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Zum Unterschied von Pandemie- und konventionellem Atemschutz

Zum Unterschied von Pandemie- und konventionellem Atemschutz
Fehl­an­wen­dung von Pande­mie­atem­schutz in Betrie­ben vermei­den

In Industrie und Gewerbe sollte zum Schutz vor zum Beispiel Gefahrstoffen oder Stäuben ausschließlich zertifizierter Atemschutz gemäß EN 149 (Persönliche Schutzausrüstung) zum Einsatz kommen. Die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Foto: ©Angela - stock.adobe.com
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Zurzeit besteht die Möglich­keit, Atem­schutz auf Grund­lage einer verein­fach­ten Prüfung in den Verkehr zu brin­gen. Dieser soge­nannte Corona-Pandemieatemschutz (CPA) soll Beschäf­tigte im Gesund­heits­we­sen vor einer Sars-CoV-2-Infektion schüt­zen. Gegen­über konven­tio­nel­lem, zerti­fi­zier­tem Atem­schutz hat er damit nur eine einge­schränkte Schutz­wir­kung. Das Insti­tut für Arbeits­schutz der DGUV (IFA) klärt auf und gibt Hinweise, wie Betriebe auch in Pande­mie­zei­ten an ihren Arbeits­plät­zen den rich­ti­gen Atem­schutz einset­zen können. 


Um dem akuten Mangel an Atem­schutz­mas­ken in Pande­mie­zei­ten zu begeg­nen, exis­tiert seit dem 20. März 2020 für Deutsch­land ein Schnell­test, der die Eignung von Atem­schutz­mas­ken zum Schutz vor Sars-CoV‑2 prag­ma­tisch über­prüft. Inzwi­schen wurden bereits Dutzende von Produkt­ty­pen mit posi­ti­vem Ergeb­nis geprüft und Millio­nen von Masken damit verkehrsfä­hig gemacht. 

Eigent­lich ist der so geprüf­ten CPA exklu­siv für die Versor­gung des Gesund­heits­we­sens zum Schutz vor dem Virus gedacht“, sagt Dr. Martin Liedtke, Koor­di­na­tor für Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung im IFA. Trotz­dem werde CPA inzwi­schen vieler­orts im Handel ange­bo­ten, und wer Bedarf hat, greife natür­lich zu. Liedtke: „Darun­ter sind sicher auch Betriebe, die filtrie­ren­den Atem­schutz grund­sätz­lich für die verschie­dens­ten Tätig­keits­be­rei­che benö­ti­gen, zum Beispiel an Arbeits­plät­zen mit hoher Staub­be­las­tung oder für den Umgang mit ölhal­ti­gen Aero­so­len.“ 

CPA ist für den Laien oft nicht von sonst übli­chem, zerti­fi­zier­tem Atem­schutz zu unter­schei­den. Aber: CPA ist keine Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung gemäß der Euro­päi­schen Prüf­norm EN 149 für filtrie­rende Halb­mas­ken. Er ist in puncto Schutz­wir­kung nicht mit Atem­schutz gleich­zu­set­zen, der nach dieser Prüf­norm zerti­fi­ziert wurde. CPA soll gegen das Virus schüt­zen. „Das heißt aber nicht auto­ma­tisch, dass die Atem­schutz­mas­ken auch gegen sons­tige luft­ge­tra­gene Schad­stoffe, zum Beispiel ölhal­tige Aero­sole mit teils krebs­er­zeu­gen­den Inhalts­stof­fen, Schutz bieten“, sagt der IFA-Experte.  

Den Betrie­ben rät er: „Im Augen­blick ist es ganz beson­ders wich­tig, beim Kauf von Atem­schutz auf die Herstel­ler­an­ga­ben zur Verwen­dung der Maske zu achten. Sind die nicht eindeu­tig oder fehlen sie ganz – beides kann bei Pandemie-Atemschutz der Fall sein – nutzen Sie diese Masken wirk­lich nur zum Infek­ti­ons­schutz. Für andere Einsatz­zwe­cke, also zum Schutz vor luft­ge­tra­ge­nen Gefahr­stof­fen, verwen­den Sie ausschließ­lich zerti­fi­zier­ten Atem­schutz gemäß EN 149.“ Der lässt sich verbind­lich an zwei Merk­ma­len erken­nen, die beide vorhan­den sein müssen:

  • am CE-Kennzeichen, gefolgt von der vier­stel­li­gen Kenn­num­mer der über­wa­chen­den, noti­fi­zier­ten Stelle, zum Beispiel „CE 0121“. 
  • an der Benut­zer­in­for­ma­tion, die zwin­gend in jeder handels­üb­li­chen Verpa­ckung in deut­scher Spra­che vorhan­den sein muss und die Benut­zung nicht auf den allei­ni­gen Schutz gegen SARS-CoV‑2 einschränkt.  

Weiter­füh­rende Infor­ma­tio­nen zur Beschaf­fung, Bereit­stel­lung und Benut­zung von Pandemie-PSA bietet das IFA auf seiner Webseite.

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