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Vorsicht bei Schnäppchen!

Shop­pen im Urlaub

Gerade im Urlaub verleiten vermeintliche Schnäppchen zum Kauf - nicht selten zu Lasten der Gesundheit. Foto: © nullplus - stock.adobe.com
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Bunte Flip Flops, modi­sche Sonnen­bril­len oder aufblas­bare Gummi­tiere, die wenig kosten, verlei­ten gerade im Urlaub zum Kauf. Nicht selten bestehen bei diesen vermeint­li­chen Schnäpp­chen aber Verlet­zungs­ge­fah­ren oder die Produkte enthal­ten für die Gesund­heit gefähr­li­che Schad­stoffe. Der Verband der TÜV gibt Tipps, damit Urlau­ber keine böse Über­ra­schung erle­ben.

Sonnen­bril­len

Die in Sonnen­strah­len enthal­tene UV-Strahlung kann lang­fris­tig Schä­den an der Horn­haut und der Linse des Auges verur­sa­chen. In Strand­nähe oder auf dem Wasser kommt die UV-Strahlung nicht nur von oben, sondern durch Reflek­tio­nen von allen Seiten. Hier ist es beson­ders ratsam, eine Sonnen­brille zu tragen.

Bei kosten­güns­ti­gen Sonnen­bril­len ist das Risiko groß, dass die Gläser der Brille keinen UV-Schutz bieten. „Sonnen­bril­len soll­ten am besten direkt beim Opti­ker gekauft werden. Dort kann man sich auf die Quali­tät der Bril­len­glä­ser verlas­sen und der Fach­händ­ler geht auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse des Bril­len­trä­gers ein“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäfts­füh­rer des TÜV-Verbands (VdTÜV).

So eignen sich für Wasser­sport­ler eher pola­ri­sierte Bril­len­glä­ser, die die Wahr­neh­mung von Kontras­ten erleich­tern. Golfer oder Tennis­spie­ler soll­ten im Urlaub hinge­gen eher auf farbig getönte Gläser setzen, weil sich die Bälle auf diese Weise besser vom Hinter­grund abhe­ben.

Quali­tät von Sonnen­bril­len schnell erkannt

Wer erst am Urlaubs­ort eine Bril­len kauft, kann einen einfa­chen Qualitäts-Check durch­füh­ren:

Die Brille aufset­zen und eine gerade Linie fixie­ren: Verzerrt der Blick durch die Bril­len­glä­ser die Linie, ist dies ein erstes Anzei­chen für schlecht verar­bei­tete Gläser.

Auch unscharfe Sicht­be­rei­che oder Einschlüsse in den Gläsern sind Indi­zien für schlechte Quali­tät.

Aufkle­ber mit den Anga­ben „UV 400“ oder „100% UV-Schutz“ auf der Sonnen­brille spre­chen dafür, dass die Sonnen­brille über einen ausrei­chen­den Schutz verfügt.

Spiel­zeug

Ob aufblas­ba­res Gummi­tier, Schwimm­flü­gel, Stoff­tier oder Wasser­pis­tole – viele Urlaubs­mit­bring­sel würden einer TÜV-Produktprüfung im Labor nicht stand­hal­ten. So fallen diverse Spiel­zeuge durch die Brand­prü­fung. Andere Produkte beinhal­ten gesund­heits­ge­fähr­dende Weich­ma­cher oder enthal­ten Einzel­teile, die Klein­kin­der verschlu­cken könn­ten.

Joachim Bühler rät:

Gerade bei Schwimm­hil­fen sollte man auf das GS-Zeichen achten, weil im Notfall ein Kinder­le­ben von der Sicher­heit des Produkts abhän­gen kann.

Stoff­tiere soll­ten vor der ersten Nutzung bei nied­ri­ger Tempe­ra­tur gewa­schen werden. So lassen sich mögli­cher­weise enthal­tene Schad­stoffe redu­zie­ren.

Von Spiel­sa­chen, die unan­ge­nehm riechen, am besten die Finger lassen und Abstand nehmen von Spiel­zeug mit schar­fen Ecken und Kanten.

Ein gutes Zeichen ist es, wenn dem Produkt Bedienungs- und Warn­hin­weise in mehre­ren Spra­chen beilie­gen. Bestehen hinsicht­lich der Quali­tät und Sicher­heit Zwei­fel, sollte man sich lieber für ein ande­res Souve­nir entschei­den.“

Aller­gene in Texti­lien und Schu­hen

Klei­dung und Schuhe können Rück­stände von Färbe­mit­teln oder Gerb­stof­fen aufwei­sen, die bei länge­rem Haut­kon­takt Aller­gien auslö­sen oder Haut­krank­hei­ten verur­sa­chen können. „Wer ein Klei­dungs­stück auf dem Markt oder am Strand erwor­ben hat, sollte es vor dem ersten Tragen gründ­lich waschen, um Schad­stoffe oder Krank­heits­er­re­ger aus den Texti­len zu entfer­nen und damit mögli­che aller­gi­sche Reak­tio­nen zu vermei­den. Klein­kin­der sind beson­ders gefähr­det, hier sollte beson­dere Vorsicht gelten“, sagt Bühler.

Kenn­zei­chen und Prüf­zei­chen bieten Orien­tie­rung

Wenn ein Herstel­ler sein Produkt mit dem CE-Kennzeichen versieht, bestä­tigt er noch vor der Markt­ein­füh­rung, dass seine Ware allen gülti­gen EU-Richtlinien entspricht. Vielen Verbrau­chern ist aber nicht bekannt, dass die CE-Kennzeichnung kein Prüf­zei­chen, sondern eine so genannte Herstel­ler­selbst­er­klä­rung ist.

Eben­falls Orien­tie­rung bietet Verbrau­chern das Zeichen für Geprüfte Sicher­heit (GS-Zeichen). Dieses wird auf einem Produkt immer durch ein Logo ergänzt, zum Beispiel von dem TÜV-Unternehmen, das die Ware als unab­hän­gige Stelle geprüft hat. Der Verband der TÜV rät:  Fehlt am Produkt die entspre­chende Angabe über das Prüf­in­sti­tut neben dem Prüf­zei­chen oder sind keine Hersteller- oder Importeur-Angaben ange­ge­ben, sollte vom Kauf gene­rell abge­se­hen werden.

www.vdtuev.de

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