Web-Tool erleichtert ärztliche Verdachtsanzeige einer Berufskrankheit. Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung stellt vor -
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Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung stellt vor

Web-Tool erleich­tert ärzt­li­che Verdachts­an­zeige einer Berufs­krank­heit

Das „BK-Info"-Portal hilft Ärzten bei der Erstellung der Verdachtsanzeige einer Berufskrankheit. Foto: © momius - stock.adobe.com
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Könnte es sich bei der Erkran­kung eines Pati­en­ten auch um eine Berufs­krank­heit handeln? Diese Frage können Ärztin­nen und Ärzte jetzt mit Hilfe eines neuen digi­ta­len Nach­schlag­werks der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) einfach über­prü­fen.

Das „BK-Info“-Portal hält nicht nur umfas­sende Infor­ma­tio­nen rund um das Thema Berufs­krank­heit bereit.

Suche per ICD-10-Schlüssel

Eine Such­funk­tion ermög­licht es, anhand des ICD-10-Schlüssels schnell zu recher­chie­ren, welche Berufs­krank­hei­ten (BK) für die jewei­lige Diagnose in Betracht kommen. Ärztin­nen und Ärzte können somit verein­facht heraus­fin­den, ob ein Verdacht auf eine BK vorliegt oder nicht.

Keine neuen ÄSVB-Merkblätter oder Aktua­li­sie­run­gen

Ärztin­nen und Ärzte haben nach § 202 des SGB VII die Pflicht, den begrün­de­ten Verdacht auf eine BK mitzu­tei­len. Die Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger sollen jede Krank­heit über­prü­fen können, bei der ein solcher Verdacht besteht. Bislang stan­den dafür als Hilfe­stel­lung die Merk­blät­ter des Ärzt­li­chen Sach­ver­stän­di­gen­bei­rats Berufs­krank­hei­ten der Bundes­re­gie­rung (ÄSVB) zur Verfü­gung.

Dieser wird aber selbst keine neuen Merk­blät­ter mehr erstel­len und auch den Bestand nicht weiter aktua­li­sie­ren. Deswe­gen hat die Bundes­re­gie­rung die DGUV beauf­tragt, ein entspre­chen­des Tool zu erar­bei­ten.

Durch das BK-Info Portal erleich­tern wir nun den medi­zi­ni­schen Fach­kräf­ten, die Verdachts­an­zeige einer Berufs­krank­heit zu erstel­len. Mit nur weni­gen Clicks liegen alle notwen­di­gen Infor­ma­tio­nen vor. Der begrün­dete Verdacht kann somit ohne großen Aufwand an die Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger weiter­ge­lei­tet werden“, erklärt Fred-Dieter Zagrod­nik, Refe­rent für Berufs­krank­hei­ten der DGUV.

Spezi­fi­sche Infor­ma­tio­nen für medi­zi­ni­sche Fach­ge­biete

Neben allge­mei­nen Infor­ma­tio­nen über BKen und die Verdachts­an­zeige bietet das Portal auch spezi­fi­sche Infor­ma­tio­nen für verschie­dene medi­zi­ni­sche Fach­ge­biete an. „Das Herz­stück der Seite ist aller­dings die Such­funk­tion. Gibt der behan­delnde Arzt dort den Diagno­se­schlüs­sel ein, erhält er gleich zwei Hilfe­stel­lun­gen:

Zum einen erfährt er, mit welcher Berufs­krank­heit die Diagnose in Verbin­dung stehen könnte. Zum ande­ren gibt es Leit­fra­gen, anhand derer sich im Gespräch mit dem Pati­en­ten oder der Pati­en­tin schnell fest­stel­len lässt, ob der- oder dieje­nige einem Gefahr­stoff oder einer schä­di­gen­den Einwir­kung bei der Arbeit ausge­setzt war.“

Weitere Ausbau­schritte

Das Portal wird in mehre­ren Schrit­ten ausge­baut. Zurzeit sind bereits alle Diagno­se­schlüs­sel des ICD-10 Codes hinter­legt. Infor­ma­tio­nen dazu, welche dieser Diagno­sen im Einzel­nen nach welchen Einwir­kun­gen eine BK sein können, liegen jedoch derzeit nur für die Muskel-Skelett-Erkrankungen vor. Alle ande­ren Erkran­kun­gen werden im Laufe des nächs­ten Jahres hinzu­ge­schal­tet.

Für die Über­gangs­zeit haben wir soge­nannte Platzhalter-Seiten hinter­legt, die wir nach und nach mit den rele­van­ten Infor­ma­tio­nen füllen werden. In Zukunft werden wir diese Seiten entspre­chend dem Stand der wissen­schaft­li­chen Erkennt­nis und in Abstim­mung mit den Fach­leu­ten des ÄSVB über­ar­bei­ten“, so BK-Experte Zagrod­nik.

Zum „BK-Info“-Portal geht es hier.

Hinter­grund

Die früh­zei­tige Anzeige eines ärzt­lich begrün­de­ten Verdachts auf das Vorlie­gen einer BK liegt vor allem im Inter­esse der versi­cher­ten Person. Je früher der Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger von einem solchen Verdacht erfährt, desto eher kann geprüft werden, ob und in welchem Umfang Anspruch auf Leis­tun­gen aus der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung besteht. Außer­dem können dann auch schon in frühen Erkran­kungs­sta­dien präven­tive Maßnah­men ergrif­fen werden.

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