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Asthmatikern hilft Obst und Gemüse essen

Viel Obst und Gemüse essen
Hilfe für Asth­ma­ti­ker

Foto: © Markus Mainka - stock.adobe.com
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Eine über­wie­gend pflanz­li­che Ernäh­rung mit viel Obst, Gemüse und Voll­korn, aber wenig Milch­pro­duk­ten kann Asthma vorbeu­gen und sich auch auf eine bestehende Erkran­kung posi­tiv auswir­ken. Das ist das Resul­tat einer Über­sichts­ar­beit des „Physi­ci­ans Commit­tee for Respon­si­ble Medi­cine“ in Washing­ton, D.C., für die aktu­elle Lite­ra­tur über die Zusam­men­hänge zwischen Ernäh­rung und dem Asth­ma­ri­siko bei Kindern und Erwach­se­nen syste­ma­tisch ausge­wer­tet wurde.

Immer mehr Menschen leiden an Asthma – eine chro­ni­sche Erkran­kung, bei der sich die Atem­wege entzün­den und veren­gen. Die Betrof­fe­nen leiden vor allem an anfalls­ar­ti­ger Atem­not, Husten und Kurz­at­mig­keit. Offen­bar kann die Ernäh­rung das Erkran­kungs­ri­siko und die Schwere der Symptome beein­flus­sen, erklä­ren US-amerikanische Wissen­schaft­ler.

So wurde ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse mit einer verrin­ger­ten Wahr­schein­lich­keit für die Entwick­lung von Asthma bei Kindern und Erwach­se­nen in Verbin­dung gebracht. In einer weite­ren Studie hatten sich Asth­ma­pa­ti­en­ten für einen Zeit­raum von acht Wochen rein pflanz­lich ernährt. Im Anschluss waren die Symptome der Erkran­kung im Vergleich zur Kontroll­gruppe weni­ger schwer und weni­ger häufig, sodass die Betrof­fe­nen ihre Medi­ka­mente redu­zie­ren konn­ten. In einer ande­ren Unter­su­chung ließ sich bei Asth­ma­ti­kern nach einem Jahr pflanz­li­cher Diät eine verbes­serte Vital­ka­pa­zi­tät nach­wei­sen. Das ist die Menge an Luft, die Menschen aussto­ßen können.

Kinder, die am meis­ten Milch­pro­dukte verzehr­ten, entwi­ckel­ten dage­gen mit einer höhe­ren Wahr­schein­lich­keit eine Asth­ma­er­kran­kung als Kinder mit dem gerings­ten Konsum. Wenn junge Asthma-Patienten acht Wochen auf Milch­pro­dukte und Eier verzich­te­ten, verbes­serte sich die maxi­male Ausat­mungs­ge­schwin­dig­keit, auch Peak-Flow oder PEF genannt, um 22 Prozent. Ein hoher Verzehr von Fett, gesät­tig­ten Fett­säu­ren und eine nied­rige Ballast­stoff­zu­fuhr waren mit Entzün­dun­gen der Atem­wege und einer Verschlech­te­rung der Lungen­funk­tion bei Asth­ma­pa­ti­en­ten verbun­den, ist im Jour­nal „Nutri­tion Reviews“ nach­zu­le­sen.

Eine Ernäh­rung mit viel Obst, Gemüse, Voll­korn­ge­treide und Hülsen­früch­ten und wenig tieri­schen Produk­ten kann das Risiko der Entwick­lung und Verschlim­me­rung von Asthma verrin­gern, fassen die Wissen­schaft­ler zusam­men. Noch sind die Hinter­gründe aber nicht abschlie­ßend geklärt. Es wird vermu­tet, dass eine über­wie­gend pflanz­li­che Kost Entzün­dun­gen im gesam­ten Körper und damit auch in den Atem­we­gen redu­ziert. Mögli­cher­weise haben bestimmte Nahrungs­be­stand­teile Einfluss auf die Immun­wege, die an der Entste­hung von Asthma betei­ligt sind. Dazu zählen Anti­oxi­d­an­zien wie Flavo­no­ide, Ballast­stoffe, mehr­fach unge­sät­tigte Fett­säu­ren, gesät­tigte Fett­säu­ren und Vitamin D. So habe der Ballast­stoff­ge­halt der Nahrung Einfluss auf das Darm­mi­kro­biom, das verschie­dene Substan­zen bildet, die wiederum Immun- und Stoff­wech­sel­re­ak­tio­nen beein­flus­sen. Inter­ven­ti­ons­stu­dien sind jedoch notwen­dig, um die viel­schich­ti­gen Zusam­men­hänge aufzu­schlüs­seln.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Infor­ma­tio­nen:

http://dx.doi.org/10.1093/nutrit/nuaa005

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