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Kein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz bei Motorradunfall

Kein Unfallversicherungsschutz
Unfall durch Wheelie

Foto: © sportpoint - stock.adobe.com
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Wer auf dem Weg zur Arbeit mit seinem Motor­rad einen Wheel­ie macht und deshalb verunglückt, ste­ht nicht unter dem Schutz der geset­zlichen Unfal­lver­sicherung. Dies entsch­ied das Sozial­gericht Ham­burg und wies damit die Klage eines Bauleit­ers ab.

Er war mit seinem Motor­rad auf dem Weg vom Büro zu ein­er Baustelle, als er die Kon­trolle über das Fahrzeug ver­lor und stürzte. Dabei zog er sich mehrere Ver­let­zun­gen zu. Laut Zeu­ge­naus­sagen hat­te der Mann zum Unfal­lzeit­punkt das Vorder­rad seines Motor­rads hochge­zo­gen und fuhr nur noch auf dem Hin­ter­rad (soge­nan­nter Wheel­ie). Als er dann mit dem Vorder­rad wieder auf­set­zte, geri­et er ins Schleud­ern. Die Richter bew­erteten das als gemis­chte Tätigkeit, für die wegen des riskan­ten, leichtsin­ni­gen und unvernün­fti­gen Fahrver­hal­tens des Klägers kein Unfal­lver­sicherungss­chutz beste­he. Das Fahren eines Motor­rads auf dem Hin­ter­rad stelle eine unver­sicherte konkur­ri­erende Ursache dar. Die Beweg­gründe, wie ins­beson­dere ein Imponierge­habe oder leichtsin­niger Über­mut, drängten den ursäch­lichen Zusam­men­hang mit der ver­sicherten Tätigkeit soweit in den Hin­ter­grund, dass diese eigen­wirtschaftliche Moti­va­tion und nicht der ver­sicherte Weg wesentlich für das Unfallgeschehen gewe­sen sei.

(Urteil des Sozial­gerichts Ham­burg vom 04.09.2020, Az. S 40 U 50/19)

Autorin: Tan­ja Sautter

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