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Übergangsfrist ausgelaufen

Neue PSA-Verordnung muss jetzt umge­setzt werden

Foto: © Aleksandar Kosev - stock.adobe.com
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Seit 21. April 2019 muss die neue PSA-Verordnung der Euro­päi­schen Union ange­wen­det werden. Ihre offi­zi­elle Bezeich­nung ist „Verord­nung (EU) 2016/425 des Euro­päi­schen Parla­ments und des Rates vom 9. März 2016 über persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen und zur Aufhe­bung der Richt­li­nie 89/686/EWG“. Die Verord­nung rich­tet sich in erster Linie an die Herstel­ler, Impor­teure und Händ­ler von Persön­li­chen Schutz­aus­rüs­tun­gen (PSA) sowie noti­fi­zierte Prüf- und Zerti­fi­zie­rungs­stel­len. Sie ersetzt die PSA-Richtlinie 89/686/EWG.

Profes­sor Frank Werner, Leiter des Fach­be­reichs Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tun­gen der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV), erläu­tert: „Die PSA-Verordnung defi­niert neue Anfor­de­run­gen für das Inver­kehr­brin­gen von PSA und führt so zu einheit­li­chen Fest­le­gun­gen für den PSA-Markt. Die neuen Anfor­de­run­gen ändern jedoch nicht das Sicher­heits­ni­veau von PSA: Persön­li­che Schutz­aus­rüs­tung, die nach PSA-Richtlinie in Verkehr gebracht wurden, gelten weiter­hin als sicher und müssen nicht ausge­tauscht werden.“

Hier die wich­tigs­ten Neue­run­gen aus Sicht des Arbeits­schut­zes im Über­blick:

  • Die Einstu­fung von eini­gen Produk­ten als PSA ändert sich. Es gibt drei Kate­go­rien, denen unter­schied­li­che Prüfan­for­de­run­gen zuge­ord­net sind. Produkte wie zum Beispiel Gehör­schutz, Rettungs­wes­ten oder PSA zum Schutz gegen Ketten­sä­gen­schnitte fallen jetzt unter die Kate­go­rie III. Damit unter­lie­gen sie einer Produk­ti­ons­kon­trolle durch eine noti­fi­zierte Stelle.
  • Für Schutz­aus­rüs­tung der Kate­go­rie III gilt in Deutsch­land die Pflicht zu einer prak­ti­schen Unter­wei­sung der Beschäf­tig­ten. Hier sind die Unter­neh­men jetzt gefragt, ihre Unter­wei­sun­gen entspre­chend anzu­pas­sen.
  • Herstel­ler müssen künf­tig die so genannte Konfor­mi­täts­er­klä­rung jedem einzel­nen Produkt beifü­gen oder über das Inter­net zur Verfü­gung stel­len. Die Erklä­rung bestä­tigt, dass das Produkt den Anfor­de­run­gen der Verord­nung entspricht. Bislang reichte es aus, die Konfor­mi­täts­er­klä­rung „auf Verlan­gen“ vorle­gen zu können.
  • Der Geltungs­be­reich der Verord­nung ist umfas­sen­der als zuvor. Sie nimmt künf­tig alle Wirt­schafts­ak­teure in die Pflicht – auch Händ­ler und Impor­teure.
  • Bislang galten EG-Baumusterprüfungen unbe­grenzt. Gemäß der neuen Verord­nung werden EU-Baumusterprüfbescheinigungen nur noch für längs­tens fünf Jahre ausge­stellt.

www.dguv.de

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