Sicher arbeiten mit Nanomaterialien. Neue Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation -
Startseite » Aktuelles » Meldungen » Sicher arbei­ten mit Nano­ma­te­ria­lien

Neue Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation

Sicher arbei­ten mit Nano­ma­te­ria­lien

Die neue Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Nanomaterialien entstand in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Foto: © fotoliaxrender - stock.adobe.com
Anzeige

Die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO) hat eine inter­na­tio­nale Leit­li­nie veröf­fent­licht, um Beschäf­tigte vor mögli­chen Gesund­heits­ri­si­ken am Arbeits­platz durch herge­stellte Nano­ma­te­ria­lien (manu­fac­tu­red nano­ma­te­ri­als) zu schüt­zen. Die Leit­li­nie, an der die Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) mitge­ar­bei­tet hat,  enthält Empfeh­lun­gen zur Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung und zu geeig­ne­ten Arbeits­schutz­maß­nah­men beim Umgang mit herge­stell­ten Nano­ma­te­ria­lien.

Mit Hilfe der Nano­tech­no­lo­gie lassen sich die Eigen­schaf­ten chemi­scher Mate­ria­lien sehr gezielt beein­flus­sen und gestal­ten. Das eröff­net große Inno­va­ti­ons­po­ten­ziale beispiels­weise für leichte und ener­gie­ef­fi­zi­ente Produkte. Nano­ma­te­ria­lien sind aber auch eine Heraus­for­de­rung für den Arbeits­schutz, weil neben der chemi­schen Zusam­men­set­zung auch die spezi­fi­sche Mate­ri­al­ge­stal­tung mit Gesund­heits­ge­fähr­dun­gen einher­ge­hen kann.

Gefahr durch Stäube und Fasern in der Luft

Am Arbeits­platz können einge­at­mete Stäube und Fasern lang­fris­tig zu chro­ni­schen Erkran­kun­gen der Atem­wege führen, wenn sie sich aufgrund ihrer Schwer­lös­lich­keit in der Lunge anrei­chern. Beson­de­rer Aufmerk­sam­keit bedür­fen einige Faser­ma­te­ria­lien, deren Staub starre Fasern enthält, die ähnlich wie Asbest wirken.

Wissen der BAuA und des AGS mitein­ge­bracht

Als Experte hat Dr. Rolf Pack­roff, wissen­schaft­li­cher Leiter des Fach­be­reichs „Gefahr­stoffe und Biolo­gi­sche Arbeits­stoffe“ der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA), an der Leit­li­nie mitge­wirkt. Wich­tige Erkennt­nisse aus der Forschungs­ar­beit der BAuA und Schluss­fol­ge­run­gen aus der tech­ni­schen Regel­set­zung im Ausschuss für Gefahr­stoffe (AGS) konn­ten so einge­bracht werden.

Drei Grup­pen und eine Diffe­ren­zie­rung

Zu den wesent­li­chen Punk­ten gehö­ren dabei die Eintei­lung von Nano­ma­te­ria­lien in drei gefähr­dungs­be­zo­gene Grup­pen und eine Diffe­ren­zie­rung zwischen star­ren und nicht-starren Faser­stäu­ben. Durch diese Unter­schei­dun­gen lassen sich die notwen­di­gen Arbeits­schutz­maß­nah­men diffe­ren­ziert fest­le­gen. Zudem sollen sie eine wissen­schaft­lich fundierte Risi­ko­kom­mu­ni­ka­tion ermög­li­chen und einer gene­rel­len Stig­ma­ti­sie­rung von Nano­ma­te­ria­lien entge­gen­wir­ken.

Die Leit­li­nie kann in engli­scher Spra­che hier herun­ter­ge­la­den werden.

Hinter­grund

Mit der Veröf­fent­li­chung der Leit­li­nie „WHO guide­li­nes on protec­ting workers from poten­tial risks of manu­fac­tu­red nano­ma­te­ri­als“ (WHO Leit­li­nien zum Schutz der Beschäf­tig­ten vor mögli­chen Gefähr­dun­gen durch herge­stellte Nano­ma­te­ria­lien) betritt die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion Neuland bei der inter­na­tio­na­len Regel­set­zung für Gefahr­stoffe am Arbeits­platz. Auf Grund­lage syste­ma­ti­scher Auswer­tun­gen der wissen­schaft­li­chen Lite­ra­tur wurde die Leit­li­nie nach dem Vorbild der evidenz­ba­sier­ten Medi­zin erstellt.

Anzeige

News­let­ter

Unsere Dosis Wissens­vor­sprung für Sie. Jetzt kosten­los abon­nie­ren!

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Sicher­heits­in­ge­nieur

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de