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Zahlen und Fakten zur gefährlichen Altlast Asbest aktualisiert

Nationales Asbest Profil für Deutschland aktualisiert
Zahlen und Fakten zur gefährlichen Altlast Asbest

Asbest
Besonders problematisch: Arbeiten an verdeckten asbesthaltigen Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern. Foto: © Kadmy - stock.adobe.com
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Trotz eines umfassenden Ver­bots im Jahr 1993 ster­ben jährlich etwa 1.500 Men­schen an den Fol­gen ein­er Beruf­skrankheit durch Asbest. Zwis­chen 2001 und 2016 fie­len schätzungsweise 6,3 Mil­lio­nen Ton­nen asbesthaltiger Abfall an. Über 100.000 Beschäftigte arbeit­en auch heute noch mit dem Risiko, Asbest aus­ge­set­zt zu sein. Dies sind nur einige aktuelle Zahlen aus dem Nationalen Asbest Pro­fil Deutsch­land, das die Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) jet­zt in zweit­er aktu­al­isiert­er Auflage veröf­fentlicht hat.

Um die Gesund­heit der Beschäftigten zu schützen, informieren nationale Asbest Pro­file über die Asbest­si­t­u­a­tion in den Mit­gliedsstaat­en der Europäis­chen Region der Welt­ge­sund­heit­sor­gan­i­sa­tion. Dazu geht das Nationale Asbest Pro­fil auf die Aspek­te wie Asbestver­brauch und ‑ver­wen­dung, die Anzahl der Exponierten, das mit Asbest­fasern ver­bun­dene Erkrankungs­geschehen, das Sys­tem zur Reg­ulierung der Asbe­strisiken und die ökonomis­che Belas­tung durch Asbesterkrankun­gen ein.

Rund 100.000 Beschäftigte kommen potenziell mit Asbest in Berührung

Im Jahr 2017 ver­star­ben laut nationalem Asbest Pro­fil rund 1.600 Beruf­serkrank­te, weil sie asbesthalti­gen Stäuben aus­ge­set­zt waren. Ins­ge­samt star­ben zwis­chen 1990 und 2017 über 34.000 Men­schen an den Fol­gen des Min­er­als. Die Kosten für die medi­zinis­che Ver­sorgung und Renten­zahlung für Asbesterkrank­te und deren Ange­hörige lagen in den Jahren 1990 bis 2016 bei etwa 8,3 Mil­liar­den Euro.

Etwa 650.000 Beschäftigte waren Ende 2017 in Deutsch­land aktuell oder in der Ver­gan­gen­heit Asbest aus­ge­set­zt. Von rund 100.000 Beschäftigten ist bekan­nt, dass sie poten­ziell bei ihrer Arbeit im Bauhandw­erk oder bei der Abfal­l­entsorgung mit Asbest in Berührung kom­men kön­nen. Schätzungsweise sind immer noch über 37 Mil­lio­nen Ton­nen asbesthaltiges Mate­r­i­al ver­baut, meist in Form von Asbestze­ment. Ins­beson­dere beim Abriss oder Umbau von Gebäu­den kann Asbest freige­set­zt werden.

Verdeckte asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenklebern

Eine beson­dere Prob­lematik stellen dabei die Arbeit­en an verdeck­ten asbesthalti­gen Putzen, Spachtel­massen und Fliesen­kle­bern dar. Sie kön­nten unter Umstän­den ohne die erforder­lichen Arbeitss­chutz­maß­nah­men durchge­führt wer­den. Hier sind vor allem die rund 750.000 Handw­erk­er im Aus­baugewerbe betrof­fen. Das Pro­fil geht deshalb auch auf die Tol­er­anz- und Akzep­tanzkonzen­tra­tion für Asbest­fasern ein und führt die aktuellen Regelun­gen zum Schutz der Beschäftigten auf.

„Nationales Asbest Pro­fil Deutsch­land”; 2. Auflage; Dort­mund; Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin 2020; 78 Seit­en; doi:10.21934/baua:bericht20200427. Eine Ver­sion im PDF-For­mat kann hier herun­ter­laden werden

www.baua.de


Weit­ere aus­führliche Infor­ma­tio­nen zum The­ma Asbest find­en Sie auf unser­er Schw­er­punk­t­seite Asbest.

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