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Arbeitsunfall abgelehnt

Betrun­ken nach Okto­ber­fest­be­such

Foto: © Halfpoint - stock.adobe.com
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Der als Monteur tätige Kläger war bei einer Braue­rei in München einge­setzt. Von dieser wurde er mit seinen Kolle­gen zu einem Nach­mit­tag auf dem Okto­ber­fest einge­la­den. Auf dem Heim­weg prallte er in alko­ho­li­sier­tem Zustand gegen einen Strom­mast und brach sich einen Hals­wir­bel. Seinen Antrag auf Aner­ken­nung als Arbeits­un­fall lehnte die Berufs­ge­nos­sen­schaft ab.

Auch die dage­gen erho­bene Klage wurde abge­wie­sen: Das Sozi­al­ge­richt Berlin befand, es habe sich um keine betrieb­li­che Veran­stal­tung gehan­delt. Der Nach­mit­tag sei nicht von der Firma des Klägers, sondern von der Braue­rei – also einer Kundin – veran­stal­tet worden. Die Teil­neh­mer seien ganz über­wie­gend keine Ange­hö­ri­gen seines Betrie­bes gewe­sen, was dem Gemein­schafts­cha­rak­ter einer Betriebs­ver­an­stal­tung wider­spre­che. Die Anwe­sen­heit des Klägers auf dem Fest sei vom Arbeit­ge­ber zwar gebil­ligt, die Teil­nahme daran jedoch frei­ge­stellt gewe­sen. Ein Vertre­ter der Unter­neh­mens­lei­tung war nicht vor Ort, Kosten für Spei­sen und Getränke wurden nicht von der Firma über­nom­men.

Dass das Tref­fen der Bildung eines Netz­wer­kes und der Kommu­ni­ka­tion gedient habe, sei nicht ausrei­chend, um die betrieb­li­chen Inter­es­sen in den Vorder­grund zu rücken. Es habe sich eher um ein „Incentive‐Event“ bezie­hungs­weise eine Moti­va­ti­ons­ver­an­stal­tung gehan­delt.

Urteil des Sozi­al­ge­richts Berlin vom 01.10.2018, Az. S 115 U 309/17

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