Mehr Unfälle durch physische oder psychische Gewalt bei der Arbeit. DGUV-Arbeitsunfallbericht 2016 -
Startseite » Aktuelles » Meldungen » Mehr Unfälle durch physi­sche oder psychi­sche Gewalt bei der Arbeit

DGUV-Arbeitsunfallbericht 2016

Mehr Unfälle durch physi­sche oder psychi­sche Gewalt bei der Arbeit

Besonders gefährdet von Übergriffen Dritter sind Beschäftigte, die im Rahmen ihrer Arbeit Kunden- oder Patientenkontakt haben. Foto: © Syda Productions/Shutterstock.com
Anzeige

Der Über­fall auf eine Tank­stelle, die Hand­greif­lich­kei­ten eines Pati­en­ten mit Demenz­er­kran­kung, der Schock nach einem trau­ma­ti­schen Ereig­nis – die Gewalt am Arbeits­platz hat viele Formen. Im Jahr 2016 erlit­ten 10 432 Beschäf­tigte einen melde­pflich­ti­gen Arbeits­un­fall während einer betrieb­li­chen Tätig­keit durch die Einwir­kung physi­scher oder psychi­scher Gewalt. Dies und mehr steht im Arbeits­un­fall­be­richt 2016, den die Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) kürz­lich veröf­fent­lichte.

Gewalt­un­fälle um 22 Prozent gestie­gen

Betrach­tet man allein die gemel­de­ten Arbeits­un­falle während einer betrieb­li­chen Tätig­keit durch die Einwir­kung physi­scher oder psychi­scher Gewalt (Gewalt­un­fälle), dann hat deren Zahl in den vergan­ge­nen fünf Jahren um rund 22 Prozent zuge­nom­men (2012: 8534 Fälle). Aller­dings hat sich 2016 die stei­gende Tendenz der vorher­ge­hen­den Jahre nicht fort­ge­setzt, meldet die Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV).

Beschäf­tigte mit Kunden- oder Pati­en­ten­kon­takt beson­ders gefähr­det

Insge­samt liegt der Anteil der Gewalt­un­fälle durch Perso­nen an allen melde­pflich­ti­gen Arbeits­un­fäl­len bei 1,4 Prozent. Beson­ders gefähr­det von Über­grif­fen Drit­ter sind grund­sätz­lich Beschäf­tigte, die im Rahmen ihrer Arbeit Kunden- oder Pati­en­ten­kon­takt haben. So ereig­ne­ten sich 2016 gut 31 Prozent aller Über­griffe auf Beschäf­tigte in Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­hei­men. Ein weite­res Fünf­tel passierte im öffent­li­chen Bereich, auf Stra­ßen oder bei der Nutzung von Trans­port­mit­teln. Etwa 13 Prozent trafen Beschäf­tigte in Läden und Geschäf­ten.

Es ist schwer zu sagen, ob hinter diesen Zahlen auch eine entspre­chende Zunahme des Risi­kos von Gewalt oder Bedro­hung steht: So hat beispiels­weise in den vergan­ge­nen Jahren die Beschäf­ti­gungs­quote zuge­nom­men, gerade in rele­van­ten Berei­chen wie der Pflege“, sagt Dr. Joachim Breuer, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der DGUV. „Hinzu kommt, dass die Betrof­fe­nen mögli­cher­weise stär­ker sensi­bi­li­siert sind und dies auch das Melde­ver­hal­ten beein­flusst.“

Anzeige

News­let­ter

Unsere Dosis Wissens­vor­sprung für Sie. Jetzt kosten­los abon­nie­ren!

Meist­ge­le­sen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Sicher­heits­in­ge­nieur

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de