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Unfall beim Deponieren von Getränkeflaschen

Unfall beim Deponieren von Getränkeflaschen
Durch Glassplitter verletzt

Foto: © Arthiti - stock.adobe.com
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Explodiert eine Limon­aden­flasche beim Hine­in­stellen in einen Spind vor der Arbeit­sauf­nahme, ist dies kein Arbeit­sun­fall. Geklagt hat­te eine Verkäuferin, die am Unfall­t­ag die Umk­lei­deräume aufge­sucht hat­te, um ein vom Arbeit­ge­ber gestelltes T‑Shirt anzuziehen.

Sie hat­te zwei Flaschen mit Getränken dabei, die sie während der Arbeit trinken wollte. Als sie eine der Flaschen in den Spind stellen wollte, explodierte diese. Dabei wurde die Frau durch herum­fliegende Glass­plit­ter ver­let­zt. Gegen die Ablehnung als Arbeit­sun­fall klagte die Verkäuferin – ohne Erfolg. Das Deponieren ein­er Limoflasche sei eine eigen­wirtschaftliche Tätigkeit, so die Begrün­dung. Nur aus­nahm­sweise könne eine Nahrungsauf­nahme betrieblich bed­ingt und damit ver­sichert sein, näm­lich dann, wenn eine ver­sicherte Per­son während ein­er beson­ders belas­ten­den Arbeit esse oder trinke oder durch betriebliche Umstände zur Nahrungsauf­nahme an einem beson­deren Ort oder in ein­er beson­deren Form gezwun­gen werde. Eine solche Aus­nahme­si­t­u­a­tion sahen die Richter hier nicht.

Urteil des Thüringer Lan­dessozial­gerichts vom 04.06.2020, Az. L 1 U 1340/19

Autorin: Tan­ja Sautter

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