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Europäische Kommission ändert Grenzwerte für krebserregende Chemikalien

Europäische Kommission ändert Grenzwerte
Krebserregende Chemikalien Acrylnitril, Benzol und Nickelverbindungen im Fokus

Grenzwerte krebserregende Stoffe Acrylnitril Benzol nickelverbindungen
Die EU-Kommission hat die Grenzwerte für die Exposition gegenüber krebserzeugenden Chemikalien am Arbeitsplatz aktualisiert. Foto: © Jaap - stock.adobe.com
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Die Europäis­che Kom­mis­sion hat die Gren­zw­erte für die Expo­si­tion gegenüber kreb­serzeu­gen­den Chemikalien am Arbeit­splatz entsprechend neuen wis­senschaftlichen Erken­nt­nis­sen aktu­al­isiert. Die Gren­zw­erte für drei Stoffe (Acryl­ni­tril (neuer Gren­zw­ert); Nick­elverbindun­gen (neuer Gren­zw­ert); Ben­zol (Gren­zw­ert nach unten kor­rigiert) wer­den einge­führt oder gesenkt.

Große Unterschiede bei Grenzwerten für Acrylnitril, Benzol und Nickelverbindungen

Die Unter­schiede zwis­chen den beste­hen­den nationalen Gren­zw­erten für die drei Stoffe sind groß, was zu einem unter­schiedlichen Schutzniveau der Arbeit­nehmer in der EU führt. Beispiel­sweise liegen die nationalen Gren­zw­erte für Acryl­ni­tril zwis­chen 0,5 mg/m³ und 7 mg/m³, was bedeutet, dass einige EU-Län­der Gren­zw­erte fest­gelegt haben, die vierzehn­mal niedriger sind als andere.

Sieben Länder ohne Grenzwerte

Darüber hin­aus gibt es in sieben EU-Län­dern noch keine Gren­zw­erte, die die Expo­si­tion der Arbeit­nehmer gegenüber diesem Stoff ein­schränken. Solche Unter­schiede führen zu Kom­p­lika­tio­nen für Unternehmen, die in ver­schiede­nen EU-Län­dern tätig sind, und sind ver­wirrend für gren­züber­schre­i­t­end tätige Unternehmen, die mit stark abwe­ichen­den Gren­zw­erten umge­hen müssen.

Kontinuierlichen Überarbeitung der Richtlinie über Karzinogene und Mutagene

Der aktuelle Vorschlag sei Teil ein­er kon­tinuier­lichen Über­ar­beitung der Richtlin­ie über Karzino­gene und Muta­gene, teilt die EU-Kom­mis­sion mit. Die bish­eri­gen drei Über­ar­beitun­gen betrafen 26 Stoffe. Die Mit­glied­staat­en kön­nen im Ein­klang mit dem Ziel der Richtlin­ie, die Expo­si­tion gegenüber kreb­ser­re­gen­den Chemikalien bei der Arbeit zu min­imieren, stren­gere nationale Gren­zw­erte als den EU-Wert fes­tle­gen. Der Vorschlag ist auch eines der ersten Ele­mente des kün­fti­gen Europäis­chen Plans zur Kreb­s­bekämp­fung. Er ste­ht auch im Ein­klang mit der umfassenderen Verpflich­tung der Kom­mis­sion, den strate­gis­chen Rah­men für Sicher­heit und Gesund­heitss­chutz bei der Arbeit zu über­prüfen, so die Kom­mis­sion.

Die von der Kom­mis­sion vorgeschla­ge­nen Gren­zw­erte beruhen auf der Kon­sul­ta­tion des Auss­chuss­es für Risikobeurteilung (wis­senschaftlich­er Auss­chuss) der Europäis­chen Chemikalien­agen­tur und des Bera­ten­den Auss­chuss­es für Sicher­heit und Gesund­heit am Arbeit­splatz (ACSH — in dem Arbeit­ge­ber, Arbeit­nehmer und Mit­glied­staat­en vertreten sind) sowie auf ein­er Kon­sul­ta­tion der Sozial­part­ner.

https://ec.europa.eu

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