. Nicht betrof­fen sind Halo­gen­glüh­lam­pen, die häufig in Schreib­tisch­lam­pen und Flutlicht‐Scheinwerfern verwen­det werden, oder die belieb­ten „Spots“ für Decken­strah­ler.

LED‐Lampen brau­chen meist wesent­lich weni­ger Ener­gie – oft weni­ger als zehn Prozent – als das Halogen‐Äquivalent, und sie haben in der Regel eine Lebens­dauer von zehn bis 20 Jahren, während Halo­gen­lam­pen in der Regel alle drei bis vier Jahre ausge­wech­selt werden müssen. Und: Noch vor weni­gen Jahren waren LED‐Lampen vier‐ bis fünf­mal teurer als Halo­gen­lam­pen; die Preise sind seit­dem jedoch erheb­lich gesun­ken.

Das Produk­ti­ons­ver­bot für die inef­fi­zi­en­ten Halo­gen­glüh­lam­pen ist Teil der EU‐Vorschriften zum Ökode­sign und zur Ener­gie­ef­fi­zi­enz­kenn­zeich­nung für Haushalts‐ und Büro­ge­räte.

Welche Produkte sind von den EU‐Vorschriften zum Ökode­sign und zur Ener­gie­ef­fi­zi­enz­kenn­zeich­nung für Haushalts‐ und Büro­ge­räte betrof­fen?

Die Entschei­dung betrifft Netzspannungs‐Halogenglühlampen mit unge­bün­del­tem Licht. Nicht betrof­fen sind Halo­gen­glüh­lam­pen, wie sie häufig in Schreib­tisch­lam­pen und Flutlicht‐Scheinwerfern verwen­det werden (z.B. Lampen der Klas­sen R7, G9 und G4); für diese gelten Ausnah­me­re­ge­lun­gen. Auch Niederspannungs‐Halogenglühlampen wie die belieb­ten „Spots“ sind nicht betrof­fen.

Poten­zi­elle Einspa­run­gen

Ener­gie­ver­brauch: LED‐Lampen brau­chen meist wesent­lich weni­ger Ener­gie – oft weni­ger als zehn Prozent – als das Halogen‐Äquivalent. Da die meis­ten Haus­halte über mehrere solcher Lampen verfü­gen, können erheb­li­che Einspa­run­gen beim Ener­gie­ver­brauch erzielt werden.

EU‐weit sind laut einer Studie von 2013 über die Auswir­kun­gen der geplan­ten Ände­run­gen erheb­li­che Einspa­run­gen beim jähr­li­chen Strom­ver­brauch zu erwar­ten. Sobald die Bestim­mun­gen voll­stän­dig umge­setzt sind (d. h., wenn alle Haus­halte alle betrof­fe­nen Lampen von Halo­gen auf LED umge­stellt haben), werden EU‐weit auf 9,4 TWh pro Jahr einge­spart. Das entspricht dem jähr­li­chen Ener­gie­ver­brauch Estlands.

Lebens­dauer: LED‐Lampen haben in der Regel eine Lebens­dauer von zehn bis 20 Jahren, während ihre Halogen‐Äquivalente in der Regel alle drei bis vier Jahre ausge­wech­selt werden müssen.

Recy­cling: Im Prin­zip können die meis­ten der von der Ände­rung der Vorschrif­ten betrof­fe­nen Halogen‐ und LED‐Lampen recy­celt werden. Die längere Lebens­dauer von LEDs bedeu­tet jedoch, dass EU‐weit insge­samt wesent­lich weni­ger Leucht­mit­tel recy­celt werden müssen.

Einzel­han­dels­preise: Noch vor weni­gen Jahren waren LED‐Lampen deut­lich (vier‐ bis fünf­mal) teurer als Halo­gen­lam­pen (auch wenn sie sich lang­fris­tig trotz­dem rech­ne­ten). Die Preise sind jedoch erheb­lich gesun­ken, da sich die Tech­no­lo­gie entwi­ckelt hat und größere Stück­zah­len produ­ziert werden.

Das ist zum Teil auch auf die Entschei­dung der EU zurück­zu­füh­ren, die Halo­gen­lam­pen nach einer Über­gangs­frist lang­fris­tig zu verbie­ten. Dadurch sind die Unter­schiede bei den Einzel­han­dels­prei­sen deut­lich zurück­ge­gan­gen, insbe­son­dere für Leucht­mit­tel, die in Privat­haus­hal­ten verwen­det werden.

Treib­haus­gas­emis­sio­nen: Die Folgen­ab­schät­zung von 2015 geht davon aus, dass durch die geän­der­ten Bestim­mun­gen, sobald sie voll­stän­dig umge­setzt sind, pro Jahr 3,4 Mio. Tonnen CO2‐Emissionen einge­spart werden können – das Doppelte der gesam­ten jähr­li­chen CO2‐Emissionen Maltas.

https://ec.europa.eu

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