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Gemeinsame Fachempfehlung von DFV und vfdb

Verhal­ten im Brand­fall

Foto: © Fotolia RAW - stock.adobe.com
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Der Gemein­same Ausschuss für Brand­schutz­er­zie­hung und Brand­schutz­auf­klä­rung des Deut­schen Feuer­wehr­ver­ban­des (DFV) und die Verei­ni­gung zur Förde­rung des Deut­schen Brand­schut­zes (vfdb) haben „Verhal­ten im Brand­fall“ veröf­fent­licht. Die Fach­emp­feh­lung rich­tet sich sowohl an Bewoh­ner von Wohnun­gen als auch an Feuer­weh­ren und Spezia­lis­ten in der Brand­schutz­er­zie­hung und ‑aufklä­rung.

Die meis­ten Menschen haben weder Erfah­rung noch Übung im Umgang mit einem Scha­den­feuer und wie sie sich unter Brand­rauch­be­las­tung rich­tig verhal­ten müssen. In der Regel können sie das Risiko für sich selbst und ihre Mitbe­woh­ner auch nicht abschät­zen. Darüber hinaus ist nur weni­gen Betrof­fe­nen klar, dass sie die Ausbrei­tung der Gefahr be-grenzen oder verzö­gern könn­ten.

In fast zwei­jäh­ri­ger Arbeit hat der Gemein­same Ausschuss für Brand­schutz­er­zie­hung und Brand­schutz­auf­klä­rung des Deut­schen Feuer­wehr­ver­ban­des (DFV) und der Verei­ni­gung zur Förde­rung des Deut­schen Brand­schut­zes (vfdb) die neue Fach­emp­feh­lung „Verhal­ten im Brand­fall“ erstellt. Sie stellt, abge­stimmt mit den Präsi­dien der beiden Verbände, den aktu­el­len Stand der Fach­mei­nung in Deutsch­land dar.

Die Fach­emp­feh­lung rich­tet sich sowohl an die Bewoh­ner von Wohnun­gen als auch an Feuer­weh­ren und Spezia­lis­ten in der Brand­schutz­er­zie­hung und ‑aufklä­rung“, erläu­tert Frie­der Kircher, Vorsit­zen­der des Gemein­sa­men Ausschus­ses.

Die Publi­ka­tion stellt die folgen­den Grund­prin­zi­pien zum Verhal­ten im Brand­fall dar:

  1. Es ist nicht möglich, die Bevöl­ke­rung zum rich­ti­gen Verhal­ten im Brand­fall in Wohnun­gen zu brin­gen, wenn man nur fünf Regeln kommu­ni­ziert. Sie sind zwar, wie bei der Brand­schutz­ord­nung Teil A nach DIN 14096 leicht zu merken, aber das Verständ­nis ist nicht ausrei­chend, um im eige­nen Wohn­um­feld unter sehr verschie­de­nen Rand­be­din­gun­gen rich­tig zu handeln. Die Hand­lungs­emp­feh­lun­gen müssen ausführ­li­cher sein, auch wenn dabei das Problem auftritt, dass Schwie­rig­kei­ten beim Lesen des länge­ren Textes auftau­chen.
  2. Es gibt keine einheit­li­che Rege­lung zum Verhal­ten, die für jede Situa­tion in jeder Gebäu­de­art beim Wohnen zutrifft. Die detail­lier­ten Verhal­tens­hin­weise für einen Brand im Einfa­mi­li­en­haus unter­schei­den sich in mehre­ren Punk­ten von den Hinwei­sen beim Brand in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus. Für Brand­schutz­fach­leute sind diese Unter­schiede zwar klar, logisch und einsich­tig, der normale Mensch auf der Straße hat aber diese Kennt­nisse nicht! Weiter­hin ist es noch entschei­dend, ob es im Mehr­fa­mi­li­en­haus in der eige­nen Wohnung brennt oder in einer belie­big ande­ren Wohnung im glei­chen Mehr­fa­mi­li­en­haus. Zusätz­lich stellt der Fall eines verrauch­ten Trep­pen­hau­ses eine Sonder­si­tua­tion dar, die betrach­tet werden muss. In der Fach­emp­feh­lung „Verhal­ten im Brand­fall“ werden daher folgende vier Fälle unter­schei­den:
    o Brand in der eige­nen Wohnung eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses
    o Brand in einer ande­ren Wohnung eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses
    o Verrauch­tes Trep­pen­haus in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus
    o Brand in einem Einfa­mi­li­en­haus
  3. Reine Schlag­worte oder Merk­sätze sind nicht ausrei­chend. Es müssen detail­lierte Erklä­run­gen erfol­gen, die die Nutzer direkt anspre­chen. Diese dienen insbe­son­dere auch Multi­pli­ka­to­ren wie zum Beispiel Brand­schutz­er­zie­hern oder Lehr­kräf­ten, um die Merk­sätze den Nutzern zu erläu­tern
  4. Durch Ablauf­dia­gramme werden die Hand­lungs­prin­zi­pien anschau­lich erläu­tert.

Mit der neuen Fach­emp­feh­lung setzt der Gemein­same Ausschuss für Brand­schutz­er­zie­hung und Brand­schutz­auf­klä­rung seine stra­te­gi­sche Arbeit in diesem Gebiet fort, die mit der Fach­emp­feh­lung ‚Der Notruf in der Brand­schutz­er­zie­hung‘ begon­nen wurde und sich zukünf­tig weiter fort­set­zen soll“, erläu­tert Kircher abschlie­ßend.

Die aktu­elle Fach­emp­feh­lung steht unter www.feuerwehrverband.de/fe-verhalten-brandfall.html online.

www.feuerwehrverband.de

 

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