Moderner Arbeits- und Gesundheitsschutz. Schlüssel für nachhaltigen Unternehmenserfolg -
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Schlüssel für nachhaltigen Unternehmenserfolg

Moder­ner Arbeits- und Gesund­heits­schutz

Die Fachmesse Arbeitsschutz Aktuell 2018 findet vom 23. bis 25. Oktober in der Messe Stuttgart statt.
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Arbeits- und Gesund­heits­schutz nicht als Pflicht zur Umset­zung, sondern als Gestal­tungs­mög­lich­keit des unter­neh­me­ri­schen Erfol­ges begrei­fen – zu diesem Ergeb­nis kamen Exper­ten aus Wissen­schaft, Wirt­schaft und Poli­tik sowie Vertre­ter regio­na­ler Unter­neh­men im Rahmen eines Round Tables im Future Work Lab der Fraun­ho­fer Gesell­schaft in Stutt­gart. Anlass ist die Arbeits­schutz Aktu­ell, die vom 23. bis 25. Okto­ber 2018 mit Fach­messe, Fach­kon­gress und Regio­nal­fo­rum in der Messe Stutt­gart statt­fin­det. Aus unter­schied­lichs­ten Perspek­ti­ven disku­tier­ten die Teil­neh­mer Heraus­for­de­run­gen und Lösungs­stra­te­gien für einen moder­nen Arbeits- und Gesund­heits­schutz im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung. Dabei stets im Blick: kleine und mitt­lere Betriebe aus Baden-Württemberg.

Entwick­lun­gen erken­nen und offen­siv damit umge­hen

Digi­tale Tech­no­lo­gien verän­dern rasant unsere Arbeits­welt. Lang etablierte Metho­den und Prozesse werden durch die Digi­ta­li­sie­rung in kürzes­ten Zeit­räu­men moder­ni­siert und revo­lu­tio­niert. Entgren­zung von Arbeits­zeit und Frei­zeit durch stän­dige Erreich­bar­keit sowie Arbeits­ver­dich­tung sind die Kehr­sei­ten von Flexi­bi­li­tät und Mobi­li­tät.

Gerade kleine und mitt­lere Unter­neh­men tun sich oft schwer, sich auf den digi­ta­len Wandel einzu­stel­len. Schnell und offen­siv handeln – das empfiehlt Dr. Annette Icks, stell­ver­tre­tende Vorsit­zende des Leitungs­krei­ses der Offen­sive Mittel­stand. „Die größte Heraus­for­de­rung für den Mittel­stand ist, die Entwick­lung für den eige­nen Geschäfts­be­trieb zu erken­nen. Das kann bei dem einen eine neue Maschine sein, bei dem ande­ren eine neue Arbeits­or­ga­ni­sa­tion, neue Prozesse oder ein ganz neues Geschäfts­feld. Wich­tig für die Unter­neh­men ist, dass sie die Entwick­lun­gen nicht igno­rie­ren, sondern offen­siv damit umge­hen.“

Die digi­tale Trans­for­ma­tion ist nicht nur eine Heraus­for­de­rung, was Unter­neh­mens­pro­zesse und -abläufe angeht, sie ist es insbe­son­dere im Hinblick auf einen effek­ti­ven Arbeits- und Gesund­heits­schutz, der den Wandel mitge­hen muss. Susanne Seibold, Geschäfts­füh­re­rin der Arinko Stutt­gart GmbH, einem Inge­nieur­büro, das tech­ni­sche Lösun­gen für den Maschinen- und Fahr­zeug­bau entwi­ckelt, sieht die größte Heraus­for­de­rung für ihr Unter­neh­men in der Schnell­le­big­keit. „Wir haben eine Infor­ma­ti­ons­flut, es geht alles deut­lich schnel­ler und ich sehe eine gewisse Reiz­über­flu­tung bei den Mitar­bei­tern.“ Das bestä­tigt auch Dr. Martin Braun, Experte für mensch­li­che Arbeit beim Fraunhofer-Institut für Arbeits­wirt­schaft und Orga­ni­sa­tion IAO: „Wir merken durch die inten­sive Vernet­zung verän­dern sich Arbeits­be­din­gun­gen und es verän­dern sich Wert­schöp­fungs­be­din­gun­gen für die Unter­neh­men. Schlag­worte wie Komple­xi­tät, Flexi­bi­li­tät, Agili­tät. Wenn wir da nicht ange­mes­sen mit umge­hen, dann kann das in Über­for­de­rung, Stress und mögli­cher­weise in Burn-Out munden“.

Gestal­tung gesun­der Arbeits­for­men als entschei­dende Aufgabe

Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung müssen Unter­neh­men – kleine wie große – Wege finden, um auch die drän­gen­den Fragen des demo­gra­fi­schen Wandels zu lösen – Fach­kräf­te­man­gel und immer älter werdende Beleg­schaf­ten. Die Gestal­tung gesun­der Arbeits­for­men wird zur entschei­den­den Aufgabe. „Eine Firma, die inno­va­tiv und digi­tal arbei­tet, muss nach unse­rer Auffas­sung auch inno­va­tiv die Gesund­heit der Beschäf­tig­ten ins Blick­feld nehmen, da sehe ich auch große Chan­cen, denn die Quali­tät der Arbeits­plätze wird eine immer größere Rolle spie­len und deswe­gen müssen wir uns auch darum kümmern, dass die Beschäf­tig­ten nicht durch Ihre Arbeit krank werden, sondern auch die Arbeits­kraft und die Freude an der Arbeit erhal­ten bleibt“, betont Dr. Johan­nes Warm­brunn, Refe­rats­lei­ter Arbeit- und Gesund­heit im Minis­te­rium für Wirt­schaft, Arbeit und Wohnungs­bau Baden-Württemberg.

Kolla­bo­ra­tion zwischen Mensch und Maschine

Auch inno­va­tive Kolla­bo­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten zwischen Mensch und Maschine eröff­nen neue Poten­ziale für eine gesunde Arbeit. „Der ganze Arbeits­pro­zess wird komplett über­wacht, gemes­sen, erfasst und ange­lei­tet. Das heißt im Prin­zip, die Person arbei­tet mit einer Maschine, mit einer künst­li­chen Intel­li­genz“, betont Bern­hard Klei­ner vom Fraunhofer-Institut für Produk­ti­ons­tech­nik und Auto­ma­ti­sie­rung IPA und nennt als konkre­tes Beispiel die „Stutt­gart Exo-Jacket“, die vor allem bei Über-Kopf-Arbeiten oder beim Anhe­ben schwe­rer Gegen­stände mecha­tro­nisch unter­stützt.

Umden­ken der Verant­wort­li­chen

Jedoch reicht inno­va­tive Tech­nik in vielen Bran­chen allein nicht aus. Viele Unter­neh­men der Logis­tik­bran­che – diese sind auf den ersten Blick präde­sti­niert für die Anwen­dung von Hebe­hil­fen – verzich­ten gänz­lich auf eben jene. Das Anle­gen nimmt schlicht zu viel Zeit in Anspruch, da meist im Akkord gear­bei­tet und entspre­chend entlohnt wird. Hier fordert Birgit Kille, leitende Fach­be­ra­te­rin bei der IWL AG, einem unab­hän­gi­gen Logistikberatungs- und Planungs­un­ter­neh­men mit Sitz in Ulm, ein Umden­ken. Dieses müsse „von oben herab, von der Geschäfts­füh­rungs­ebene herab statt­fin­den, dass eben nicht der Akkord­lohn bezahlt wird, sondern dass belohnt wird, dass der Mitar­bei­ter eine Hebe­hilfe benutzt, um damit seine Gesund­heit zu scho­nen und eben länger­fris­tig einsetz­bar ist.“

Wem es gelingt, quali­fi­zier­ten Nach­wuchs zu gewin­nen und den älte­ren Mitar­bei­tern profes­sio­nelle Entwick­lungs­chan­cen zu eröff­nen, der sichert nach­hal­tig den unter­neh­me­ri­schen Erfolg. Ein Schlüs­sel hierzu ist die Schaf­fung siche­rer und damit auch attrak­ti­ver Arbeits­plätze, so die einhel­lige Meinung der Round Table-Experten.

Die beglei­ten­den Video-Interviews mit den Round Table-Experten finden Sie hier.

Das Regio­nal­fo­rum

Im Rahmen des Regio­nal­fo­rums, das vom 23. bis 25. Okto­ber 2018 als Teil der Arbeits­schutz Aktu­ell in Stutt­gart statt­fin­det, erör­tern Vertre­ter regio­na­ler Unter­neh­men und Exper­ten aus Wirt­schaft und For-schung die wich­ti­gen Fragen rund um einen zeit­ge­mä­ßen Arbeits- und Gesund­heits­schutz in der Ar-beitswelt 4.0. – den Blick dabei stets auf die beson­de­ren Heraus­for­de­run­gen der Region gerich­tet. Beson­ders im Fokus: die klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men. Das voll­stän­dige Programm des Regio-nalforums finden Sie hier.

Über die Arbeits­schutz Aktu­ell

Vom 23. – 25. Okto­ber 2018 findet die Arbeits­schutz Aktu­ell mit Fach­messe und Kongress in der Messe Stutt­gart statt (ICS und L-Bank Forum) – inmit­ten einer der wirt­schafts­stärks­ten Regio­nen Euro­pas. Der drei­tä­gige Kongress steht unter dem Motto „Sicher und gesund arbei­ten“. Er wird sich mit elemen­ta­ren und aktu­el­len Fragen zum Arbeits- und Gesund­heits­schutz beschäf­ti­gen.

Die Arbeits­schutz Aktu­ell 2018 in Stutt­gart erwar­tet 12.000 Fach­be­su­cher, 300 Ausstel­ler und 1.000 Kongress­teil­neh­mer aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz. Paral­lel zur Arbeits­schutz Aktu­ell finden die beiden Fach­mes­sen inter­bad und parts2clean statt. Mit einer Eintritts­karte ist der Zugang zu allen drei Veran­stal­tun­gen möglich.

www.arbeitsschutz-aktuell.de

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