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Adventszeit

Einfa­che Maßnah­men gegen Brände

Foto: © Daniel - stock.adobe.com
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Fest­lich deko­rierte Zimmer der Advent ist Haupt­sai­son für bren­nende Häuser. Viele dieser vernich­ten­den, oft sogar tödli­chen Brände können mit einfa­chen Maßnah­men verhin­dert werden. Exper­ten der Feuer­wehr und der VdS Scha­den­ver­hü­tung GmbH nennen typi­sche Gefah­ren­quel­len und geben leicht umsetz­bare Schutz­tipps.

Weih­nachts­bäume und Advents­kränze bewäs­sern

Je trocke­ner, desto leich­ter entzünd­lich – das gilt auch für Advents­kränze und Christ­bäume. „Frisches Holz, sogar frische Tannen­na­deln, bren­nen kaum. Aller­dings sind viele Weih­nachts­bäume impor­tiert, wurden wegen langer Trans­port­zei­ten schon im Novem­ber gefällt. Weit vor Heilig­abend sind die rund 40.000 Nadeln pro Tanne dann äußerst leicht entflamm­bar“, erklärt Chris­toph Haupt, Prüf-Ingenieur in den Kölner VdS-Laboratorien. „Mit frischen Bäumen aus heimi­schem Anbau sind Sie sehr viel siche­rer“, rät Haupt. „Bitte Tannen sowie Advents­kränze auch nach dem Aufstel­len noch bewäs­sern oder mit Wasser benet­zen. Über Nadeln, Äste und Stumpf nehmen sie weiter Feuch­tig­keit auf. Jeder Trop­fen vermin­dert das Brand­ri­siko.“

Wich­tig sind und blei­ben der feste Stand des Christ­baums (vor allem bei Haus­hal­ten mit Klein­kin­dern und/oder Haus­tie­ren), stabile Kerzen­hal­ter, ausrei­chend Abstand zu Brenn­ba­rem – und dass immer ein Erwach­se­ner im Raum ist, wenn die Kerzen bren­nen.

Gut zu wissen für die Platz­wahl: Ein trocke­ner Baum brennt in Sekun­den­schnelle lich­ter­loh und blockiert so ein Viel­fa­ches mehr an Flucht­we­gen.

Elek­tri­sche Lich­ter­ket­ten können auch brand­ge­fähr­lich sein

Viele Bürger nutzen wegen der Feuer­ge­fahr lieber elek­tri­sche Lich­ter­ket­ten. Elek­trik ist aber der deutsch­land­weit häufigste Brand­aus­lö­ser – wegen z.B. Mängeln, Alters­schwä­che oder über­las­te­ten Mehr­fach­steck­do­sen“, warnt Karl-Heinz Knorr, Vize­prä­si­dent des Deut­schen Feuer­wehr­ver­bands.

Ihre Feuer­wehr empfiehlt: Nutzen Sie nur Quali­täts­ware, keines­falls Internet-Schnäppchen dubio­ser Herkunft. Und schal­ten Sie bei Abwe­sen­heit, vor allem vor dem Zubett­ge­hen, auch elek­tri­sche Beleuch­tung unbe­dingt aus. Alle Geräte, die komi­sche Geräu­sche von sich geben oder – selbst nur mini­ma­len – Brand­ge­ruch abson­dern, sowie brüchige oder gequetschte Kabel direkt entsor­gen. Ist E‑Dekoration in einen Brand verwi­ckelt: Sofort den Stecker ziehen. Erst recht vor einem Lösch­ver­such mit Wasser.“

Eine wich­tige Absi­che­rung: „Der in direk­ter Nähe plat­zierte Feuer­lö­scher oder mit mindes­tens 10 Litern gefüllte Wasser­ei­mer kann im Ernst­fall Ihr gesam­tes Haus retten. Am wich­tigs­ten ist jedoch immer der Eigen­schutz: Im Zwei­fel lieber sofort raus aus dem Haus, die Feuer­wehr ist in Minu­ten­schnelle da.“

Fondue – Explo­sive Köst­lich­keit

Auch ein belieb­tes Weihnachts- und Silves­ter­es­sen endet immer wieder mit verhee­ren­den Brän­den: Oft entflammt das im Fondue-Topf kochende Fett – niemals darf dann versucht werden, mit Wasser zu löschen! Haupt warnt: „Im Topf hat immer nur die oberste Fett­schicht Luft­kon­takt, nur dieser winzige Teil des Fettes kann bren­nen. Bei einem – fata­len! – Lösch­ver­such mit Wasser dage­gen verdampft dieses sofort, schießt empor und reißt viel flüs­si­ges Fett mit, das sich im Luft­kon­takt sofort entzün­det.

Versu­che in den VdS-Laboratorien bele­gen: Schon 0,2 Liter Wasser erzeu­gen, in bren­nen­des Spei­se­fett geschüt­tet, eine mehrere Meter hohe Flamme. Die Zimmer­de­cke wirft diese Explo­sion auf jeden im Umkreis zurück – die Folge sind schwerste Verbren­nun­gen, mindes­tens!

Wenn also mal das Fondue brennt: Einfach den Topf­de­ckel drauf. So ersti­cken Sie das Feuer in Sekun­den­schnelle.“

https://vds.de

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