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Stressabbau

Gut vorbe­rei­tet ist halb gewon­nen

Beim Frühstück bereits eine mentale „To-Do-Liste“ für den bevorstehenden Arbeitstag durchzugehen hilft, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit bei der Arbeit zu steigern. Foto: © GaudiLab - stock.adobe.com
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Die Vorbe­rei­tung auf die Arbeit ist für die Zufrie­den­heit und Leis­tungs­fä­hig­keit von Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern genauso wich­tig wie das Abschal­ten nach der Arbeit. Das zeigt eine Studie von Wissen­schaft­lern der Univer­si­tä­ten in Mann­heim und Ulm und der Port­land State Univer­sity.

Zahl­rei­che Unter­su­chun­gen bele­gen: Für das Wohl­be­fin­den von Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern ist es essen­zi­ell, dass sie nach der Arbeit mental Abstand von der Arbeit gewin­nen und sich erho­len.

Vorbe­rei­ten genauso wich­tig wie abschal­ten

Eine aktu­elle Studie der Mann­hei­mer Arbeits­psy­cho­lo­gin­nen Sabine Sonnen­tag und Kath­rin Eck sowie ihrer Kolle­gin­nen von der Univer­si­tät Ulm und der Port­land State Univer­sity, USA, zeigt jedoch, dass das Gegen­teil genauso wich­tig ist: Berufs­tä­tige, die sich morgens schon mental auf die Arbeit vorbe­rei­ten, indem sie sich über bevor­ste­hende Aufga­ben, Heraus­for­de­run­gen und mögli­che Lösungs­an­sätze bereits im Vorfeld Gedan­ken machen – sind am Arbeits­platz enga­gier­ter.

Aus frühe­ren Unter­su­chun­gen wissen wir, dass das gedank­li­che Abschal­ten von der Arbeit am Feier­abend mit posi­ti­vem Erle­ben einher­geht, beispiels­weise gerin­ge­rer Müdig­keit am nächs­ten Morgen“, sagt Sabine Sonnen­tag, Autorin der Studie und Profes­so­rin für Arbeits‐ und Orga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­lo­gie an der Univer­si­tät Mann­heim. „Die Kehr­seite dieser frühe­ren Befunde ist, dass Menschen sich aber auch zum Start des Arbeits­ta­ges wieder mit ihrer Arbeit mental ‚verbin­den’ müssen, um den Heraus­for­de­run­gen, die während des Tages auf sie zukom­men, gewach­sen zu sein.“

Wie auf die Arbeit vorbe­rei­ten?

Wie Menschen sich mental auf ihre Arbeit vorbe­rei­ten, ist personen‐ und berufs­ab­hän­gig. Während manche beim Früh­stück oder unter der Dusche die bevor­ste­hen­den Aufga­ben durch­ge­hen, durch­den­ken andere das Gespräch mit ihrem Vorge­setz­ten auf dem Weg zur Arbeit oder in der Schlange beim Bäcker. „Das gedank­li­che Einstim­men auf die Arbeit hängt damit zusam­men, dass man am Arbeits­platz enga­gier­ter und mit mehr Ener­gie bei der Sache ist“, sagt Sonnen­tag. „Konkret haben wir gefun­den, dass das gedank­li­che Einstim­men mit dem Akti­vie­ren von arbeits­be­zo­ge­nen Zielen einher­geht, wodurch der Arbeits­tag dann insge­samt posi­ti­ver verläuft.“

Auf Grund­lage dessen schla­gen die Forsche­rin­nen Unter­neh­men neue Verfah­ren vor, mit denen sie Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter dabei helfen können, sich bereits zu Beginn des Arbeits­tags mit ihren Aufga­ben zu befas­sen. Möglich wäre es zum Beispiel, den Ange­stell­ten am Anfang jedes Arbeits­ta­ges ein paar Minu­ten für sich zu geben, Check­lis­ten oder kurze Planungs­tref­fen zu Beginn des Arbeits­ta­ges anzu­bie­ten oder ihnen mehr Frei­hei­ten bei der Umset­zung der Aufga­ben einzu­räu­men. Eine andere Vari­ante wäre bereits vor der Arbeit beim Früh­stück oder unter der Dusche eine mentale „To‐Do‐Liste“ für den bevor­ste­hen­den Arbeits­tag durch­zu­ge­hen.

Hinter­grund

Im Rahmen der Studie wurden 151 Proban­den aus einem brei­ten Spek­trum an Indus­trie­zwei­gen befragt, unter ande­ren aus dem Finanz­sek­tor, der öffent­li­chen Verwal­tung, des Informations‐ und Kommunikations‐ sowie dem Gesund­heits­sek­tor.

www.uni-mannheim.de

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