Multitasking schadet - Hilfreiche Tipps für Betriebe
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Hilfreiche Tipps

Multi­tas­king scha­det, Stress scha­det

Multitasking schadet, eine neue Broschüre der BAuA gibt Tipps für Betriebe und Angestellte.
Stressoren gibt es viele auf der Arbeit, doch es gibt auch hilfreiche Tipps. Foto: ©Nicola_Del_Mutolo - stock.adobe.com
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Multi­tas­king und Arbeits­un­ter­bre­chun­gen gehö­ren heute zum Alltag vieler Beschäf­tig­ter. Auf 36 Seiten gibt die neue von der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) veröf­fent­lichte Broschüre „Arbeits­un­ter­bre­chun­gen und Multi­tas­king täglich meis­tern“ prak­ti­sche Hinweise und Tipps, was Unter­neh­men und Beschäf­tigte tun können, um stress- und störungs­freier zu arbei­ten. Denn Störun­gen und Multi­tas­king belas­ten die Beschäf­tig­ten und senken die Produk­ti­vi­tät.

 

Die beste Störung ist die, die gar nicht erst statt­fin­det. Ledig­lich Beschäf­tigte, die einer einfa­chen und mono­to­nen Aufgabe nach­ge­hen, empfin­den Störun­gen im Arbeits­ab­lauf als posi­tiv. Wer jedoch bereits drei Minu­ten von hoch­kon­zen­trier­ter Arbeit abge­lenkt wird, braucht anschlie­ßend rund zwei Minu­ten, um wieder auf dem Stand vor der Unter­bre­chung weiter­ar­bei­ten zu können. Das verlän­gert nicht nur die Bear­bei­tungs­zeit einer Aufgabe unnö­tig. Auch die Arbeits­er­geb­nisse sind schlech­ter: Forscher der Univer­si­tät Michi­gan haben heraus­ge­fun­den, dass sich die Leis­tungs­fä­hig­keit des Gehirns um 20 bis 40 Prozent verrin­gert, wenn paral­lel statt nach­ein­an­der gear­bei­tet wird. Und wer das Gefühl hat, seine Aufga­ben wegen stän­di­ger Unter­bre­chun­gen nicht mehr rich­tig erle­di­gen zu können, fühlt sich gestresst.

Die Forscher raten deshalb, dass der Beschäf­tigte entschei­det, welche Aufgabe Vorrang hat. Muss die aktu­elle Arbeit unbe­dingt vor der Fertig­stel­lung unter­bro­chen werden wie beispiels­weise in Kran­ken­häu­sern, dann helfen Noti­zen dabei, sich anschlie­ßend wieder problem­los in der alten Aufgabe zurecht­zu­fin­den. Außer­dem soll­ten die Beschäf­tig­ten ihre Aufgabe nach Möglich­keit dort unter­bre­chen, wo es später leich­ter fällt weiter­zu­ar­bei­ten. Um Über­las­tung vorzu­beu­gen, empfiehlt die Broschüre, Kolle­gen früh­zei­tig um Hilfe zu bitten.

Beschäf­tigte soll­ten vermei­den, mehrere Dinge gleich­zei­tig zu erle­di­gen. Studien zeigen, dass Multi­tas­king weder Zeit noch Aufwand spart. Wer dennoch so arbei­ten muss, sollte die Arbeit in Ruhe ange­hen und sich an persön­li­chen Erfah­run­gen orien­tie­ren. Zudem lassen sich Zeit­fens­ter einrich­ten, in denen es sich unge­stört arbei­ten lässt.

Doch auch die Kolle­gen und Vorge­setz­ten können eini­ges tun: Meist wollen sie nur „mal eben“ etwas fragen oder bespre­chen und meinen es nicht böse. Dann kann ein freund­li­ches Gespräch helfen, ihnen bewusst zu machen, wie störend das sein kann. Ein weite­rer Grund für Unter­bre­chun­gen können unvoll­stän­dige oder miss­ver­ständ­li­che Abspra­chen in Team­run­den oder zwischen Mitar­bei­ter und Vorge­setz­tem sein. Hier rät die Broschüre u.a. zu klären­den Gesprä­chen darüber, wie genau Team­ab­spra­chen sein soll­ten.

Arbeits­un­ter­bre­chun­gen und Multi­tas­king täglich meis­tern“; 1. Auflage; Dort­mund; 2018; ISBN: 978–3-88261–234-9; 36 Seiten; DOI: 10.21934/baua:praxis20170914. Die baua: Praxis kann über den Online­shop der BAuA bezo­gen werden.

Eine Version im PDF-Format zum Herun­ter­la­den gibt es HIER

 

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