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Vorsicht bei Renovierung oder Anschaffung neuer Möbel und Elektrogeräte

Schad­stoff­emis­sio­nen in Wohnun­gen

Boxspringbetten haben es oftmals in sich, wenn es um Schadstoffe geht. Foto: © deepvalley - stock.adobe.com
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Hier­zu­lande verbrin­gen Menschen einen Groß­teil ihrer Zeit in geschlos­se­nen Räumen. Nicht selten ist die Luft in Innen­räu­men aber mit Schad­stof­fen belas­tet. Beson­ders nach einer Reno­vie­rung oder der Anschaf­fung neuer Möbel und Elek­tro­ge­räte.

Wer vor hat, einen Parkett­bo­den, Lami­nat oder Vinyl zu verle­gen, findet bei den Produk­ten selten Hinweise auf mögli­che Schad­stoff­emis­sio­nen. „Die produkt­re­le­vante Norm schreibt zwar eine Emis­si­ons­prü­fung vor, ein einzu­hal­ten­der Richt­wert ist jedoch nicht defi­niert. Ohne Bewer­tung gibt es aber für Verbrau­cher keinen ausrei­chen­den Schutz vor mögli­chen Gesund­heits­ge­fah­ren“, erklärt der Schad­stoff­ex­perte vom TÜV Rhein­land, Dr. Chris­tian Schelle.

Ob Form­alde­hyd in Holz­werk­stof­fen oder Weich­ma­cher im Kunst­stoff – viele Bestand­teile können die Raum­luft verun­rei­ni­gen und für Gesund­heits­pro­bleme sorgen. Schelle rät deshalb dazu, direkt beim Händ­ler das Thema Schad­stoff­emis­sio­nen anzu­spre­chen und mithilfe von Umwelt­zei­chen beispiels­weise von TÜV Rhein­land mit den Schlag­wör­tern „emis­si­ons­ge­prüft“ oder „schad­stoff­ge­prüft“ emis­si­ons­arme Produkte auszu­wäh­len.

Schad­stoffe nich immer am Geruch erkenn­bar

Als starke Belas­tung für die Raum­luft können sich auch neue Möbel erwei­sen – etwa die belieb­ten Boxspring­bet­ten. Bei diesem Schlaf­sys­teme ersetzt ein gefe­der­tes Unter­ge­stell das Latten­rost. Hat besteht das Boxspring­bett aus Leder oder Polyurethan-Schaumstoffen, kann dies nach dem Kauf zu unan­ge­neh­men Über­ra­schun­gen führen. So sind im Kunst­le­der und Leder toxi­ko­lo­gisch rele­vante Stoffe enthal­ten, die sich nicht immer durch star­ken Geruch bemerk­bar machen, aber im Laufe der Zeit körper­li­che Reak­tio­nen hervor­ru­fen können. Um Gefah­ren für die Gesund­heit zu vermei­den, rät Schelle, neue Betten mit diesen Mate­ria­lien wenn möglich in gut belüf­te­ten Berei­chen oder am offe­nen Fens­ter ausdüns­ten zu lassen.

Bedie­nungs­an­lei­tung bietet indi­rekte Hinweise auf Belas­tun­gen

Auch Elek­tro­ge­räte soll­ten bei der ersten Inbe­trieb­nahme unbe­dingt in einem gut belüf­te­ten Raum stehen. Vor allem, wenn diese im Betrieb warm werden: „Dampf­bü­gel­sta­tio­nen, Back­öfen, Toas­ter oder der neue Raclette­grill düns­ten aufgrund der verwen­de­ten Chemi­ka­lien und Mate­ria­lien unan­ge­nehme Gerü­che aus, die bei sensi­blen Menschen zu Kopf­schmer­zen oder ande­ren Beein­träch­ti­gun­gen führen können“, sagt der Experte. Nutzer sind ange­hal­ten bei neuen Gerä­ten die Bedie­nungs­an­lei­tung zu lesen. Oft enthält diese einen versteck­ten Hinweis, dass die Geräte nur bei geöff­ne­tem Fens­ter betrie­ben werden sollen.

www.tuv.com

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