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Urteil LSG: Kein Arbeitsunfall

Beim „Luft-Schnappen“ verun­glückt

Die Berufsgenossenschaft verweigerte die Anerkennung als Arbeitsunfall, weil sich eine Frau aus „eigenwirtschaftlichen Gründen“ vom Arbeitsplatz entfernte und dabein einen Unfall erlitt.
Wer aus aus „eigenwirtschaftlichen Gründen“ über einen Zaun klettert, erleidet keinen Arbeitsunfall. ©eb-picture - stock.adobe.com
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In einem vom Landes­so­zi­al­ge­richt (LSG) Baden-Württemberg zu entschei­den­den Fall hatte eine Volkshochschul-Angestellte während der Arbeit ihren Platz verlas­sen, um „frische Luft zu schnap­pen“ und wegen des einset­zen­den Regens nach ihrem Fahr­rad zu sehen. Sie verließ das Gebäude durch einen Seiten­aus­gang. Dabei fiel die Tür durch einen Wind­stoß zu, so dass die Frau auf dem umzäun­ten Park­platz einge­sperrt war. Um diesen zu verlas­sen, wollte sie über einen zwei Meter hohen Zaun klet­tern. Dabei verletzte sie sich so schwer an einem Finger, dass dessen Endglied ampu­tiert werden musste.

Die Berufs­ge­nos­sen­schaft (BG) verwei­gerte die Aner­ken­nung als Arbeits­un­fall, weil sich die Frau aus „eigen­wirt­schaft­li­chen Grün­den“ auf den Park­platz bege­ben habe.

Das LSG bestä­tigte die Entschei­dung der BG. Das Hoch­klet­tern auf den Zaun habe nicht der beab­sich­tig­ten Vorbe­rei­tung der Kurse gedient. Weil allein schon der Weg zum Park­platz mehrere Minu­ten betra­gen habe, liege auch keine gering­fü­gige Unter­bre­chung der versi­cher­ten Tätig­keit vor.

Beschluss des Landes­so­zi­al­ge­richts Baden-Württemberg vom 27.03.2017, Az. L 3 U 4821/16

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