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Wenig Bewegung, mehr Gewicht

Zu Hause arbeiten eher ungesund
Wenig Bewegung, mehr Gewicht

Problem im Homeoffice: Bewegungsmangel. Foto: © Studio Romantic - stock.adobe.com
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Für die Pan­demiebekämp­fung ist Home­of­fice gut, für den Kör­p­er offen­bar weniger. Laut ein­er Umfrage im Auf­trag der Krankenkasse DAK bewe­gen sich im Home­of­fice 44 Prozent der Befragten „deut­lich weniger“ als früher, mit schw­er­wiegen­den Fol­gen: Ein Drit­tel der Beschäftigten hat min­destens drei Kilo­gramm zugenom­men – bei sieben Prozent waren es sog­ar mehr als fünf Kilo­gramm. Für die DAK-Studie befragte das For­sa-Insti­tut im Feb­ru­ar 2021 rund 2.500 Arbeit­nehmerin­nen und Arbeit­nehmer, die mehrmals pro Woche im Home­of­fice arbeiten.

„Die Arbeit zu Hause hat in der Pan­demie viele Vorteile. Doch jet­zt zeigt unsere Umfrage auch ern­sthafte Gesund­heit­srisiken für die Beschäftigten“, sagt Andreas Storm, Vor­stand­schef der DAK-Gesund­heit. „Häu­fig ver­stärkt sich ein unge­sun­der Lebensstil. Das Home­of­fice macht viele Men­schen zum Bewe­gungsmuf­fel.“ Die Folge seien Gewicht­szu­nahme und mehr Rück­enbeschw­er­den. Zusät­zlich steige das Risiko für chro­nis­che Erkrankun­gen. „Da viele Beschäftigte auch nach Coro­na weniger im Büro arbeit­en wer­den, müssen wir einen stärk­eren Fokus auf die Gesund­heit im Home­of­fice leg­en“, fordert Storm. „Wir brauchen eine kluge Aufk­lärung über die dro­hen­den Risiken und passende Maß­nah­men zur betrieblichen Gesund­heits­förderung. Das Home­of­fice darf nicht zur Bewe­gungs­falle wer­den.“ Für Beschäftigte sei auch wichtig, im per­sön­lichen Bere­ich zu prüfen, wie sich der Tagesablauf aktiv­er gestal­ten lässt.

In der Studie der DAK-Gesund­heit sagen 71 Prozent der Befragten, dass sie sich im Home­of­fice weniger bewe­gen als vor der Pan­demie – davon war es bei 44 Prozent sog­ar „deut­lich weniger Bewe­gung“. Gründe: Gut die Hälfte (54 Prozent) der Befragten haben bei Trans­portak­tiv­itäten weniger Bewe­gung. So falle der Fuß- oder Rad­weg zur Arbeit weg. Bed­ingt durch die Pan­demie seien Einkäufe und Besuche im pri­vat­en Umfeld auch sel­tener. Ein Drit­tel berichtet, dass All­t­agsak­tiv­itäten wie Spazierenge­hen, Haus- und Garte­nar­beit oder Trep­pen­steigen weniger wer­den. Auf die Frage nach Strate­gien, um den Bewe­gungs­man­gel auszu­gle­ichen, gibt nur jed­er und jede Zweite an, regelmäßig bewusst das Sitzen zu unterbrechen.

WHO: 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche

Geringe kör­per­liche Aktiv­ität im All­t­ag ver­bun­den mit langem Sitzen hat nach den aktuellen Empfehlun­gen der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion (WHO) neg­a­tive Auswirkun­gen auf die Gesund­heit. Auf lange Sicht kann ein bewe­gungsarmer sitzen­der Lebensstil zu chro­nis­chen Erkrankun­gen führen. Die WHO emp­fiehlt ein Min­i­mum von 150 Minuten kör­per­lich­er Aktiv­ität pro Woche, um das Risiko auszugleichen.

Laut DAK-Studie möcht­en 46 Prozent aller Befragten in Zukun­ft auch nach Coro­na min­destens die Hälfte ihrer Arbeit­szeit im Home­of­fice arbeit­en. Bei ein­er regelmäßi­gen oder dauer­haften Arbeit zu Hause bietet die DAK-Gesund­heit Ver­sicherten Unter­stützung durch kosten­lose Online-Kurse oder dig­i­tale Infor­ma­tion im Rah­men der Präven­tion. Die Krankenkasse hil­ft gle­ichzeit­ig Unternehmen bei der Umset­zung entsprechen­der Maß­nah­men der betrieblichen Gesund­heits­förderung. Mehr Infor­ma­tion im Inter­net unter: www.dak.de/digitalesBGM

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