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Unfallversicherungsschutz

Unfallversicherungsschutz besteht fort
Beim Warten am Unfallort eingeklemmt

Foto: © VRD - stock.adobe.com
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Das Warten am Unfal­lort nach einem Verkehrsun­fall ste­ht unter dem Schutz der geset­zlichen Unfal­lver­sicherung. Dies geht aus einem Urteil des Sozial­gerichts Ham­burg hervor.

Geklagt hat­te eine Kranken­schwest­er, die auf dem Heimweg von der Arbeit in einen Verkehrsun­fall ver­wick­elt wurde. Auf Auf­forderung der Polizei wartete sie auf weit­ere Anweisun­gen und blieb deshalb zunächst in ihrem Fahrzeug. Während sie etwas später mit der Polizei das weit­ere Prozedere klärte, kam es zu einem zweit­en Verkehrsun­fall, bei dem die Klägerin zwis­chen zwei Fahrzeu­gen eingek­lemmt und ver­let­zt wurde.

Die Beklagte lehnte die Anerken­nung als Arbeit­sun­fall ab, weil Reg­ulierungs­ge­spräche nach einem Unfall eigen­wirtschaftlich­er Natur seien.

Dage­gen klagte die Frau – mit Erfolg. Es habe kein eigen­wirtschaftlich­es „üblich­es Reg­ulierungs­ge­spräch“ stattge­fun­den, das den Zusam­men­hang mit der ver­sicherten Tätigkeit ent­fall­en lasse, entsch­ied das Gericht. Vielmehr habe die Klägerin auf Anweisung der Polizei am Unfal­lort gewartet. Dieses sei eher mit einem „Warten auf dem Bahn­steig“ ver­gle­ich­bar und damit versichert.

(Urteil des Sozial­gerichts Ham­burg vom 25.10.2019, Az. S 40 U 87/17)

Autorin: Tan­ja Sautter

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