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Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren

Beschäftigte im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren
Risiko einer Infektion mit SARS-CoV‑2 gering halten

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat sich mit dem Infektionsrisiko für den Coronavirus bei Beschäftigten im Einzelhandel für Lebensmittel und Drogeriewaren befasst. Foto: © alex.pin - stock.adobe.com
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Die Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) hat unter­sucht, wie hoch das Coro­na- Infek­tion­srisiko bei Beschäftigten im Einzel­han­del für Lebens­mit­tel und Drogeriewaren ist. Die Experten resümieren, dass es auf­grund der Kurzzeitkon­tak­te auch bei COVID-19-Aus­brüchen nicht unweiger­lich zu Hochrisikokon­tak­ten kommt. Zudem kön­nen Schutz­maß­nah­men, wie Mund-Nase-Bedeck­un­gen oder organ­isatorische und tech­nis­che Abstand­sregelun­gen, das Infek­tion­srisiko für die Beschäftigten wirk­sam senken.

Risiko einer Infektion vor allem beim Bezahlen an der Kasse

Rund 780.000 Beschäftigte sind hierzu­lande im Einzel­han­del für Lebens­mit­tel und Drogeriewaren tätig. Die Branche bleibt wegen ihrer sys­tem­rel­e­van­ten Bedeu­tung weit­ge­hend von Schließun­gen als Infek­tion­ss­chutz­maß­nahme gegenüber SARS-CoV­‑2 ausgenom­men. Häu­figer Kun­denkon­takt kann Infek­tion­srisiken für die dort Beschäftigten bergen — vor allem beim Bezahlvor­gang an der Kasse. Mit epi­demi­ol­o­gis­chen Dat­en, die außer­halb des Einzel­han­dels erhoben wur­den, schätzten Fach­leute der BAuA das Risiko ein­er SARS-CoV-2-Infek­tion für diese Beschäftigten­gruppe. Dies ermöglicht eine erste Gefährdungs­beurteilung unter pan­demis­chen Bedin­gun­gen, obwohl keine Dat­en zum Infek­tion­srisiko vor Ort vorliegen.

Hochrisikokontakte von mind. 15 Minuten Dauer nicht zwangsläufig

Das Infek­tion­srisiko der Beschäftigten hängt dabei vor allem vom Anteil aktuell infiziert­er Per­so­n­en unter den Kun­den ab. Zudem spie­len Anzahl und Dauer der Kun­denkon­tak­te eine bedeu­tende Rolle. So haben Beschäftigte im Lebens­mit­teleinzel­han­del pro Arbeit­stag durch­schnit­tlich 84 Kun­denkon­tak­te und im Soft-Dis­counter 131, die durch­schnit­tlich jew­eils zwei Minuten dauern. Unter diesen Bedin­gun­gen kommt es selb­st bei Erkrankung­shäu­figkeit­en, die bei COVID-19-Aus­brüchen gemessen wur­den, nicht unweiger­lich zu Hochrisikokon­tak­ten von min­destens 15 Minuten Dauer. Jedoch weisen die Autoren darauf hin, dass auch unab­hängig von der Krankheit­shäu­figkeit hohe Infek­tion­srisiken entste­hen kön­nen, beispiel­sweise durch enge räum­liche Nähe zu infizierten Personen.

Kombination von Schutzmaßnahmen schützt Beschäftigte und Kunden

Umso wichtiger ist es, die ver­füg­baren Schutz­maß­nah­men in den Geschäften umzuset­zen, beto­nen die BAuA-Fach­leute. Dazu gehören im Einzel­han­del vor allem Abstand­sregelun­gen, Mund-Nase-Bedeck­un­gen bei Kun­den und Beschäftigten, verbesserte Luft- und Ober­flächen­hy­giene, Beschränkun­gen der Anzahl an Kun­den im Geschäft und Schutzschilde im Kassen­bere­ich. Die Kom­bi­na­tion solch­er Maß­nah­men trägt wirk­sam dazu bei, das Risiko ein­er SARS-CoV-2-Infek­tion für Beschäftigte und Kun­den im Einzel­han­del für Lebens­mit­tel und Drogeriewaren wirkungsvoll zu senken.

baua: Fokus „Eine Risikoschätzung zur Infek­tion mit dem Coro­n­avirus SARS-CoV­‑2 bei Beschäftigten im Einzel­han­del für Lebens­mit­tel und Drogeriewaren”; Fil­iz M. Özcan, Frank Dieterich; Dort­mund; Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin 2020; 11 Seit­en; DOI: 10.21934/baua:fokus20201012. Den baua: Fokus gibt es im PDF-For­mat im Inter­ne­tange­bot der BAuA unter www.baua.de/publikationen

www.baua.de

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