Überraschende Ergebnisse. Digitaler Stress in Deutschland -
Startseite » Aktuelles » Meldungen » Über­ra­schende Ergeb­nisse

Digitaler Stress in Deutschland

Über­ra­schende Ergeb­nisse

Digitaler Stress Auswirkungen Gesundheit und Arbeitszufriedenheit
Digitaler Stress hat vielfältige negative Auswirkungen. Foto: © mooshny - stock.adobe.com
Anzeige

25‐ bis 34‐Jährige sind digi­tal gestress­ter als andere Alters­grup­pen. Das ist nicht die einzige Über­ra­schung der bislang größ­ten und umfas­sends­ten Studie zum Thema „Digi­ta­ler Stress in Deutsch­land“.

Von Autorin­nen und Autoren der Univer­si­tät Augs­burg unter der Leitung von Prof. Dr. Henner Gimpel und in Zusam­men­ar­beit mit der Fraun­ho­fer Projekt­gruppe Wirt­schafts­in­for­ma­tik erar­bei­tet, steht diese von der Hans‐Böckler‐Stiftung geför­derte Studie jetzt frei zum Down­load zur Verfü­gung.

Unsere über Bran­chen und Bundes­län­der hinweg reprä­sen­ta­tive Studie“, erläu­tert der Wirt­schafts­in­ge­nieur Henner Gimpel, Mitglied des Zentrums für Inter­dis­zi­pli­näre Gesund­heits­for­schung (ZIG) der Univer­si­tät Augs­burg, „beschäf­tigt sich mit der voran­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung und dem aus ihr resul­tie­ren­den verän­der­ten Belastungs‐ und Bean­spru­chungs­pro­fil am Arbeits­platz. Häufig wissen die Erwerbs­tä­ti­gen damit nicht oder nur unzu­rei­chend umzu­ge­hen. Die Folge: Digi­ta­ler Stress.“

Gesund­heit­li­cher Beschwer­den und Verrin­ge­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit

Digi­ta­ler Stress ist ein Phäno­men und Problem, das über alle Regio­nen, Bran­chen, Tätig­keits­ar­ten und indi­vi­du­el­len demo­gra­phi­schen Fakto­ren hinweg fest­stell­bar ist. Die Studie zeigt, dass über­mä­ßi­ger digi­ta­ler Stress mit einer deut­li­chen Zunahme gesund­heit­li­cher Beschwer­den einher­geht. So leidet mehr als die Hälfte der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer, die sich einem hohen digi­ta­len Stress ausge­setzt sehen, unter Rücken­schmer­zen, Kopf­schmer­zen und allge­mei­ner Müdig­keit. Nach­weis­lich verrin­gert über­mä­ßi­ger digi­ta­ler Stress die beruf­li­che Leis­tung, um zugleich mit einem star­ken Work‐Life‐Konflikt einher­zu­ge­hen.

Digi­ta­ler Stress hat aber auch direkte Auswir­kun­gen auf Arbeit­ge­ber – denn er verrin­gert unter ande­rem die Arbeits­zu­frie­den­heit sowie die Bindung an den Arbeit­ge­ber.

Diskre­pan­zen als zentra­ler Stress­fak­tor

Inter­es­san­ter­weise ist der Digi­ta­li­sie­rungs­grad des Arbeits­plat­zes nicht alleine ausschlag­ge­bend für das Ausmaß an digi­ta­lem Stress, eine zentrale Rolle spielt viel­mehr

  • das Ungleich­ge­wicht zwischen den Fähig­kei­ten im Umgang mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien
  • die Anfor­de­run­gen, die diese an die Arbeit­neh­mer stel­len.

Umso über­ra­schen­der ist das Ergeb­nis, dass digi­ta­ler Stress bei den 25‐ bis 34‐jährigen Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mern ausge­präg­ter ist als bei ande­ren Alters­grup­pen.

Bemer­kens­wert ist auch, dass Frauen, die an digi­ta­li­sier­te­ren Arbeits­plät­zen arbei­ten, sich als kompe­ten­ter fühlen als Männer, zugleich aber mehr unter digi­ta­lem Stress leiden als Männer. Geschlech­ter­über­grei­fend wird die Verun­si­che­rung im Umgang mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien als der größte Stres­sor wahr­ge­nom­men, aber insbe­son­dere auch die Unzu­ver­läs­sig­keit der Tech­no­lo­gien und die Über­flu­tung mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien in allen Berei­chen des Lebens spie­len neben weite­ren Fakto­ren eine signi­fi­kante Rolle.

Verhaltens‐ und verhält­nis­prä­ven­tive Maßnah­men

Gimpel resü­miert: „Die Erkennt­nisse, die wir gewin­nen konn­ten, legen Maßnah­men nahe, die in erster Linie darauf abzie­len, Fehl­be­an­spru­chun­gen durch digi­ta­len Stress zu vermei­den. Darun­ter fallen in erster Linie verhal­tensprä­ven­tive Maßnah­men wie die Vermitt­lung bzw. der Erwerb von Kompe­ten­zen sowohl im Umgang mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien als auch in der Bewäl­ti­gung von digi­ta­lem Stress. Unter verhält­nis­prä­ven­ti­ven Gesichts­punk­ten geht es aber auch darum, digi­tale Tech­no­lo­gien maßvoll und indi­vi­du­ell opti­miert einzu­set­zen, Support bereit‐ und sicher­zu­stel­len und beim Design der einge­setz­ten digi­ta­len Tech­no­lo­gien höchs­ten Wert auf deren Verläss­lich­keit zu legen.“

Zum Studie ist als Down­load frei verfüg­bar auf:
http://www.fim-rc.de/kompetenzen/digitalisierung/
http://www.boeckler.de/64509.htm?produkt=HBS-007024&chunk=1&jahr=

Anzeige

News­let­ter

Unsere Dosis Wissens­vor­sprung für Sie. Jetzt kosten­los abon­nie­ren!

Meistgelesen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Titelbild Sicherheitsbeauftragter 12
Ausgabe
12.2018
LESEN
ARCHIV
ABO

Sicher­heits­in­ge­nieur

Titelbild Sicherheitsingenieur 12
Ausgabe
12.2018
LESEN
ARCHIV
ABO
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de