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Gegen einen Baum gefahren

Wegeunfall: Kein Nachweis für Handynutzung
Gegen einen Baum gefahren

Foto: © Václav Mach - stock.adobe.com
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Allein das Auffind­en eines Mobil­tele­fons auf dem Schoß des bei einem Verkehrsun­fall ver­stor­be­nen Ver­sicherten lässt nach einem Urteil des Lan­dessozial­gerichts Baden-Würt­tem­berg nicht den Schluss zu, dass sich keine ver­sicherte Wegege­fahr ver­wirk­licht hat.

Der Ver­sicherte war auf dem Heimweg von der Arbeit von der Fahrbahn abgekom­men und gegen einen Baum geprallt. Dabei erlitt er eine tödliche Frak­tur der Hal­swirbel­säule. Die polizeilichen Ermit­tlun­gen ergaben, dass er etwa sieben Minuten vor dem Unfall eine What­sApp-Nachricht an seine Fre­undin geschickt hat­te. Aus diesem Grund verneinte die Beklagte einen Arbeitsunfall.

Das Gericht bew­ertete die Sache anders. Ein Gutacht­en habe ergeben, dass ein Fahrfehler des Ver­sicherten für seinen Tod ursäch­lich sei. Somit habe sich eine typ­is­che Wegege­fahr ver­wirk­licht. Demge­genüber sei die Nutzung des Mobil­tele­fons nur ein­ma­lig Minuten vor dem Unfal­lzeit­punkt doku­men­tiert. Darin sahen die Richter keine unver­sicherte Ursache.

Urteil des Lan­dessozial­gerichts Baden-Würt­tem­berg vom 16.08.2019, Az. L 12 U 2610/18

Autorin: Tan­ja Sautter

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